Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

AK-StudieBankspesen steigen stärker als die Inflation

Kontoführungsgebühren kosten in Österreich um bis zu 134 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Generell seien die Spesen der Banken zu hoch, kritisiert die Arbeiterkammer. Und verlangt jetzt einen Zinsstopp bei gestundeten Krediten.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© Sinisa Pismestrovic
 

Die Spesen der Banken sind in den vergangenen zehn Jahren stärker gestiegen sind als die allgemeine Teuerungsrate in dieser Zeit von rund 20 Prozent, kritisiert die Arbeiterkammer. Die Ansuchen für eine Kreditstundung verteuerten sich laut AK zum Beispiel um bis zu 116 Prozent. Die Kontoführungsgebühren kosten um bis 134 Prozent mehr als 2011.

Ein Blick auf die Kontoführungsgebühren im Quartal für einen neuen Konsumkredit zeigt laut AK, dass vor allem bei der Bawag und der Erste Bank deutliche Steigerungen zu beobachten seien, während sie bei der Bank Austria und der easybank vergleichbar moderat stiegen. Bei der WSK-Bank gab es gar keine Verteuerung.

Zu den Kosten für Stundungen sagt AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic: "Für uns ist nicht nachvollziehbar, dass für die Stundung einer oder mehrerer Kreditraten bis zu 250 Euro pro Ansuchen anfallen. Und das gerade jetzt, wo es vielen finanziell schlecht geht."

Die Arbeiterkammer verlangt nun, dass es bei gestundeten Krediten einen Zinsenstopp geben soll. Außerdem sollen auch keine Spesen anfallen. Banken sollen nicht mehr als fünf Prozent verrechnen, wenn das Konto überzogen wird. "Derzeit verlangen sie dafür zwischen zehn und elf Prozent", kritisiert die Kammer.

"Verhandeln Sie mir Ihrer Hausbank"

Ein Tipp der AK an Kreditnehmer: "Nach dem Auslaufen der gesetzlichen Kreditstundungen im Jänner haben die Banken Kulanz versprochen. Verhandeln Sie mit Ihrer Hausbank die Spesen und sprechen Sie Ihre langjährige Kundenbindung und die Anzahl der Produkte an, die Sie und Ihre Familie bei der Bank haben."

Die Erste Bank hat am Dienstag eine Umfrage präsentiert, wonach jeder Dritte größere Anschaffungen plant und dafür ein Budget von 116.400 Euro veranschlagt. Ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig wollen laut Umfrage acht von zehn Österreichern Geld veranlagen, wobei das Sparbuch und der Bausparvertrag am beliebtesten bleiben.

Kommentare (5)
Kommentieren
GustavoGans
0
6
Lesenswert?

Die Erste Bank

zeigt ja in ihrer Werbung worum es geht.
Es treten zwei (Mannschaften) gegeneinander an.
Einer gewinnt und einer verliert.
Was glaubt ihr, wer der Gewinner ist und wer der Verlierer?

Amadeus005
7
6
Lesenswert?

250€ für Kreditbearbeitung

Was ist das für ein Stundenlohn, wenn man Daten ordentlich prüft und eine Risikoabschätzung macht? 80€? So teuer ist das nun auch nicht.

VH7F
6
9
Lesenswert?

Die Kommunisten der AK on Air,

jeder zahlt 0,5% seines Gehaltes an den Verein, das wird auch jedes Jahr mehr.

Kariernst
2
3
Lesenswert?

Unerklärlich

Wie kann man wissentlich falsche Angaben machen

DukeNude
2
6
Lesenswert?

falsch

nur wenn du einen Job hast