Corona-MissmanagementRechnungshof übt scharfe Kritik am Corona-Chaos

Schlechte Datenlage, überfordertes Contact Tracing und Kommunikationsstörungen: Der Rechnungshof lässt am österreichischen Corona-Management kein gutes Haar.

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Der Rechnungshof kritisiert die Corona-Politik von Bund und Ländern als chaotisch
Der Rechnungshof kritisiert die Corona-Politik von Bund und Ländern als chaotisch © (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
 

Der Rechnungshof übt scharfe Kritik an der Corona-Politik in Österreich. Das zeigt ein mehr als 200-seitiger Rohbericht, der der Kleinen Zeitung vorliegt. Vor allem zu Beginn der Pandemie fehlte es an Kommunikation und Kooperation zwischen Bund und Ländern. So habe es etwa keinen Überblick über die vorhandene Schutzausrüstung gegeben.

Verschiedene Datengrundlagen

Die vielen verschiedenen Datengrundlagen hätten im Laufe der Pandemie nicht geholfen, kritisiert der Rechnungshof: Gesundheitsministerium, Innenministerium und Länder hätten „in unterschiedlichen Formaten zu unterschiedlichen Zeitpunkten Daten mit unterschiedlichen Auswertungszeitpunkten und unterschiedlichem Detailgrad, die sich mitunter auch in ihrer Definition unterschieden“, veröffentlicht.
Im weiteren Lauf der Pandemie sei es häufig zu Unklarheiten in den Datensätzen gekommen. Darunter habe das „Vertrauen der Bevölkerung in die Behörden“ gelitten. In weiterer Folge habe es auch der Akzeptanz der Pandemiemaßnahmen geschadet, heißt es im Bericht.


Zu wenig Contact Tracer

Darüber hinaus kritisiert der Rechnungshof auch die Datenerhebung selbst. Gerade zu den Höhepunkten der Infektionswellen stießen die Contact-Tracing-Systeme an ihre Grenzen. Das habe laut Bericht auch an einem Mangel an Personal gelegen, der auch im Sommer 2020 nicht ausreichend behoben wurde. Infektionen konnten so keinem Cluster zugeordnet werden, Ansteckungen bei fremden Personen – etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln – blieben so „nahezu unentdeckt“.

Erschwert wurde die Datenauswertung weiters, da die Länder unterschiedlich häufig testeten: So gab es in Tirol und Vorarlberg Ende 2020 rund doppelt so viele Tests pro Kopf wie in Kärnten und Oberösterreich. Die Testgründe waren aber weitgehend unbekannt.

Folgeschäden nicht erhoben

Kritik üben die Prüfer auch an mangelnden Erhebungen zu Folgeschädaufen aufgrund aufgeschobener Operationen und reduzierter Arztkontakte: „Kritisch zu beurteilen war auch, dass kein Konzept für eine begleitende Erforschung von Langzeitfolgen durch eine Covid-19-Erkrankung, Folgeschäden durch eingeschränkte Leistungen während der Covid-19-Pandemie oder für einen veränderten Bedarf der Bevölkerung, etwa aufgrund verschobener Operationen, bestand.“

EMS einigermaßen in Ordnung

Zaghaftes Lob findet der Rechnungshof für das Epidemiologische Meldesystem (EMS): Das elektronische Register zur Eintragung von Infektionskrankheiten tauge grundsätzlich auch zur Meldung von Ansteckungsfällen.
Das Gesundheitsministerium habe es allerdings nicht geschafft, das EMS für eine fortlaufende Überwachung der Covid-19-Fälle weiterzuentwickeln. „Die Anwendung des EMS auf die Covid-19-Pandemie bleib in einigen Punkten unklar, insbesondere hinsichtlich des Monitorings der Absonderungsmaßnahmen und der Krankheitsverläufe.“ Auch weil die Länder das Epidemiegesetz unterschiedlich auslegten und in verschiedenen Arbeitsabläufen und IT-Systemen umsetzten. Das Gesundheitsministerium konnte daher anhand der Daten etwa nicht beurteilen, ob infizierte Personen rasch genug abgesondert wurden.

Der Rechnungshof empfiehlt nun, das EMS weiterzuentwickeln, um Absonderungsmaßnahmen und Krankheitsverläufe besser dokumentieren zu können. Zudem sollen Bund und Länder ihre Datenerhebungen vereinheitlichen und synchronisieren. Weiters sollen Vorgaben für Schutzausrüstung und medizinische Geräte geschaffen werden.

