Streit um PreiseBauern legen nach: So antworten Spar, Billa und Hofer

Nach der harschen Kritik von Agrarministerin Köstinger am heimischen Lebensmittelhandel legen betroffene Bauern und Vertreter der Landwirtschaft nun nach. Doch der Handel wehrt sich mit ebensolcher Vehemenz - und erklärt, wie die Preise entstehen.

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Mit ihrer harschen Kritik an der Preispolitik der beherrschenden Lebensmittelhändler Spar, Billa und Hofer hat Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger bei Landwirten und Lebensmittelproduzenten offene Türen eingerannt. Schon länger herrscht Unmut über die Macht der Handelsriesen. "Diese drei Unternehmen vereinen 90 Prozent Marktanteil auf sich", erklärt Hannes Royer - eine Konzentration, wie sie selten ist im internationalen Vergleich. Der Landwirt hat den Verein "Land schafft Leben" gegründet, um Konsumentinnen und Konsumenten die Hintergründe der heimischen Lebensmittelproduktion aufzuzeigen.

Kommentare (58)
Dr.B.Sonnenfreund
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7 Supermärkte

Vom Hilmteich bis Fölling gibt es in Mariatrost 7(!) Supermärkte. 3x Billa, 2x Spar, 1x Penny, und 1x Hofa, brauchen wir wirklich so viele ? Ich greif mir da ehrlich auf den Kopf. Diese Überversorgung im Bezirk bringt eine große Menge an weggeworfenen übrig gebliebenen Lebensmitteln....brauchma das wirklich ....??

nasowasaberauch
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Pendler?

Ist ja die Pendler Ein- & Ausfallroute für den Nordosten. Die werden dir schon auslasten.

Sonst würden die zu sperren. Keiner betreibt einen Supermarkt um Lebensmittel zu entsorgen.

Dr.B.Sonnenfreund
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Ketten, gesunde Rohmilch beim Bauern

Egal ob bei Kleidern, Elektrogeräten, Lebensmitteln, oder jetzt sogar bei Frisören: Ketten, Ketten, Ketten.....die ganze Grazer Herrengasse, nur mehr internationale Ketten. Ein Graus einfach nur. Traditionelle Einzelhändler gibt es keine mehr. Wie lange es K&Ö durchhalten wird, frag ich mich auch. Und die lieben GrünInnen wollen ja auch noch eine autofreie Innenstadt...dickes Minus Frau Gschwendtner....pfui Teufel.
Von mir bekommt der Bauer für 4 Liter beste Rohmilch 5 €, Und je mehr Menschen ab Hof kaufen würden, desto mehr könnte der Bauer verdienen. Aber selbst in unserer Siedlung (Marland) bemüht sich beinahe keiner hinauf zu den Bauern. Die hier durchaus grün angehauchte Bevölkerung hier kauft aber gleich alles lieber zum "Hofa-Preis" beim "Diskonta" gleich nebenan. Denn die Zeit zum Bauern zu fahren wird lieber unnütz im Büro versessen. So überleben unsere Landwirte nicht, es ist ein Trauerspiel einfach nur.
Und die Milch muss ja unbedingt "pasteurisiert" sein (nettes Schlagewort, wirklich aber kaum einer weiß, dass der wertvollen Milch dabei fast jeder Wert genommen wird...und úmbringen tut uns in Wahrheit die Nahrungsmittelindustrie mit ihren Fertigprodukten, nicht die "unpasteurisierte" Rohmilch, denkt einfach mal logisch liebe Freunde...!

yzwl
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Ihre

Rohmilch können sie gerne Trinken, aber sie ist absolut ungesund und voller Bakterien

Dr.B.Sonnenfreund
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Vollkommen falsch

Pasteurisierte ist ein totes Lebensmittel, wo alle wertvollen Inhaltsstoffe vernichtet werden,
Als früher alle Kinder noch Rohmilch tranken, gab es jedenfalls keinerlei Allergien.

Balrog206
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Auch

Wir haben als Kinder frische Milch noch lauwarm von der Kuh getrunken !!! Porrr wir leben noch !

Dr.B.Sonnenfreund
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Genau

richtig.

yzwl
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Das

würde ich niemals trinken, auch nicht gegen Bezahlung, ich habe noch keinen Bauernhof gesehen wo es Hygiensch zu gegangen ist. Die Industrie wird ständig kontrolliert, da bin ich auf der sicheren Seite.

Dr.B.Sonnenfreund
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Die Industrie

bringt dich eher um , als ein Naturprodukt. und sicher ist dabei nur, dass die Packlmilch wertlos ist, vor allem für Kinder.

