Bilanz zur Ära NaglAls ihm Graz noch Spaß machte

Wie sich Graz veränderte: tiefe und seichte Spuren, welche von den 18 Jahren der Ära Siegfried Nagl im Bürgermeisteramt bleiben.

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GRAZ-WAHL: KAHR / NAGL / SCHWENTNER
Am letzten Sonntag erlebte Siegfried Nalg eine Niederlage gegen die KPÖ der Elke Kahr © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Bei der Gemeinderatswahl 1998 kandidiert der Innenstadt-Aktivist Siegfried Nagl erstmals für die ÖVP als Quereinsteiger. Die von Helmut Strobl geführte Partei wirbt im Wahlkampf mit einem U-Bahn-Projekt um Zustimmung. Der ersten Welle der Kritik begegnet man beschwichtigend, es sei doch nur eine Mini-Metro – der die Grazerinnen und Grazer offenbar nichts abgewinnen können. Die Wahl endet für die Volkspartei mit Stimmenverlusten, sie rutscht auf Platz drei ab. Die U-Bahn-Pläne verschwinden in der Ablage. Siegfried Nagl zieht als neuer Mann für Finanzen in die Stadtregierung ein. Samt der gelben Sitzbank, welche die ÖVP im Wahlkampf als eine Art Aufbruchssignal verwendet hatte und die nun im Büro des Finanzstadtrates einen neuen Platz findet. Auch als Signal der Erfrischung.

Kommentare (28)
alsoalso
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Naturvergleich

Das kann man auch mit Bäumen vergleichen. Nach langer Amtszeit werden sie starr, später morsch und hohl

feringo
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Vieles war gut, aber nicht alles

Im Gegenpart zu peteras Kommentar, soll Herrn Christian Weniger eine Hochachtung zu seinem Artikel ausgedrückt werden. Positives, das während der Nagl-Ära durchgesetzt wurde, aber auch das Negative, wird erwähnt. Damit wird dem zuletzt fälschlicher Weise entstandenen "Alles war Schmarren"-Eindruck ein einigermaßen neutraler Standpunkt entgegen gesetzt.

petera
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Dieses Hohelied auf Nagl scheint mir schon ein wenig peinlich

vor allem, da man Misserfolge, den äußerst unguten, arroganten Umgang mit politischen Gegnern, seinen fragwürdigen mit Menschenrechten,... gar nicht, oder in Nebensätzen abtut.

Auf der anderen Seite bemüht sich die Kleine Zeitung, die KPÖ mit Kahr bei jeder Gelegenheit schlecht zu machen.

Ich weiß ja wie ihr tickt und wo ihr herkommt Kleine Zeitung, trotzdem könntet ihr euch um Neutralität und Sachlichkeit bemühen.

Kommentare 26-28 von 28