Kommentare (88)
hortig
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@UHBP

Woher weiß der rote Hellseher, dass ich nicht weiß wozu der Rechnungshof da ist. Lesen der Postings würde sich da empfehlen, aber das ist ist schon zuviel verlangt

Natur56
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@hortig

ja leider traut sich eh schon keiner mehr seine Meinung zu sagen denn nur die Roten sind das Maß aller Dinge und wissen alles besser. Gleich wie die Grünen mit ihrer Elektroautopolitik.

deCamps
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Es ist halt das typisch österreichische. in unserer Gesellschaft.

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Nahezu täglich Tausend differenzierten Meinungen aus allen aller Bereiche insbesondere der Oppositionellen, was ich lesen und hören konnte, nicht anders differenzierte Artikel über das gleiche Thema in den Medien. Egal was die Regierung beschließt und verlautbart. Man ist im Prinzip dagegen ohne es aber begründen zu können oder zu sagen wie man es machen könnte aber nicht gemeinsam, sondern noch dazu jeder hat seine persönliche und parteiliche ideologische Meinung dazu.
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Anscheinend ist den neunmalklugen österreichischen Besserwisser samt Institutionen wie Rechnungshof und aller 3 politischen Ebenen entgangen das bis heute weltweit in allen Länder und Gesellschaften seit Beginn der Pandemie Entscheidungs- und Verantwortungsträger in Politik, Wirtschaft und Bürokratie schlicht und einfach über Strecken noch immer überfordert sind. Kann man auch ich sage als geregeltes Chaos ansprechen.
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Und Österreich ist mit anderen Länder und Gesellschaften und den darin lebenden Menschen nicht vergleichbar. Der Österreicher: Ich bin im Prinzip dagegen, dass ich dagegen bin. Kann sich wer vorstellen, wenn die Regierung tatsächlich Klartext sprechen würde? Und aus anderen Länder erfolgreiche Maßnahmen übernehmen würde. Dann gebe es tatsächlich ein Chaos.

wolff02
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deCamps

Eigentlich alle Skandinavischen Länder haben ihre Handlungen Zentral organisiert und sind damit gut gefahren weil sie auch bei Fehlern diese sofort korrigiert und sich bei der Bevölkerung dafür entschuldigt haben. Währenddessen war bei uns ein Kompetenzgerangel und immer wer anderer Schuld. Es hat sich gezeigt das unsere Verwaltung noch nicht wirklich in der digitalen Zeit angekommen und organisiert ist. Das Drama dabei ist man hat in den 18 Monaten nichts daraus gelernt und wurschtelt halt so weiter.

deCamps
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wolff02 Das Drama dabei ist man hat in den 18 Monaten nichts daraus gelernt und wurschtelt halt so weiter.

Das ist eben Österreich. Keine klaren Linien, nur Kritik und Schuldzuweisungen an die Regierung, aber keine Lösungen anbieten. Die Regierung, oppositionelle und die Bürokratie sind ein träge dahinfließender Strom, der es jeden recht machen möchte. Und niemand möchte die Realität sehen.

deCamps
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Das ist eben Österreich mit seinen Föderalismus und seiner Bürokratie auf allen politischen Ebenen und Netzwerke.

.
Unsere seit Kriegsende durch Jahrzehnte vielfältig gewachsenen Strukturen und der damit verbundene Föderalismus der sich in allen 3 politischen Ebenen und durch die parteiliche Machtpolitik und seine entstandenen parteipolitischen Netzwerke manifestiert hat, bringt jetzt nach der Internationalisierung u.a. durch die EU eine sichtbare immer stärker werdende Auseinandersetzung in der Gesellschaft. Immer mehr versucht die Politik aller Parteien mit tausenden differenzierenden Meinung den Bürger zufriedenzustellen, was aber nicht gelingt.
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Wir sind nicht mit anderen Länder und Gesellschaften und den darin lebenden Menschen vergleichbar.

wolff02
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deCamps

Eigentlich alle Skandinavischen Länder haben ihre Handlungen Zentral organisiert und sind damit gut gefahren weil sie auch bei Fehlern diese sofort korrigiert und sich bei der Bevölkerung dafür entschuldigt haben. Währenddessen war bei uns ein Kompetenzgerangel und immer wer anderer Schuld. Es hat sich gezeigt das unsere Verwaltung noch nicht wirklich in der digitalen Zeit angekommen und organisiert ist. Das Drama dabei ist man hat in den 18 Monaten nichts daraus gelernt und wurschtelt halt so weiter.

deCamps
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stimme ich ihnen zu

nur sie können siehe meinen Beitrag was durch Jahrzehnte gewachsen ist über Nacht nicht reformieren oder die Menschen zum Umdenken bringen. Egal wo auf dieser Welt- (siehe Afghanistan, die arabische Revolution und .....) und wie erging es den Russen ab 1918 (Ende des Zarismus) bis 2021?

selbstdenker70
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...

