Streit um PreiseBauern legen nach: So antworten Spar, Billa und Hofer

Nach der harschen Kritik von Agrarministerin Köstinger am heimischen Lebensmittelhandel legen betroffene Bauern und Vertreter der Landwirtschaft nun nach. Doch der Handel wehrt sich mit ebensolcher Vehemenz - und erklärt, wie die Preise entstehen.

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Picture of woman at marketplace buying vegetables
© NDABCREATIVITY - stock.adobe.com
 

Mit ihrer harschen Kritik an der Preispolitik der beherrschenden Lebensmittelhändler Spar, Billa und Hofer hat Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger bei Landwirten und Lebensmittelproduzenten offene Türen eingerannt. Schon länger herrscht Unmut über die Macht der Handelsriesen. "Diese drei Unternehmen vereinen 90 Prozent Marktanteil auf sich", erklärt Hannes Royer - eine Konzentration, wie sie selten ist im internationalen Vergleich. Der Landwirt hat den Verein "Land schafft Leben" gegründet, um Konsumentinnen und Konsumenten die Hintergründe der heimischen Lebensmittelproduktion aufzuzeigen.

Kommentare (58)
reschal
0
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Wem

soll man da glauben?

zill1
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Konsument

Ich bin heuer 40 Jahre Verkäufer in einen grossen ÖSTERREICHISCHEN Handelsunternehmen ! Über manches geschriebene hier muss ich echt lachen ! Seit über 10 Jahren schmeißt keine einzige Firma Lebensmittel weg ! Alles wird gespendet! Sozialmarkt ,Tafel und so weiter ! Und die die am lautesten schreien sind die die bei uns die aufgepackene Semmel um 0.15 Cent kaufen oder den Schweinebraten um 4.99 das Kilo! Und dann hier was faseln von Bauern unterstützen ! Und das es fast keine deutschsprachigen Verkäufer mehr gibt ist ja unser Staat schuld der fürs faul sein mehr zahlt als wir fürs arbeiten ! Traurig ! Und Leute die stolz sind das sie im Ausland billiger einkaufen nehme ich sowieso nicht ernst ! Ich kaufe das Fleisch die Milch und das Bauernbrot am bauernmarkt !

Peterkarl Moscher
1
8
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Betrug ohne Ende !

Frischmilch wird von Schärding nach nach Italien geführt, dafür bekommt man
Förderungen, dann wird unsere gute Milch zu Milchpulver verarbeitet und dann
nach Bayern exportiert, auch die Italiener bekommen eine Förderung. In Bayern wird
das Milchpulver wieder in Milch umgewandelt und als Bayrische Milch in Österreich
in den Supermärkten verkauft. Viele LKW, viel Umweltvernichtung und zum Schluss
haben alle profitiert! Das ist der Kreislauf den es gilt zu schließen, die Ministerien
sollten endlich wach werden !

Peterkarl Moscher
2
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Betrug ohne Ende !

Frischmilch wird von Schärding nach nach Italien geführt, dafür bekommt man
Förderungen, dann wird unsere gute Milch zu Milchpulver verarbeitet und dann
nach Bayern exportiert, auch die Italiener bekommen eine Förderung. In Bayern wird
das Milchpulver wieder in Milch umgewandelt und als Bayrische Milch in Österreich
in den Supermärkten verkauft. Viele LKW, viel Umweltvernichtung und zum Schluss
haben alle profitiert! Das ist der Kreislauf den es gilt zu schließen, die Ministerien
sollten endlich wach werden !

Balrog206
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Insider?

Von Milchpulver wieder zu Milch verarbeitet wenn so wieso zu viel Milch am Markt ist ?? Kann ich nicht glauben !

yzwl
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Weniger

Gewicht und leichter zu verpacken!

calcit
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Das haben sie woher?

Meines Wissens nach braucht Italien ziemlich viel Milch weil sie selber wenig haben und Bayern exportiert sehr viel nach Italien. Klingt irgendwie sinnlos die Milch in Italien für teueres Geld einzudampfen in Bayern wieder mit Wasser aufzufüllen und in Österreich zu verkaufen...

pecunianonolet
31
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zynisch

Also Bauern liefern nur in den seltensten Fällen direkt an die Supermarktketten.

Die Supermarktketten verhandeln mit ihren Lieferanten, ganz normaler Vorgang.
Wie bei allen anderen Produkten bzw. Produzenten.

Nur der Unterschied ist niemand anderer in der Lieferkette wird so stark so subventioniert wir unserer Bauer, nur sie schreien trotzdem am lautesten und haben halt mit der ÖVP die größte Lobby gefunden....

Wenn man wirklich auf die Suderei dieser übersubventionierten Produzenten hereinfällt und die bösen Supermarktketten die und trotz dieser Pandemie weiterhin trotz aller Unkenrufen von Kritikern mit Lebensmittel versorgt hat, steht es frei direkt beim Erzeuger einzukaufen.

reschal
0
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Zynisch

Und warum müssen jedes Jahr so viele Bauern aufhören?
Ich weiß persönlich von einigen Fällen. Wo ist da der Zynismus? Den Bauern den Schwarzen Peter zuschieben ist die einfachste Übung, führt aber zu keiner Lösung.

