Lenkerin verurteiltAlkoholisiert Unfall verursacht, verletzten Beifahrer im Stich gelassen

Eine 27-Jährige wurde in Graz wegen fahrlässiger Körperverletzung, Imstichlassen eines Verletzten und Verleumdung verurteilt.

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Die Frau steuerte ihr Fahrzeug unter Alkoholeinfluss © 
 

"Das war kein Kavaliersdelikt. Sie wissen schon, dass bei so einem Unfall auch jemand sterben kann“, sagt Richterin
Sabine Schadenbauer-Pichler am Grazer Straflandesgericht zur Angeklagten. Die beschuldigte Frau (27) aus der Osteiermark hat im Sommer alkoholisiert (1,1 Promille) einen Verkehrsunfall gebaut, bei dem einer ihrer Beifahrer schwer, ein zweiter leicht verletzt
worden ist.

Kommentare (3)
HRGallist
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Lenkerin verurteilt

Wenn auch nur ein „strafrechtlicher“ Aspekt, so wird doch deutlich, dass laut Gesetz die Bedeutung des Alk-Unfalls selbst mit den zusätzlichen Gefährdungen „im Schock“ und „aus Angst“ kein schwerwiegendes Vergehen darstellt und sowohl gesellschaftlich als auch politisch akzeptiert ist. Es muss erst „richtig“ Menschenleben kosten, bis strafrechtlich streng eingeschritten werden kann, aber nur, wenn dann auch ein Richter entsprechend handelt.

peso
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6 Monate bedingt und 1200 Euro Strafe für 3 schwere Delikte? ?

Und wenn jetzt noch jemand glaubt, dass die Justiz gerecht urteilt, dann ist ihm nicht zu helfen. Da brauchen sich Richter und Staatsanwälte auch nie mehr wundern, wenn die Politik sie ständig kritisiert. Das ist ein Hohn für alle, die saftige Geldstrafe fürs Schnellfahren oder falsches Parken bekommen

Carlo62
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Die Strafe ist zwar nicht sehr hoch,

aber dies ist ja auch erst der strafrechtliche Aspekt. Hinzu kommen ja noch die Verwaltungsstrafen (für betrunkenes Fahren, für Schnellfahren) dazu wahrscheinlich Führerscheinentzug und dann noch die zivilrechtlichen Haftungen (Schadenersatz - Regress durch die Versicherung). Da kommt schon noch was zusammen!