Zum kritisieren gibt es viel. In meinen Augen verdienen die PCR Testungen die größte Kritik. Top Virologen fordern schon ewig die einheitliche Kalibrierung. Ist aber nicht passiert. Top Virologen fordern schon ewig den Schwerpunkt auf den CT Wert zu setzen. Es gibt Berechnungen wonach zwischen 40 und 60% der PCR positiven unnötig abgesondert werden oder noch sind, weil lt CT Wert, der ja nicht einbezogen wird, eine Übertragung, sprich Weitergabe, gar nicht mehr möglich ist. Lässt man sich in einer Teststraße testen bekommt man diesen Wert überhaupt nicht zu sehen. Lässt man sich in einer Apotheke testen bekommt man die volle Auswertung. Der Witz, dort darf man aber als “ positiver“ nicht hin. Da sitzen Menschen mit einem CT Wert von über 35 zuhause, der PCR Test schlägt aber noch immer an. Die könnten dir mitten ins Gesicht husten und nichts passiert....

augurium
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RH

hat sicher recht- es war vielfach ein Chaos. Nur erkannte zuerst niemand die Pandemie. Selbst die vielen Experten hatten unrecht (Kinder erkranken nicht!). Das Gesundheitsministerium mit AGES... ist Chaos. Schlechte Software, keine Verknüpfung der Daten. Bis heute nicht geschafft einheitliche Infektionzahlen zu präsentieren (EMS, Krisenstab). Sneaker Minister schiebt unangenehme Dinge den BL zu, seine Erlässe/Verordnungen sind unklar....
Auch in der Stmk. herrscht noch immer Chaos, die Verantwortlichen sind überfordert, es hat keine Konsequenzen! Wir hinken bei den Dosen noch immer weit hinter OÖ, NÖ nach (ORF/Corona). Kärnten ist bei der Organisation weit besser!

Lodengrün
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Völlig richtig

man muss aber festhalten das die Regierung Kurz I eine Stelle die für solche Dinge eingerichtet war, AUFGELÖST hat.

hortig
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@lodengruen

Stimmt, aber deshalb, weil man diese Stelle ewig nicht gebraucht hat, und wer wusste damals schon von Corona..

UHBP
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@hor...

Und noch dazu war sie von einer nicht Trükis/Blauen Person besetzt. Da ist wohl auflösen der einzige Weg sie loszuwerden. Auch wenn es dann viele Menschenleben kostet.

neuernickname
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Beamte sollten eigentlich nicht zu Parteien gehören, UHBP.

Schon mal was von Gewaltentrennung gehört?

UHBP
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@neu...

Wo lebst du? Hintern Mond?
Aber abgesehen davon, was hat das mit Gewaltenteilung zu tun? Beamte sind Teil der Exekutive und wo ist das Problem. Die Regierung, nur so zur Info, ist ebenfalls teil der Exekutive.

neuernickname
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UHBP Wie ist es dann möglich, dass ständig nach schwárzen Netzwerken gesucht wird

wenn das eh normal ist?

Bist du Beamter und wenn ja, arbeitest du für eine Partei oder für alle Bürger.

Muss ich mich als Nicht-SPÖler jetzt fürchten anders behandelt zu werden?

Lodengrün
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Auch richtig lieber @hortig

wenn man dem aber gegenüberstellt wie viele Stellen und Abteilungen man geschaffen hat nur um sie ins rechte Licht zu rücken relativiert sich das wieder. Obwohl ich nie meinen Lebensabend in der Schweiz verbringen möchte, was aber Vertretung und Verwaltung betrifft begrüße ich ihr System schon. Dem gegenüber hat Österreich Dinge die sie wiederum nicht und für uns Gewicht haben. Eine schöne Woche wünsche ich Dir und Deinen Lieben auf diesem Wege.