Mein Graz
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@Dr.B.Sonnenfreund

Im Grunde genommen richtig.
Nur ist der Kastner m. E. ein schlechtes Beispiel. Er ist zwar in Österreichischer Hand, aber was wird dort verkauft?
Ich kann zwar nur vermuten, da ich selbst schon seit langem kein Kunde dort bin: Mode, Schuhe, Kosmetika, Sportartikel usw. von internationalen Anbietern, aber wenig, was direkt aus Österreich kommt.

Dr.B.Sonnenfreund
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@Mein Graz

Stimmt eigentlich, aber wo gibt es Mode von östereichischen Erzeugern ? Ich weiß leider nicht wo.
Wenn ich mal Markenmode brauche, sitze ich es bei K+Ö meistens so lange aus, um Rabattaktionen zu nützen, da ich bei Markenware die große Gewinnspanne nicht gerne mittrage, da auc Markenware meist billigst (etwa Polo Ralph Lauren in Vietnam) produziert wird. Denn das finde ich bei uns dann eher wieder Abzocke.

DergeerdeteSteirer
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Diesen Sichtweisen in deinem Kommentar @Sonnenfreund ....................

stimme ich vollkommen zu, .......................... da denke ich mit völlig gleichem Augenmaß !!

DergeerdeteSteirer
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Zusatz:

Der Konsument mit seinem Verhalten hat hier einen wesentlichen Anteil das es so ist wie es ist !!

Dr.B.Sonnenfreund
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Danke

für die Zustimmung geerdeter Steirer, man sieht es gibt noch Leute mit gesundem analytischem Denken und vor allem Hausverstand, Du bist sicher vom Land..

Griesson
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Die Informationsgesamtheit darüber...

... wird man aus Zeitungen oder Rundfunk eher weniger erfahren. Darf man denen aber nicht zum Vorwurf machen. Müssen Mitarbeiter, deren Familien und Eigentümer ja erhalten, wirtschaftlich arbeiten und sind demnach auch auf Handelskonzerne angewiesen. Vergraulen wäre schlecht.
Wer aber mal ein wenig "mehr" lesen will, Hintergründe, aufwändigere Recherchen als einen Huster einer Ministerin oder von Konzernsprechern, könnte sich unabhängig da informieren > https://www.dossier.at/dossiers/supermaerkte/

597d9dec92ec7a16808b398aa9fdf4a7
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Übermacht der Internationalen Handelsketten

bringt sogar Staatsregierungen in Geiselhaft. Nachdem sie systematisch das Kleingewerbe zerstört haben. Diese Ketten sind unser Untergang und wir haben es noch immer nicht begriffen. Sind wir wirklich so blöd.

Flogerl
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Das Kleingewerbe wurde nur ....

.... durch den KUNDEN ungebracht. Und sonst von niemanden ! Mal kurz darüber nachdenken !

Toyota11000
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viel zu wenig Konkurrenz

es gehören noch mindestens 3 zusätzliche Supermarktketten in Ö etabliert.

JohannAmbros
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Preiskartell

die Mindestpreise und Maximalpreise auf Basis der tatsächlichen Gestehungskosten sowie auf Basis der geltenden gesetzlichen Vorgaben ermitteln. Strafen bei über und Unterschreitung dessen.

kritiker47
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Diese drei großen Handelsketten müssen

zu recht jammern ? Die bauen bereits in jeder kleinen Ortschaft Großmärkte, um ja nichts der Konkurrenz zu überlassen. Wer zahlt das Alles ? Die Konsumenten und vor allem die Lieferanten, denen der Zulieferpreis diktiert wird, denn die Handelsspanne der Handelsketten bleibt auch bei den Aktionen gleich. So schaut es aus ! Niemand in der Medienwelt traut sich dagegen schreiben oder zu berichten, weil sie sonst die färbigen Doppelseiten als Werbeaufträge nicht mehr bekommen würden, oder nicht ? Da hat dann die jeweilige Anzeigenabteilung mehr Entscheidungsrechte als die Berichterstattungsverantwortlichen des betreffenden Mediums. Ohne boshaft sein zu wollen, darf gefragt werden : Ist da auch etwas "käuflich" ?

seinerwe
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Produktproblem

Die kleinen Verbraucherschützer sind verschwunden, weil sie keine Zulieferer bzw keine Waren hatten.
Der Gesetzgeber müsste die Produzenten verpflichten, ein Drittel ihrer Produkte an Kleinunternehmer zu liefern bzw. Verträge zu verbietrn, die die Produzenten verpflichtet ausschließlich an einen Großunternehmer zu liefern.

