Mediziner warnt"Dann haben wir bald ein riesengroßes Problem in den Spitälern"

Infektiologe Robert Krause sieht mit Influenza und RS-Viren zusätzliche Belastung auf das Gesundheitswesen zukommen. Wieder 466 Neuinfektionen mit Corona in der Steiermark.

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In der Steiermark wurden am Freitag wieder 466 Neuinfektionen gemeldet, 29 Intensivbetten sind mit Covid-Patienten belegt (bei noch 15 verfügbaren Betten für Covid-19). Schon mehr als 3900 Menschen in der Steiermark gelten derzeit als aktiv infiziert.

Kommentare (33)
rehlein
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@Chruchhill

Könnten Sie bitte Ihren Gedankengang erklären, warum für Geimpfte im Falle einer Infektion kein Intensivbett zur Verfügung gestellt werden sollte?

eratum
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Selbst in Dänemark

steigen die Infektionszahlen aktuell stark an - das ist auch nachvollziehbar, weil der Schutz vor Weitergabe des Virus schon ein paar Monate nach der Impfung nahezu komplett verschwindet (allerdings nicht der Schutz vor schweren Verläufen). Das Problem mit den anderen Viren ist hausgemacht, ein ganzes Jahr lang soviel Hygiene und Lockdown, dass der Körper verlernt, wie er mit diesen Infekten umgehen soll. Und diesmal triffts - im Gegensatz zu Corona - auch die Kinder. Und im Gegensatz zu Corona werden daran leider auch Kinder sterben.
Gibts eigentlich Lösungsvorschläge auch (damit mein ich nicht die Impfung - dieses Thema haben wir durch, viel mehr werdens nicht) oder sind wir wieder an dem Punkt, an dem alle paar Tage ein anderer Experte erzählt, wie schlimm die Lage nicht ist? Irgendwelche Vorschläge zum Ausbau der nötigen Ressourcen/Attraktivierung der Jobs im Gesundheitssektor? Ja? Nein? Weiß nicht?

rb0319
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Irgendwelche Vorschläge zum Ausbau der nötigen Ressourcen/Attraktivierung der Jobs im Gesundheitssektor

Zum Ausbau der Resourcen : Klar, man kann natürlich mehr Studienplätze für Ärzte schaffen, die sind dann in 6-7 Jahren soweit, dass Sie auf Intensivstationen arbeiten können, wie lange es dauert Spitäler ausubauen, und die usätzliche Infrastruktur zu schaffen, weiß ich nicht. Wird aber österreichweit auch mehrere Jahre dauern. Kosten dürfte das Ganze (auch wieder österreichweit gesehen) langfristig im zweistelligen Milliardenbereich. - Sonst noch Fragen zu Alternativen zur Impfung?

GanzObjektivGesehen
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Jeder kann zu jedem Zeitpunkt Übertrager sein.

Die Impfung bietet keinen Schutz vor Weitergabe, macht diese aber sehr unwahrscheinlich.
Wenn man sich einigermaßen an die Hygieneregeln hält....

stprei
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Auffrischung

"Manche melden sich schon vorab und wollen die Auffrischung früher, weil sie wenig Antikörper aufweisen". Wieso kann man diesem Wunsch nicht nachkommen? Es wollen eh viel zu wenige impfen gehen, solang ausreichend Impfstoff da ist, soll man doch auch die zum Zug kommen lassen, die wollen, anstatt für Unbelehrbare oder Uneinsichtige zu bunkern.

rehlein
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@stprei

Das österr. Impfgremium hält sich an die Vorgabe, dass mind. 6 Monate zwischen der 2. Dosis und der Booster-Impfung liegen sollen.
Das mit Impfbeginn die Ältesten zuerst geimpft wurden, kommen die nun als erstes dran.
Die anderen bekommen vor Ablauf der 6 Monate einen Brief der jeweiligen Landesregierung mit der Einladung zur Booster-Impfung.

Da die z.B. 50-Jährigen erst im Mai erstgeimpft wurden, haben die die 6 Monate noch nicht erreicht.

Es gibt unter den Geimpften ja sicher auch ganz viele, die sehr viele Antikörper gebildet haben, da will man nicht, dass es da zu verstärkten Impfreaktionen kommt - deshalb gilt die Impfgültigkeit ja auch für 12 Monate, bei gesunden, jüngeren Menschen.

Vorgezogen werden jetzt die alten Menschen und Risikogruppen, sowie Personal in Pflegeheimen und Krankenhäusern - die ja alle bei den frühesten Impfungen dabei waren.

Auch der Wert der Antikörper sagt nichts über die Schutzwirkung aus.

Es gibt viele sehr junge Menschen, die nur wenige AK gebildet haben, die würde man jetzt auch nicht sofort impfen, wenn sie erst vor 2-3 Monaten geimpft wurden.
Und die wenigsten Menschen lassen überhaupt einen AK-Test machen.

Diese Zahl der Impfwilligen mit geringer AK-Zahl ist relativ klein.

Es wird schwerer sein, diejenigen zur Auffrischungsimpfung zu bringen, die wieder dran wären - darin sehe ich ein größeres Problem.

rb0319
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Es wird schwerer sein, diejenigen zur Auffrischungsimpfung zu bringen, die wieder dran wären - darin sehe ich ein größeres Problem.

Weshalb soll das schwer sein? Die haben ja erkannt, dass es wichtig ist, sich zu impfen.

rehlein
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@rb0319

Warum?

Weil sich viele noch gut geschützt glauben - da offiziell der Greenpaß ja 12 Monate Gültigkeit hat - auch bei den Älteren, und damit meine ich jetzt nicht die über 80 Jährigen, oder Pflegeheimbewohner.

Weil man sich von Impfgegnern beeinflußen läßt, dass die Impfung nicht das hält was sie versprochen hat - was Unsinn ist - die Impfung wirkt gut und macht das was sie sollte - verhindert zum großen Teil schwere Erkrankungen, ICU und Tod, aber eben nicht 100%ig, und das wurde auch nich versprochen.

Was uns in die Suppe gespuckt hat, ist Delta - verminderter Impfschutz, höhere Infektiösität, und längere Krankheitsdauer.

Die Impfungen wurden mit dem Wildtyp entwickelt, von Alpha, Beta und Delta war da noch keine Rede.

Man sieht nun, wie zuvor schon in Israel vermehrt Impfdurchbrüche und Infektionen trotz Impfung, und meint, man kann sich die Boosterimpfung gleich sparen.

Ich kann nicht in die Glaskugel schauen, bin mir aber sicher, dass sich nicht alle bisher Geimpften, dann auch zeitgerecht den 3. Stich holen.

Zu hoffen wäre es, dass sie es tun.

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