Lodengrün
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Im Appenzeller Land

bin ich so 2-3 x im Jahr. Habe ich frei dann bin ich in den Bergen. Sollst Dich einmal umschauen was da so ein Häuschen, eine Wohnung kostet. Du würdest aus dem Staunen nicht rauskommen.

hortig
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@lodengruen

Das weiß ich, mein Neffe arbeitet an der Uni Zürich. Hat ein kleines Kind und mir erzählt, was so allein ein Kindergarten in der Schweiz kostet, und was Wohnungen in Zürich kosten.
Ich war 1992 eine Woche Urlaub in Sion, schon damals ein Geldvernichter....

laster
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@hortig

man muss aber schon auch auch die Einkommen in der Schweiz in Relation stellen.

hortig
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@laster

Dann erkundige Dich zb. was ein Kindergarten kostet, da wirst aber schön schauen. Das mit den tollen Einkommen und der Relation zu gewissen Kosten ist nicht ohne

neuernickname
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Lodengrün Das ist einfach unlauter von "draußen" reinzukeppeln und die österreichische

Demokratie da massivst anzugreifen.

Das tut man nicht - auch als Wahlschweizer nicht.

hortig
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@lodengruen

Du hast vollkommen recht. Aber seit Jahrzehnten getraut sich niemand an der Beamtenreform. Wie du richtig sagst, eine Abteilung wird rationalisiert, vier neue geschaffen. Als Beispiel, Landes, Stadt, Bezirkschulbehörde. Etc. Die einzigen die das geschafft haben waren Schützi und Voves. Aus 50, 25 Landesabteilungen, und die Gemeindezusammenlegung.
Schöne Woche Dir und den Deinen im Emmentalerparadies

CloneOne
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Bis jetzt hat jede

österreichische Regierung versagt-warum soll es in einer Pandemie anders laufen? Österreich wird von ahnungslosen geführt die im Zivilleben kein Jahr eine Firma am Leben erhalten könnten. Man braucht in Österreich keine Qualifikation als Politiker. Der Rest ergibt sich

neuernickname
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Im Grunde ist das Chaos logisch. Der Grund: Föderalismus

Wenn die linke Hand nicht wissen will, was die rechte tut und umgekehrt.
Da ist Chaos Programm.

UHBP
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@neu...

Ja, der Föderalismus macht vieles nicht einfacher. Nur in diesem Fall (Gesundheitswesen) ist es ganz klar geregelt. B-VG Art. 10, Abs 12)
Der Bund ist ALLEINE zuständig!!!!!
Aber es ist halt leichter die Schuld auf andere zu schieben.

neuernickname
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Mein Gott, so ein Topfen - der Bund ist ALLEINE zuständig wird geplärrt.

Jo eh, der Mückstein hat eh schon beim Impfen aushelfen müssen, weil die Länder nix zusammengebracht haben.

Geht kommts, das ist ja lächerlich, dieses hysterische Gekreische hier.

calcit
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Nicht nur der Förderalismus alleine...

...auch die parteipolitische Taktiererei: "Es kann ja nicht sein, dass sich ein roter LH an die Vorgaben einer türkisen Regierung hält." Das wäre ja ein Eingeständnis der Schwäche...

UHBP
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@cal...

Ein Eingeständnis der Schäche ist es, wenn die Bundesregierung es den Ländern überlässt, welche Maßnahmen sie setzen kann. Es war eine Entscheidung der Bundesregierung nicht zu entscheiden.
Aber für Türkiese sind sowieso immer die anderen schuld.
PS: So nebenbei macht die Bundesregierung, mit einiger Verzögerung (damit der einfache türkise Wähler es nicht mitbekommt), das, was das Rote Wien vorgibt.

neuernickname
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UHBP - Da Sie das ganz offenbar nicht wissen - hier Nachhilfe in Staatsbürgerkunde:

"Das bundesstaatliche Prinzip betrifft den Föderalismus. Österreich ist weder ein Staatenbund noch ein Einheitsstaat. Das Verhältnis der Bundesländer zueinander und zum Bundesstaat wird durch innerstaatliches Recht, nicht durch Völkerrecht geregelt. Dieses Prinzip ist in Artikel 2 Absatz 1 des B-VG verankert: „Österreich ist ein Bundesstaat.“

Jede Materie der Gesetzgebung oder Vollziehung ist in den Artikeln 10-15 B-VG („Kompetenzartikel“) entweder dem Bund oder den Bundesländern zugeordnet. Eine Konkurrierende Gesetzgebung wie in Deutschland ist der österreichischen Verfassungsordnung fremd."

