Erste Bank OpenWien droht ein Turnier ohne Österreicher

Das am Montag startende Stadthallen-Turnier kann gleich mit fünf Spielern aus den Top 10 der Tennis-Weltrangliste aufwarten. Aus österreichischer Sicht sieht es hingegen düster aus.

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Bekommt Dennis Novak eine Wildcard? © AFP
 

Das ATP-Tennisturnier Erste Bank Open scheint heuer bei den Spielern besonders gefragt. Im Gegensatz zu einem halben Dutzend Absagen für den laufenden Event in Antwerpen hat Turnierdirektor Herwig Straka bis Donnerstagmittag noch keinen einzigen Rückzieher eines der genannten Athleten hinnehmen müssen. "Die wollen alle in Wien spielen, es ist hohes Interesse", meinte der Steirer. Am Donnerstag trafen die ersten der Akteure ein, so zum Beispiel der Südafrikaner Kevin Anderson.

Der 35-Jährige hat das Turnier vor drei Jahren gewonnen, muss angesichts seiner Weltranglistenplatzierung (aktuell 60.) aber am Wochenende in die Qualifikation. Ob der Güte des Feldes betrifft das auch einige andere Träger klingender Namen. Noch davor schlagen am Freitag (18.30 Uhr) auf dem zweiten Match-Court am Wiener Heumarkt beim Tiebreak-Turnier Asse wie der beim ATP500-Turnier dann topgesetzte Grieche Stefanos Tsitsipas auf, ebenso wie die Lokalmatadore Dennis Novak und Jurij Rodionov.

Novak darf noch hoffen

Letzterer wird ebenfalls in die Qualifikation müssen. Novak ist nach geschaffter Qualifikation von seiner Erstrunden-Niederlage aus Antwerpen angereist, darf je nach Konstellation auf eine Wildcard zumindest noch hoffen. Eine solche hat Andy Murray erhalten. Der bereits 34-jährige Schotte ist Wien-Sieger 2014 und 2016, präsentierte sich zuletzt in aufsteigender Form. "Er ist voll motiviert", wusste Straka von einer vor kurzem geführten Kommunikation mit dem zweifachen Olympiasieger.

Der spanische Jungstar Carlos Alcaraz stand am Donnerstag noch nicht im Hauptfeld, wird in dieses aber entweder noch hineinrutschen oder eine Wildcard erhalten. In diesem Fall müssten die Lokalmatadore über die Qualifikation zu verhindern versuchen, dass es einen Einzel-Hauptbewerb ohne heimische Beteiligung gibt. Das ist durch die verletzungsbedingte Absenz von Dominic Thiem möglich, der Wien-Sieger 2019 wird in den nächsten Wochen seinen seit Juni 2016 gehaltenen Top-Ten-Status verlieren.

Fünf Spieler aus den Top 10

Aber auch ohne dem 28-Jährigen stehen gleich fünf aktuelle Top-Ten-Spieler - Tsitsipas (ATP-3.), Alexander Zverev (GER-4.), Matteo Berrettini (ITA-7.), Casper Ruud (NOR-9.) und Hubert Hurkacz (POL-10.) - im Raster. Tsitsipas und Zverev werden am Center Court in der Stadthalle spielen, alle anderen sind Kandidaten für das "Tennis 2 Go"-Konzept in Wien-Landstraße. Dort sollen auch mehrheitlich die Doppel gespielt werden, da sind wiederum auch Tsitsipas und Zverev (mit Jürgen Melzer) genannt.

Damit sollten fast alle Spieler in der "Neben-Location" zu bewundern sein, und das auch beim Training. Der Trainingsplan wird auf der Website veröffentlicht, man kann also zielgerichtet dafür eine Zweistunden-Zeitkarte erwerben. Auch auf dem B-Court der Stadthalle wird trainiert. In Wien-Landstraße wurde die gesamte Infrastruktur der Stadthalle vom Aufwärm- bis zum medizinischen Bereich gedoppelt und mit Einbeziehung des benachbarten Hotels Intercontinental aufgebaut.

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