3G-Pflicht am ArbeitsplatzZweiter Protesttag vor dem Hafen in Triest

Die Hafenaktivitäten wurden dabei jedoch nicht blockiert. Auch in Genua wird demonstriert.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Die Proteste der Hafenmitarbeiter gehen auch am Samstag weiter
Die Proteste der Hafenmitarbeiter gehen auch am Samstag weiter © AFP
 

Am Samstag haben Hafenmitarbeiter in Triest ihren Protest gegen die seit Freitag geltende 3G-Pflicht in Italien fortgesetzt. Die streikenden Hafenarbeiter belagerten zum zweiten Tag infolge Tor 4 des Triester Hafens, gewährten aber freien Zugang. Eine Gruppe von Hafenmitarbeitern und etwa 100 Bürgern verbrachten die Nacht vor dem Hafeneingang. Die Demonstranten errichteten keine Sperren, so dass Autos und Lastwagen regelmäßig und ungehindert in den Hafen einfahren konnten.

Die Hafenarbeiter in Triest drohten mit unbefristetem Streik, obwohl ihnen kostenlose Corona-Tests angeboten wurden. Zu ähnlichen Demonstrationen kam es auch vor den Häfen von Genua und Ancona. Die Müllabfuhr in Genua ist in den nächsten Tagen gefährdet, da die Demonstranten, die gegen den Grünen Pass protestieren, die Hafeneinfahrten blockieren und seit Freitag verhindern, dass die Lastwagen den Müll zu einer Anlage im Hafengebiet bringen, berichtete die städtische Müllabfuhrgesellschaft.

Müllabfuhr in Genua könnte eingestellt werden

Innerhalb des Hafens Genua befindet sich eine Presse, in der der gesamte Abfall der Stadt gepresst wird, bevor er entsorgt wird. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Müllabfuhr in Genua eingestellt werden könnte, sollte die Blockade andauern. Zehntausende Italiener haben am Freitag in mehreren Städte gegen die neu eingeführte Pflicht zur Vorlage eines Coronapasses am Arbeitsplatz protestiert.

Seit Freitag darf in Italien nur zur Arbeit erscheinen, wer eine Corona-Impfung, -Genesung oder einen negativen Corona-Test nachweisen kann. Wer ohne den sogenannten "grünen Pass" zur Arbeit kommt, riskiert bis zu 1.500 Euro Bußgeld. Wer der Arbeit fernbleibt, weil er das Dokument nicht vorweisen kann, muss mit unbezahlter Freistellung rechnen.

3G-Pflicht in Italien: Proteste in Triest

(c) AFP (STRINGER)
(c) AFP (STRINGER)
(c) AFP (STRINGER)
(c) AFP (STRINGER)
(c) AFP (STRINGER)
(c) AFP (STRINGER)
(c) AFP (STRINGER)
(c) AP (Duccio Pugliese)
(c) AFP (STRINGER)
1/9

Wer sich nicht impfen lassen will, muss auf eigene Kosten einen Corona-Test machen und diesen je nach Test-Art alle 48 bis 72 Stunden wiederholen. In den vergangenen Wochen hatte es zum Teil gewalttätige Proteste gegen die neue Regelung gegeben.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben inzwischen mehr als 85 Prozent der Italiener über zwölf Jahren mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Schätzungen zufolge sind bis zu drei Millionen Arbeiter noch ungeimpft.

 

Kommentare (2)
lucie24
9
11
Lesenswert?

Recht haben sie.

Maßlos, völlig übertrieben und undifferenziert.

lombok
24
23
Lesenswert?

Ist es denn wirklich so abnormal,

dass man wissen will, ob Menschen gesund sind? Mit allen drei "G" kann man das Risiko deutlich einschränken und jeder mündige Bürger kann sich aussuchen, für welches G er sich entscheidet.

Wir wollen doch alle diese schlimme Zeit endgültig hinter uns lassen und haben die Möglichkeit, aus einem der drei G auszusuchen.

Vielleicht sollten manche Menschen endlich aufhören, herum zu poltern. Es geht schließlich um unser aller Leben!

DANKE!