Die Webseite heißt rechteasy - ich würd an Ihrer Stelle da mal reinlesen, UHBP.

UHBP
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@neuer...

Hast du dein Wissen aus der Basti-Post? :-)))
In der Bundesverfassung Art. 10, steht: "Bundessache ist die Gesetzgebung und die Vollziehung in folgenden Angelegenheiten:"
und unter Absatz 12: "Gesundheitswesen mit Ausnahme ...."
Wenn man sich auf was bezieht, sollte man es schon kennen. Aber nach den Däumchen und Kommentaren zu schließen, bist du nicht allein unter jenen die viel Schreiben und wenig Wissen.

neuernickname
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BP - Dann lies halt weiter bei den Ausnahmen

...

UHBP
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@neu...

Ja, ließ die Ausnahmen. Aber die scheinen dir wohl zu lang oder du hast sie nicht verstanden.
"12.: Gesundheitswesen mit Ausnahme des Leichen- und Bestattungswesens sowie des Gemeindesanitätsdienstes und Rettungswesens, hinsichtlich der Heil- und Pflegeanstalten, des Kurortewesens und der natürlichen Heilvorkommen jedoch nur die sanitäre Aufsicht; Maßnahmen zur Abwehr von gefährlichen Belastungen der Umwelt, die durch Überschreitung von Immissionsgrenzwerten entstehen; Luftreinhaltung, unbeschadet der Zuständigkeit der Länder für Heizungsanlagen; Abfallwirtschaft hinsichtlich gefährlicher Abfälle, hinsichtlich anderer Abfälle nur soweit ein Bedürfnis nach Erlassung einheitlicher Vorschriften vorhanden ist; Veterinärwesen; Ernährungswesen einschließlich der Nahrungsmittelkontrolle; Regelung des geschäftlichen Verkehrs mit Saat- und Pflanzgut, Futter-, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie mit Pflanzenschutzgeräten, einschließlich der Zulassung und bei Saat- und Pflanzgut auch der Anerkennung;"

neuernickname
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Tja - UHBP und daher ist der Bund auch nicht ALLEIN zuständig.

Du kannst auch noch ein bisserle weiterlesen, und dich erinnern, was dein Landeschef Ludwig gefordert hat und auch die anderen Landesfürsten - als sie das Management an sich gerissen haben.
Daher behauptest du Dinge, die einfach FALSCH sind.

Aber ich werde juristische Kapazunder wie dich einfach ignorieren. Die roten Falken sind für mich ein Anachronismus in einer Demokratie.

Tschüss.

UHBP
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@neu...

Wo steht den in der Verfassung, dass der Bund nicht alleine zuständig ist?
Das die Länder freiwillig, da sie die Unfähigkeit der Bundesregierung gesehen haben, Kompetenzen übernommen haben - die ihnen der Bund erst gegen hat - ist eine andere Geschichte. Der Bund hätte es auch anderes regeln können. Aber das musst du nicht verstehen.
Wenn der Bund es auch nur ansatzweise hinbekommen hätte, hätte er sich nichts "herausreissen" lassen.

neuernickname
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Und - weil es du bist UHBP - so sieht das aus:

"Hinsichtlich der Spitäler beschränkt sich die Gesetzgebungskompetenz des Bundes auf die Vorgabe von Grundsätzen. Die Zuständigkeit zur Erlassung von Ausführungsgesetzen und zur Vollziehung liegt bei den Bundesländern. Es sind auch die Länder, die eine aus-reichende Versorgung mit Krankenhausleistungen zu gewährleisten haben."

Der Bund ist nicht ALLEIN zuständig.
Und außerdem gibt es diesen §
Artikel 15a.

(1) Bund und Länder können untereinander Vereinbarungen über Angelegenheiten ihres jeweiligen Wirkungsbereiches schließen. Der Abschluss solcher Vereinbarungen namens des Bundes obliegt je nach dem Gegenstand der Bundesregierung oder den Bundesministern. Vereinbarungen, die auch die Organe der Bundesgesetzgebung binden sollen, dürfen nur von der Bundesregierung mit Genehmigung des Nationalrates abgeschlossen werden, wobei Art. 50 Abs. 3 auf solche Beschlüsse des Nationalrates sinngemäß anzuwenden ist; sie sind im Bundesgesetzblatt kundzumachen.

neuernickname
1
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Da steht das:

Artikel 2.

(1) Österreich ist ein Bundesstaat.

(2) Der Bundesstaat wird gebildet aus den selbständigen Ländern: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien.

