Kampf um Facharbeiter Aflenzer Industriebetrieb Koller führt die 4-Tage-Woche ein

Um die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter zu erhöhen, führt das Unternehmen Koller aus Aflenz die 4-Tage-Woche ein. Das Feedback ist groß: 70 Prozent der Mitarbeiter ändern ihre Arbeitszeit.

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Der Metallbearbeitungsbetrieb Koller stellt mit Montag seine Arbeitszeit um
Der Metallbearbeitungsbetrieb Koller stellt mit Montag seine Arbeitszeit um © Maschinenbau Koller/Gletthofer
 

Vier Tage arbeiten und anschließend drei Tage lang die Freizeit genießen. Was für viele Arbeitnehmer wie eine Wunschvorstellung klingt, wird mit Montag in Aflenz Realität. Dort führt das Unternehmen Maschinenbau Koller, das sich der Metallbearbeitung verschrieben hat, am 4. Oktober die 4-Tage-Woche ein, sofern die Mitarbeiter das wünschen. "Wir denken immer wieder darüber nach, wie wir die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter erhöhen können und auf diese Weise auch neue Mitarbeiter finden können", sagt Geschäftsführer Wolfgang Grabner.

Kommentare (7)
melahide
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Hmm

einfach nur auf 4 Tage zu komprimieren bei gleicher Arbeitszeit ist halt auch wenig. Eine 35 Stunden Woche würde es ermöglichen, 4 x 8 Stunden und 45 Minuten zu arbeiten. Dies wäre mit einem guten Kompromiss auch möglich …

X22
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Einige Fragen stellen sich, nach den angegebenen Fakten

Mal die Arbeits- Pausenzeit, ich nehme an, dass die Firma eine 38,5 Stundenwoche hat bzw. hatte.
Aus den bisherigen Arbeitszeiten (5:45-14:00 und 14:00-22:15) ergibt sich eine Anwesenheitszeit von 41,25 Std/W, bei 38,5 Std. hieße dies ca. 30 Minuten Pause/Tag ohne eine bezahlte Pause miteinzubeziehen.
Nach der neuen Arbeitszeit (4.00-14 u. 14:00-2400) ergibt sich eine Anwesenheitszeit von 40 Std/W, bei 38,5 Std. hieße dies ca. 22,5 Minuten Pause/Tag, wieder ohne eine bezahlte Pause miteinzubeziehen.
Nimmt man jetzt den Zeitaufwand für das Umkleiden hinzu, das ist im Artikel nicht erwähnt, kann es ls Dienstzeit oder eben nicht als Dienstzeit angesehen werden. In dem einen Fall, erhöht es die Anwesenheitszeit des Arbeitnehmers (dies könnte die Zeit die ein AN dann täglich braucht um sein Geld zu verdienen, inkl. der Anreise auf ca. 11-12 Std. erhöhen, welches man dann im privaten Bereich und körperlich, geistig spürt, auch das Alter zeigt seine Wirkung und ....i)m anderen reduziert es die produktive Zeit ( bei 60 Mitarbeitern und geschätzt eine halbe Stunde sinds ... , glaube ich zwar nicht, weil im Artikel auch der Schichtübergang (14:00) extra betont wird, die Maschiene müssen laufen).
Aus eigener Sicht mit ca. 54 Wochenstunden, weiß ich, dass dies am Körper geistig und physisch zehrt, und ein Tag mehr Erholung nicht das Gelbe vom Ei ist, auf lange Sicht gesehen. Und wie es mit dem Familien- und Privat leben aussieht ist auch eine Geschichte für sich.

seinerwe
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Nicht gut

Die Produktion von Halbtagskräften ist weitaus höher....
Eine sinnvolle Gleitzeitregelung bringt mehr.

Stony8762
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10 Std. in der Produktion! Eine typische Idee von Schreibtischtheoretikern! Frühschichtbeginn um 4h! Die mit einem längeren Weg zur Arbeit müssen dann um 2h aufstehen! Diesen Klopfern würde ich meine sofortige Kündigung hinknallen!

petera
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Besonders innovativ ist dieser Ansatz nicht

Man blockt ja nur die Arbeitszeit auf 4 Tage. Praktisch unbrauchbar wenn es um gerechte Aufteilung der Familienarbeit geht bzw. sieht man die Kinder in den 4 Tagen praktisch kaum.

Ich habe selbst lange 10 Stunden Schichten in der Industrie gemacht. 4-14, 14-24, 8-6. Da ist man danach streichfahig.

Wirklich innovativ wäre den Mitarbeitern 4*8 Stunden mit teilweisen Lohnausgleich zu bieten. Soetwas gibt es defakto nur in der Aktersteilzeit und nicht im Alter wo man viele Verpflichtungen hat.

Balrog206
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Was

Wird die Gewerkschaft dazu sagen !! Uiii

griesbocha
26
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10 Stunden in einer Produktionsschicht sind wahnsinnig lange.

Bin gespannt, ob das gut geht. Der "Präzision" wird das bestimmt nicht dienlich sein.