Neues WahlprogrammKPÖ fordert: Bei Umwidmungsgewinnen soll Grundbesitzer zahlen

Das neue Wahlprogramm der KPÖ steht: Neben Klassikern wie mehr Gemeindebau, gratis Öffis und mehr Grünflächen tauchen auch neue Abgaben im Programm auf.

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KPÖ Kahr
KPÖ-Klubchef Manfred Eber und KPÖ-Aushängeschild Elke Kahr © KPÖ
 

Der Titel ist keine Überraschung. "Wir alle sind Graz" heißt auch diesmal wieder das Wahlprogramm der KPÖ - wie schon 2012 und 2017. "Wir meinen ja wirklich alle mit", so KPÖ-Chef Elke Kahr. Reiche wie Arme, Jung und Alt, "und es gibt ja gar nicht wenige Menschen, die seit Jahren in Graz leben, arbeiten und Steuern zahlen und gar nicht wahlberechtigt sind".

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redlands
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Eine wandelnde Drohung...

als Beispiel sei die Kreuzung Mandellstraße/Sparbersbachgasse angeführt - ein unfassbarer Offenbarungseid und brandgefährlich noch dazu.

Und WAS bitte möchten die Kommunisten ABSCHÖPFEN? Einen imaginären Wert? Oder Teile vom Veräusserungsgewinn??? Das nennt sich in Österreich Immobilienertragssteuer....!! Schon mal gehört??

Inkompetenzmanifest

Hausverstand
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Artikel lesen hilft

Es geht um die Wertsteigerung von Grundstücken in folge von Umwidmung - das hat mit der Immobilienertragssteuer nichts zu tun. Und macht zum Beispiel die CSU in Bayern schon seit Jahrzehnten, auch in anderen Ländern ist das gang und gäbe.

stprei
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ImmoESt

Es gibt doch schon die Immobilienertragsteuer (ImmoESt), die den Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Veräußerungserlös mit einem Steuersatz von 30% besteuert. Ausgenommen sind bloß einzelne Kategorien wie Hersteller (da sonst ja die Wohnungspreise um die Steuer steigen würden, was zusätzlich zur USt anfällt) und Wiederverkäufer von Hauptwohnsitzen (da das die Mobilität reduzieren würde).

Weshalb man nun eine Steuer, die es schon gibt, fordert, kann sich bloß mit Unwissen oder billigen Wahlkampfslogans erklären. Schade, dass hier nicht weiter recherchiert wurde.

menatwork
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@stprei: Unwissen drückt sich in ihrem Beitrag aus, oder ist das etwa Absicht?

Denn Sie verschleiern, dass mit der Immobilienertragssteuer keineswegs die tatsächlich erzielten Gewinne durch Umwidmung versteuert werden, sondern ein vielfach zu gering angenommene Pauschalbetrag in der Höhe von 30% von 14% des Verkaufspreises entrichtet wird, realiter also meist tatsächlich nur 4.2% des Verkaufserlöses.

Zum Einlesen empfehle ich die Seiten des Finanzministeriums.

Überwiegend handelt es sich bei den beispiellosen Umwidmungsgewinnlern um sog. Alt-Grundstücke, bei denen gilt:

"Im Normalfall werden die Anschaffungskosten pauschal mit 86 Prozent des Veräußerungserlöses" angesetzt, was bei ehemals landwirtschaftlichen Flächen, die in Bauland umgewidmet werden, natürlich in keinster Weise der Realität entspricht.

menatwork
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Bei umgewidmetem Grünland 18 Prozent

Korrekterweise werden Altgrundstücke bei Umwidmungen von Grünland in Bauland in jüngerer Zeit höher besteuert, nämlich mit 18% des Verkaufserlösen statt der 4.2.

Die immense Wertsteigerung der Grundstücke in den Ballungsräumen - die ja meist nicht der Eigentümer vorantreibt, sondern die Allgemeinheit, wird damit trotzdem unzureichend erfasst.

Es gilt: Wer früher schon viel Grund besaß, profitiert in den Ballungszentren völlig ohne eigenes Zutun oder Aufwand in höherem Ausmaß und bezahlt dafür weniger Steuern als ein Arbeitnehmer für seinen Arbeitslohn (ab der Steuerfreigrenze).