Klare MehrheitGemeinderat machte den ersten Schritt zur Bausperre

Nur die ÖVP war dagegen: Der Gemeinderat startet per Beschluss die komplette Überarbeitung des Stadtentwicklungskonzeptes.

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Abstimmungsniederlage für die ÖVP: Die Mehrheit im Gemeinderat ist für eine Überarbeitung des Stadtentwicklungskonzeptes und des Flächenwidmungsplanes © Jürgen Fuchs
 

Alles probiert, es hat aus Sicht der ÖVP nicht gereicht: Am Ende hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Wahl mit breiter Mehrheit für eine Revision des Stadtentwicklungskonzeptes (Stek) und des Flächenwidmungsplanes (FläWi) gestimmt.

Kommentare (19)
LaoQui
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Panik im Hühnerstall der ÖVP!?

Die Grazer wollen keine Lege-Batterien mehr - für Menschen! Neue Grundsatz-Pläne (STEK, Fläwi, RLB) müssen dringendst jene ersetzen, die zu ganz anderen Zeiten verfasst wurden. Gerade weil die Stadt wächst, muss noch genauer darauf geachtet werden, dass sie ein Raum bleibt, in dem man auch noch atmen kann. Und der Klima-Wandel hat Nagl&Co. bis vor kurzem ja auch noch nicht zum Umdenken veranlasst . Man muss dem Bürgermeister aber dafür dankbar sein, dass er jetzt klargestellt hat, dass mit ihm nicht zu rechnen ist, wenn es jetzt ultimativ um das Überleben der Stadtbewohner geht, und nicht um das der Baulobby.

checker43
5
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Aha

"Dichten reduzieren? Dann würde mehr Grün verbaut und die Stadt weiter ausrinnen, warnen die Fachleute. "

Also würde dann in den Bezirken gebaut werden, wo vorwiegend ÖVP-Wähler wohnen? Und das darf nicht sein? Gebaut und verdichtet soll wohl nur dort werden, wo der Pöbel lebt. Außerdem kann kein "Grün" verbaut werden, wenn es nicht bereits als Bauland gewidmet ist.

melahide
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Und er

Regt sich auf, dass er „Beton-Sigi“ genannt wird :)

Zooropa
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Baustopp ist super! Das erzeugt Knappheit!

Die Wohnungsbesitzer freuen sich, weil ihre Wohnungen mehr wert werden und sie mehr Miete verlangen können. Die Linken freuen sich, weil ihnen die erzeugte Wohnungsnot Wähler zutreibt. Die Grünen können wieder gegen Zersiedelung wettern.

Lauter Sieger!

rouge
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Leerstände und Heuschrecken

@opa: Schon mal gecheckt, dass komplett am Markt vorbei gebaut wird? Miniwohnungen, Siedlungen entlang der Hauptstraßen, Betonwüsten ohne Grün?
Investoren ist das egal, die wollen nur ihre Millionen von den Banken abziehen.
Und das findet Nagl ok?

calcit
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Wie hoch sind den diese Leerstände? So lange das nur ein politisches Schlagwort ist...

...und keinerlei valide Zahlen vorliegen (was bis jetzt keine Stadt geschafft hat) ist diese Diskussion sinnlos...

Stephan123
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man sieht wie ehrlich es die övp meint

nur am gängelband der investoren und immobilienlobby. wenns drum geht, konkret etwas zu tun, verdrücken sie sich …

stprei
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Wahl

Aus dem Nationalrat war man von der Opposition ja schon grenzwertig intelligente Beschlüsse direkt vor der Wahl gewohnt. Aber im Gemeinderat?

Nur bitte liebe SPÖ, KPÖ, Grüne, FPÖ und Neos (und Kleine Zeitung): jammerts nicht in ein wegen Immobilienpreisen und Wohnungsnot in ein paar Jahren.

Einmal sagen die Leute vom Fach: nicht gescheit, aber da ist es allen egal.

gickigacki
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das stimmt halt leider nicht

steht eh schon so viel leer...immer weiterbauen ist auch keine lösung

Hausverstand
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Nagl läßt seine Helfershelfer aufmarschieren

Da haben keine Leute vom Fach gesprochen, sondern die Marionetten des Bürgermeisters. Die vertreten allesamt nur die Interessen der Immobilienlobby. Übrigens sind die Immobilienpreise in den letzten Jahren in Graz explodiert und leistbare Wohnungen sind Mangelware - trotz einer noch die da gewesenen Bauwut. Ein Grund dafür ist der immense Leerstand (mittlerweile zig-tausende Wohnungen) und der massenhafte Bau von reinen Anlegerwohnungen, die nie auf den Miet-Wohnungsmarkt kommen Genau das muß dringend gestoppt werden!

stprei
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Experte

Ihre Voreingenommenheit steht jeglicher Diskussion im Weg. Aber offensichtlich ist hier jeder Klimaexperte, Epidemiologe, Stadtplaner und Bauexperte und eigentlich Experte für sowieso alles.