franzteschl
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Subventionen

Die Subventionen sind dazu da, dass die Bauern gerade noch überleben.
In Wahrheit werden die Nahrungsmittel damit gefördert, damit sich der liebe Österreicher und die liebe Österreicherin das Schnitzelfleisch um 4,90 Euro kaufen kann. Denkt mal darüber nach. Wenn man den Bauern 100 Euro pro Hektar mehr geben würde, nimmt sich halt der Handel 90 davon und sagt ihr habt eh 10 Euro mehr.

pescador
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Es gibt inzwischen

so viele Möglichkeiten sehr gute Qualität regional einzukaufen. Ob Bauernmarkt oder Direktverkauf am Hof. Der Konsument muss nur ein bisschen seine Bequemlichkeit überwinden und seine Gewohnheiten umstellen. Der kleine Aufwand zahlt sich aber ganz sicher aus. Man bekommt top Qualität zu fairen Preisen.

crawler
1
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Ich habe einmal

einen Bericht wegen weggeworfener Lebensmittel gesehen. Dort wurde auch dieses Problem angesprochen. Die Bauern werden ermutigt große Mengen anzubauen, letztendlich kaufen die Konzerne aber bei dem, der aus Angst auf seiner Ernte sitzen zu bleiben, am billigsten anbietet. Die anderen können dann sehen, wo sie ihre Ware anbringen. Meistens landen die auf der Schütte und/oder werden wieder eingebaut. Das alles ist aber den Konzernen egal. Sie schmeißen Lebensmittel sowieso auch auf die Müllhalde

Ragnar Lodbrok
12
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Der Konsument hat es selbst in der Hand...

wenn diese Handelsketten eine Woche leer bleiben (würden) ... aber da ist halt noch die Bequemlichkeit... Es ist halt bequemer zu diesen Handelsketten zu fahren als zu einem echten Fleischer oder zu einem Bauernmarkt... Das wissen Spar Billa und Co und nutzen uns schamlos aus.

DergeerdeteSteirer
6
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Genau so schaut's aus @Ragnar Lodbrok !

Deine Argumente treffen genau ins schwarze und sprechen die Realität vollkommen an !!

Ragnar Lodbrok
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Bei einem Spar in Andritz

gibts die halbe Zeit eh nur mehr italienische oder deutsche Hühnerbrüste. Das in Plastikschalen abgepackte Obst ist immer wieder schimmlig, statt Rindsfaschiertem wird einem Schwein eingepackt. Liegt vermutlich daran, daß einige VerkäuferInnen den deutsch sprechenden Kunden gar nicht verstehen können. Man muss sich die Spermärkte inzwischen genau anschauen, die Waren, die Herkunft und die Inhaltsstoffe. Sonst wird man gnadenlos übers Ohr gehauen und ausgenommen.

Dr.B.Sonnenfreund
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Hühnerbrüste

kaufe ich am Bauernmarkt. Tolle Qualität und regional.

vonnixkummtnix
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ich dachte die werden in SLO und CRO eingekauft,

wo der ganze Kofferraum voll gestopft wird.

Dr.B.Sonnenfreund
4
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Wo ist da bitte ein Grund

Negativ zu bewerten. Vielleicht nur meine Person, oder ?

vonnixkummtnix
1
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@Dr.B. : Weil halt unglaubwürdig

Einmal wird um 280€ der Kofferraum in SLO vollgestopft. Das nächste Mal nur regional eingekauft.

Dr.B.Sonnenfreund
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Geht beides

Fleisch, Milch, Eier, Obst regional bei uns, Mehl oder Teigwaren wie Nudeln oder Tomatenmark in Slowenien.
und Tomatenmark gibt es bei uns nur aus Italien, kaufe lieber kroatisches.
Original Krainer gibt es auch in SLO.

Mein Graz
0
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@vonnixkummtnix

Genau das sind au meine Gedanken, wenn ich was vom Hr. "Dr." lese.

hbratschi
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die supermarktketten...

...sollten endlich mit ihren billigfleischaktionen aufhören. damit fördern sie nur massentierhaltung und tierleid, denn anders sind diese preise nicht möglich. den menschen scheint gar nicht mehr klar zu sein, dass das tiere (gewesen) sind, die sie da feinsäuberlich zerlegt, in styroportassen verpackt, im kühlregal vorfinden.
auch dass die kennzeichnung der herkunft der produkte so einfach umgangen werden kann, sollte besser gesetzlich geregelt werden...

microfib
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Billigfleischaktionen

Die machen es nur, weil es auch angenommden wird. So lange der Konsument kauf, und nicht bereit ist, für Qualität Geld auszugeben.

hbratschi
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na klar, micro,...

...nimmt es die masse an. leider. aber wenn's die aktionen nicht gäbe, hätt der konsument gar keine wahl und müsste endlich einen angemessenen preis für fleisch bezahlen. hinter jeder billigfleischaktion steht tierleid. sollen die ketten sich doch auf ihre bierrabattschlachten beschränken und tiere nicht für ihre profitmaximierung und die geizistgeil mentalität ihrer kunden missbrauchen....

reschal
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Voll

...deiner Meinung!
Billigfleisch-Aktionen gehören verboten!!!

Dr.B.Sonnenfreund
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7 Supermärkte

Vom Hilmteich bis Fölling gibt es in Mariatrost 7(!) Supermärkte. 3x Billa, 2x Spar, 1x Penny, und 1x Hofa, brauchen wir wirklich so viele ? Ich greif mir da ehrlich auf den Kopf. Diese Überversorgung im Bezirk bringt eine große Menge an weggeworfenen übrig gebliebenen Lebensmitteln....brauchma das wirklich ....??

 
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