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Auftragsrekord bei TratonMAN-Mutter trotzdem "klar auf dem Weg, Steyr zuzumachen"

Während in Steyr noch immer um die Zukunft des bedrohten MAN-Standorts debattiert wird, meldet Konzernmutter Traton fabelhafte Unternehmenszahlen. Binnen drei Monaten wurden 81.700 Aufträge gesammelt.

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Der MAN-Standort in Steyr soll geschlossen werden
Der MAN-Standort in Steyr soll geschlossen werden © APA/FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUM
 

Bei der VW-Nutzfahrzeugholding Traton hat sich der gute Start ins Jahr auch beim Auftragseingang deutlich positiv niedergeschlagen. Die Bestellungen kletterten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über die Hälfte auf rund 81.700 Lkw und Busse, wie die im Nebenwerteindex SDAX notierte Holding mit den Marken MAN, Scania und der südamerikanischen VW Caminhoes e Onibus am Montag in München bei der Vorlage ausführlicher Zahlen mitteilte.

"81.700 Aufträge innerhalb eines Quartals sind das beste Ergebnis, das die Traton Group bislang erzielt hat", verdeutlichte Vorstandschef Matthias Gründler. "So rasch, wie die Pandemie vor einem Jahr das
Nutzfahrzeuggeschäft getroffen hat, so rasch geht es nun mit den
Bestellungen unserer Kunden wieder aufwärts", sagte Gründler.

Das große Plus sei auf das starke Lkw-Geschäft zurückzuführen, hieß es. Dagegen sei das Geschäft mit Bussen noch von den Auswirkungen Coronakrise belastet gewesen und deutlich geschrumpft. Zu Spekulationen über Nachverhandlungen mit einem Investor für das MAN-Werk in Steyr stellte Gründler klar: "Wir sind klar auf dem Weg, Steyr zuzumachen."

MAN werde jedoch weiter mit dem Investor WSA des früheren Magna-Chefs Siegfried Wolf sprechen. Wolf hatte zuletzt die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) mit ins Boot genommen. "Das jetzt vorliegende Konzept erscheint uns schlüssig, dass damit der Standort MAN erhalten werden kann", hieß es von dem Institut. Jetzt bleibe abzuwarten, wie die weiteren Verhandlungen laufen. Die Belegschaft in Steyr hatte mehrheitlich gegen ein erstes Offert von WSA gestimmt.

Umsatzplus bei 15 Prozent

Unter dem Strich stand im ersten Quartal bei Traton nun jedenfalls ein auf die Aktionäre entfallender Überschuss von 129 Millionen Euro, nach 96 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Wie bereits bekannt, hatte Tratons Erholung von der Coronakrise zum Jahresauftakt weiter Fahrt aufgenommen. Während der Umsatz um 15 Prozent auf rund 6,5 Milliarden Euro stieg, verdreifachte sich das bereinigte operative Ergebnis auf 516 Millionen Euro, die bereinigte operative Umsatzrendite lag bei 7,9 Prozent. Der Netto-Mittelzufluss des Industriegeschäfts betrug 397 Millionen Euro.

Die im April angehobene Prognose bestätigte Traton. Schon jetzt lägen alle wesentlichen Kennzahlen über den Werten des ersten Quartals 2019 und damit über dem Niveau vor Ausbruch der Coronapandemie. So erwartet die VW-Lkw- und Bustochter für das laufende Jahr eine operative Umsatzrendite von 5,0 bis 7,0 Prozent. Dabei sind allerdings Kosten für anstehende Stellenstreichungen bei MAN und Effekte aus der geplanten Übernahme des US-Truckherstellers Navistar ausgeklammert. Der Netto-Mittelzufluss im Industriegeschäft soll bei 500 bis 700 Millionen Euro liegen.

Kommentare (3)
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argus13
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Roter Steyr MAN Betriebsrat

ist naiv und glaubt an den Weihnachtsmann (Wolf)! Glaubt er wirklich, dass ein er einen Weltkonzern in die Knie zwingen kann? Roter ÖGB Chef Katzian hat sich bis jetzt nicht eingebracht! Für Tatron ist es ein Klacks Steyr zuzusperren, das zahlen sie aus der Portokassa. Jahrelange Prozesse halten sie durch- bis dahin ist MAN Steyr Geschichte und die armen Leute arbeitslos! Wolf bemüht sich als Österreicher, müsste er nicht und könnte das Geld woanders anlegen! Hoffentlich haben die Arbeitnehmer begriffen worum es geht und stimmen auch gegen BR zu!

schadstoffarm
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Amen

Betriebsrat pöhse, MAN allmächtig, Wolf guter russischer Patriot.

glashaus
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Und argus

glsubt an den Osterhasen, wenn er meint Wolf handle nur zum Wohle der Arbeiter.