Der Bund ist NICHT alleine zuständig. Österreich ist eine FÖDERATION.

UHBP
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@neu...

Bis jetzt habe ich ja geglaubt du willst es nicht verstehen, aber jetzt glaube ich fast, du kannst es nicht verstehen.
Es geht hier ausschließlich um die Zuständigkeiten im Gesundheitswesen und nicht darum das Österreich ein Bundesstaat ist.

neuernickname
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Und in dem Rechnungshofbericht gehts um ganz was anderes

Also richte deine Beflegelungen an dich selber.

Im RH gehts hauptsächlich um die ORGANISATION und die Datenverarbeitung und für die, mein Parteiischer, ist NICHT der BUND ALLEIN zuständig.

Hast es jetzt?

voit60
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Und der Herr Kurz

Kann dann eigenmächtig eine Quarantäne in Tirol ausrufen. Türkiser, wie ist das dann möglich?

neuernickname
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Hör mal zu, Roter, ich bin KEIN Türkiser, daher reagier ich auf die Provokation gar nicht, Roter

Mich interessiert euer Parteifirlefanz net. - geht das in eure Partei-Kopferln irgendwann mal rein?
Ich arbeite für keine Partei - ich bin in der Risikogruppe für schweren Covid-Verlauf, darum interessiert mich das Thema - net wegen irgendwelchem tausenmal wiedergekäuten Parteitopfen.

Richt das deinen Genossen ENDLICH aus, Roter, akzeptiert das einfach, dass mich Kurz oder Rendi und die ganze Gesellschaft nur insofern interessiert, als ich ein BÜRGER dieses Staates bin.

Und der Kickl hat die Geimpften verbal ANGEGRIFFEN, gegen so etwas WEHRE ich mich verbal.
Kickls Art die Demokratie zu mißbrauchen, AKZEPTIERE ICH NICHT. Kapiert. Net weil ich irgendeine "Partei" unterstützen muss - oder sonst einen Bockmist.

Euer Parteigezänk machts bitte in Landtagen, Gemeindestuben oder im NR untereinander aus.
Net hier und net mir mir .Roter. hast das verstanden?

calcit
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Wenn sie eine Ahnung von den sogenannten "Kompetenzartikeln" in der Verfassung hätten...

...würden sie wissen was der Bund regeln darf und was die Länder. Sie sind ja dann auch der erste der sich dann wieder darüber aufregen würde wenn die Regierung sprich der Bund den Ländern zu viel vorschreibt...

UHBP
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@cal..

BV, Art.10 Abs.12. Dort steht das der Bund alleine fürs Gesundheitswesen zuständig ist.
Muss man als nicht wissen. Dann sollte man aber auch nicht so tun wie wenn man von irgendetwas eine Ahnung hätte ;:))
PS: Das gilt auch für die einfachen Däumchendrücker

9956ebjo
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UHBP

Das war aber der Wunsch der Länder….

calcit
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Aber der intelligente rote Wähler kennt sich ja aus...

...in der Verfassung, den gesetzlichen Vorgaben oder tut auch nur das was ihm ein Wiener Bürgermeister vorschreibt...

UHBP
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@cal..

Im Gegensatz zum türkisen Wähler :-))

GordonKelz
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Alle Kräfte bündeln um jene ins Boot zu

holen, die bis jetzt VERUNSICHERT waren ,
das geht aber nicht so wie am gestrigen Sonntag, das es nur auf der Messe in Klgft.
eine Möglichkeit zur Impfung gibt, wo sind die Plakate, die Videos im Kino, die Inserate
in Zeitungen, die IMPFBUSSE die ins kleinste Dorf kommen....und gleichzeitig Druck von Seite des Gesetzgeber! Es steht die Gesundheit unseres Landes auf dem Spiel!
Das müsste doch von der Wertigkeit her, höher als ein Wahlkampf eingestuft sein, bis jetzt erkennt man das NICHT...!!!!?
Gordon

Ichweissetwas
20
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ja und?

hilft es, wenn dies der Rechnungshof kritisiert ?
Traurig, dass Geimpfte trotz des "Stiches" schwer erkranken können....!

romagnolo
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Zum wiederholten Male.

Das stimmt nur in Ausnahmefällen, wenn Vorerkrankungen bestehen, die den Impfeffekt einschränken( z.B. Immunsuprimierte).

voit60
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Wer sagt das

Servus TV?

Ragnar Lodbrok
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Endlich...

...

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