Straflandesgericht Graz"Künstlerisches Unwesen" während des Lockdowns: Sprayer verurteilt

202 Mal schlug der 26-Jährige laut Anklage zu und sprühte den Schriftzug "bent" auf Mauern, Transformatoren und Türen. Der Schaden beträgt rund 75.000 Euro.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Im Schwurgerichtssaal musste sich der 26-Jährige vor einem Schöffensenat verantworten © Christian Penz
 

Von Ende Mai 2019 bis Ende März 2020 trieb der Angeklagte sein "künstlerisches Unwesen" - wie es der Richter nannte. Der 26-jährige Angeklagte musste sich wegen schwerer Sachbeschädigung vor einem Schöffengericht unter dem Vorsitz von Richter Andreas Rom verantworten. Insgesamt 202 Tatorte zählte die Polizei, die ein Jahr lang mit den Ermittlungen ordentlich zu tun hatte.

Kommentare (3)
smithers
1
5
Lesenswert?

Aus meiner Sicht ein zu mildes Urteil

€ 1.800,- x 10 wäre aus meiner Sicht eher angemessen.
Es wäre spannend zu erfahren wieviele Arbeitsstunden bei der Polizei in diesem Jahr alleine dafür draufgegangen sind. Ich nehme an, bereits das war ein mehrfaches von den 1800,-.

HRGallist
1
23
Lesenswert?

Straflandesgericht Graz

Wenn alle Menschen, die während des Lockdowns „mentale Probleme“ hatten, zur Spraydose gegriffen hätten, wären Österreichs Hausfassaden unglaublich „verschönt“ worden. Die Frage stellt sich, wie dieser gesellschaftlich unverzichtbare „Künstler“ den angerichteten Schaden laut Urteil wieder gut machen will. Arbeits intensive Aufenthalte auf Baugerüsten für Fassadenverputz könnten hier vielleicht sinnvolle Beiträge leisten und auch eine entsprechende Berufsperspektive eröffnen.

Zwiepack
0
26
Lesenswert?

Man sollte jeden Tag einen erwischen

und möglichst lange einlochen!

Für die wenigen echt kreativen könnte man gezielt Flächen zur Verfügung stellen, aber wildes Sprayen ist eine Sachbeschädigung die geahndet werden muss!