Lepus52
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Das Nettoeinkommen der Bauern

ist heuer kräftig gestiegen. Wie passt das zusammen?

pecunianonolet
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subventioniert

Subventionen
Pauschalierungen
Einheitswert
...

ber
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Nettoeinkommen

Wer sagt das? Ich lese vom Gegenteil, das Nettoeinkommen unserer Bauern sei gesunken.

franzteschl
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Die letzten Jahre sind zu betrachten

Wenn die Jahr davor miserabel waren, ist es leichter einen kleinen Anstieg zu verzeichnen. Außerdem werden immer nur einzelne Sparten, welche gerade ein Plus haben, hervorgehoben.

wunder10
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ich kaufe

nur regional , so unterstütze ih die Bauern egal ob es Kartoffeln, Kraut oder Fleischprodukte sind , und ja man merkt den Unterschied im Geschmack, egal wenn es ein wenig mehr kostet!

mulbrich
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Aber...

...wie sicher sind Sie dass Sie nicht von dem einen oder anderen Bauern über den Tisch gezogen werden. Ich find es spannend wenn man die Transporter mancher Landwirte vor dem Auftritt am Markt bei diversen Großhändlern parken sieht....

Devon1957
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Landwirtschafts ( J ) ammer

Ein aufgeblasener Kammer Apparat (Landwirtschaftskammer) hat halt Anderes zu tun, als sich erfolgreich um seine Mitglieder (Bauern) zu kümmern.
Die seit Jahren bekannten Schwierigkeiten der Erzeugerbetriebe werden auch nicht besser, wenn Fr. Köstinger kurz vor der oberösterreichischen Wahl auf die langjährigen Vertragspartner (Handel) hinhackt.

melahide
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Ein bisschen

Aufpassen muss man da schon. Die drei „großen“ beziehen ihr Gemüse, Fleisch, Milchorodukte usw ja nur über Großhändler. Der größte Gemüselieferant ist da die LGV. Die haben ihre „Mitglieder“ bzw Vertragsbauern, wo ja genau vorgeschrieben wird, wie angebaut werden muss. Anbau von Gemüse erfolgt ihr ja zb im Glashaus auf Kokosmatten. Nachhaltig ist da ein bisschen was anderes! Der Konsument müsste sich endlich mal von der Idee verabschieden, dass ein kleiner Bauer den Handel beliefert! Jene die gut leben produzieren in Masse oder sind Direktvermarkter. Mit zweiteilen können sie in die Qualität gehen. Mit yBio umso mehr

Dr.B.Sonnenfreund
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@mela

Ich" beziehe" Gemüse , Obst , Milch , Eier von regionalen Bauern aus Graz und GU (Friesach, Stübing). Leider hat nicht jeder die Möglichkeit dazu...

ichbindermeinung
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Bauern könnten eigene Kette gründen

Vielleicht könnten sich die ca 160.000 Land u. Forstwirte aus Ö zusammentun und eine eigene Supermarktkette gründen.. An die Börse und Aktien verkaufen

franzteschl
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Glaube nicht, dass dies funktioniert

Denn das war ja irgendwann die Grundidee der Lagerhäuser. Mittlerweile sind die aber auch nur mehr normale Landesproduktenhändler wo die erzielten Preise um nichts besser, ja oft schlechter sind.

deCamps
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Danken Spar, Billa und Hofer tatsächlich das sie so die Realität negieren können?

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Was hier Köstinger von sich gegeben hat, ist eine unter informierten "Wissenden" seit Jahrzehnten bekannt, wobei auch informierte "Wissende" an diesen legalen "Mauscheleien" nicht nur in der Lebensmittelbranche beteiligt waren. In Deutschland geführte Gerichtsverfahren in dieser Causa haben das ja belegt..
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Köstinger hat sich hier aus meiner Sicht einer primitiven, trivialen und banalen Ausdrucksweise bedient, die eher kontraproduktiv war. Und ich denke und konnte aus eigener Erfahrung feststellen, dass sich in den letzten 20 Jahren einiges dazu positiv verändert hat.
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Grundsätzlich ist es in einer freien Wirtschaft möglich seine Zulieferer selbst zu bestimmen, wenn u.a. Produkt, Preis und Qualität nicht mehr den gewünschten Anforderungen entsprechen. Step by step wurde der Druck auf die Handelsketten und einem "österreichischen Produkt", bedingt auch durch die Rahmenumstände wie CO2, Klima etc. immer mehr erhöht.

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