Sie sprechen kompetenten Mitarbeitern der Stadt, die sich tagein- tagaus mit diesen Themen beschäftigen, jegliche Fachkenntnis ab und unterstellen pauschal politische Motivation.

Schauen sie nach Salzburg, das keine neuen Baulandwidmungen vornimmt, sich mit Gewalt gegen Nachverdichtung stemmt und allgemein äußerst restriktiv im Wohnungsbau ist. Grundstückspreise sind exorbitant, Wohnungen kaum leistbar.

Es ist absolut unrealistisch, dass die Stadt schrumpfen wird: Der Zuzug bleibt, weil Graz attraktiv und lebenswert ist, viele Beschäftigungsmöglichkeiten bietet und schön ist. Die Leute wollen hier Wohnen, nur die bereits versorgten Grazer mit Einfamilienhäusern oder Eigentumswohnungen sind gegen den Neubau, weil die Baustelle Lärm macht, die Nachbarschaft sich ändert und sie grundsätzlich stockkonservativ an Graz als Pensionopolis hängen.

Hausverstand
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Ich kenne diese Typen nur zu gut

Ich war 40 Jahre als Raumplaner tätig und kenne alle die im Beitrag angeführten Personen bestens. Die meisten sind durch die ÖVP und Nagl zu ihren Posten gekommen und tanzen daher bedingungslos nach seiner Pfeife. Ihr Vergleich mit Salzburg strotzt nur so von Unkenntnis, und das Bevölkerungswachstum in Graz flacht sich seit 5 Jahren extrem ab und ist mittlerweile sogar rückläufig. Was künftig noch wachsen wird, ist das Grazer Umland, dafür müssen aber dort und nicht in Graz Wohnungen gebaut werden!

calcit
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Ach ja und aus der Opposition kommen die Stimmen der Fachleute?

Und wie hoch ist denn dieser Leerstand überhaupt? Nur irgendwelche politischen Zahlen in den Raum zu werfen ist halt auch nur Propaganda.

BigC
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Liebe Kleine Zeitung

Ihr berichtet seit Tagen, dass fast alle Parteien einen sofortigen Baustopp wollen. Es ist noch nie gestanden, was das bedeuten würde. Könnte man nicht mit Bauexperten, Raumplaner oder Experten aus anderen Städten die das auch gemacht haben einen Artikel verfassen, ob das gut funktioniert oder die schlechten Folgewirkungen eher überwiegen. Danke.

LaoQui
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Experten aus anderen Städten?

Als Graz Tempo 30 einführte (Stadtrat Edegger, ÖVP!), waren wir die Ersten, und alle machten es nach! Derselbe Politiker schuf auch den Slogan "Stadt für Menschen". Leider sind diese Ideen in seiner Partei nur mehr in der Vitrine. Wozu auf "Vorbilder" warten? Es gibt viele gute Beispiele, die kennen wir zwar, aber wir blieben immer beim alten Muster. Dass es jetzt 5 nach 12 ist, weiß jeder, der in der Stadt die Augen offen hält und nicht von Partei-Ranküne verseucht ist: Es wird "wie wild" gebaut, ohne Rücksicht auf die Menschen. Aus einem EFH-Grundstück werden 12,5 Wohnungen, wo Gras wuchs, wird Beton gepflanzt. Bauen geht auch anders, aber nur, wenn nicht die Profitmaximierung, sondern das Wohl der Stadtmenschen den Rahmen vorgeben! Und - wie es eine Partei aussprach - es muss wirklich entsiegelt werden, denn auf diesem schlimmen Status können wir nicht stehenbleiben; wir müssen zurück!

stprei
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Fläche

Der Flächenverbrauch eines EFH ist ja auch das nachhaltigste überhaupt. 150qm Wohnfläche auf einer 800qm Parzelle, dazu eine Terrasse, ein Carport und ein Pool und ein paar Vernindungswege. Der tote Rollrasen, der vom Roboter geschoren wird ist ja ein Insektenparadies, gleich wie der Säulenapfelbaum und der kleingehaltene Ahorn.
Dass nicht alles goldig ist, sagen eh alle. Aber EFH Wüsten, aus denen alle nach Seiersberg oder in den Murpark für das große Samstags-Shopping-Event fahren, das kann doch kein progressiver Zugang für eine wachsende Stadt sein.

Hausverstand
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Maßvolle Verdichtung ist gefragt!

In Graz wird derzeit im Schnitt 1 EFH oder Villa durch 20 Wohneinheiten ersetzt, das ist keine Verdichtung gemäß STEK sondern Vernichtung - von Grünraum, Baumbestand, Wohn- und Lebensqualität der künftigen Bewohner sowie der Anrainer. Die einzigen die davon profitieren sind Immobilien- und Bauwirtschaft (das aber nur kurz). Was der Markt von dieser Entwicklung hält, zeigt der explodierende Leerstand.

calcit
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Das Problem ist halt nur, dass dem auch nicht geglaubt wird...

...so oder so passt das Ergebnis politsch gesehen nicht...

stadtkater
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Nach der Wahl

Ist das alles vergessen.