Immigrantin vs. FPÖ-PolitikerGhorbani - Eustacchio: Wie wird die Fremde zur neuen Heimat?

Wie nähern sich Neuankömmlinge dem Fluchtort Österreich? Was macht die persönliche Begegnung, mit denen, die sie ablehnen? Eine Annäherung abseits von Rhetorik und Politik.

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Elnas Ghorbani und Mario Eustacchio © 
 

Herr Eustacchio, Ihr Ururgroßvater Angelo Eustacchio kam aus Buia bei Udine mit dem Pferdewagen nach Graz, um hier Salamiwürste und Käse an italienische Ziegelarbeiter zu verkaufen. Gibt es noch familiäre Verbindungen?
MARIO EUSTACCHIO: In der Monarchie gehörte Friaul zu Österreich, heute ist es Italien. Wir haben noch Verwandte dort.

Kommentare (34)
rouge
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Ich dachte,

es gibt seit Hofer einen Kreide-Engpass bei den Blauen.

Baldur1981
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haha

Was macht der Herr E-Ustacchio (er sagt es ja immer so) jetzt, ohne Wein auf Steuerzahlerkosten? Was hat die FPÖ eigentlich je für Graz getan?

HASENADI
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Die Antwort kommt von Eustacchio selbst:

"Ich fühle mich primär den österreichischen Bürgern verpflichtet, die mich gewählt haben." (sic!)
Das muss man sich langsam auf der Zunge zergehen lassen...

Baldur1981
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Reste

Ja, 10 Prozent Restnarren halt

gehtso
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tja, so gesehen

hat der Herr Eustaccio nur das Glück gehabt, dass schon sein Ururgroßvater zugewandert ist, sonst wäre er jetzt der Migrant! (aber das war ja damals natürlich noch Österreich, also keine Fremden!)

Heike N.
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Man sollte sich den Lebenslauf genauer betrachten

kurz nach der Geburt des waschechten Österreichers Eustacchio ging’s nämlich mal für 7 Jahre nach Deutschland, nach Ulm

Ja darf man das so einfach? Nachdem in den 60ern kein Krieg und keine Verfolgung in Österreich war, darf man annehmen, dass das andere, vielleicht wirtschaftliche Gründe waren. Da schlägt’s doch dem Fass den Boden aus, oder was. Und die ham sie genommen, die durften dort arbeiten und nix von: hast zu Hause was zu beißen, geh doch in die Schluchten scheißen.

Aber wenn man sonst kein vernünftiges Thema hat, dann prügelt man halt auf die ärmsten und schwächsten der Gesellschaft ein, auf die, die sich schwer wehren können. Und wenn es denen dann mal reicht und es zu Gewalt kommt, dann kann man sich gemütlich zurücklehnen und süffisant anmerken, man habe es ja schon immer gewusst.

Zuckerpuppe2000
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Aber

Österreich und Deutschland haben keine so grossen Kulturunterschiede wie Österreich und unsere lieben Migranten aus fernen (muslimischen) Ländern. Und vermutlich waren seine Fam. keine Flüchtlinge mit fremder Kultur und Sprache. Wenn man es genau nimmt….

Heike N.
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Genau genommen

ist er Italiener, auch wenn das Gebiet damals Österreich war. Sein Genpool ist ziemlich sicher divers dem des zweiten Xenophoben Urösterreichers HC Angst.

Diese genetische und kulturelle Vielfalt löst dann bei mir auch immer gequälte Erheiterung aus, wenn Typen wie Sonnenstich von Österreichstämmigen sprechen.

Und er und seine Familie sind dorthin gezogen, aus dem absolut verabscheuungswürdigsten Grund überhaupt: Sie wollten besser leben

Lodengrün
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Wundert mich überhaupt

warum man den Identitären Eustacchio hier zu Tische bittet. Ich hätte die Worte von ihm vorab schicken können. Abgesehen davon das er nichts zu sagen hat was Substanz hätte, gibt er das wenige Substrat wieder und wieder gebetsmühlenartig wieder.

X22
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Man stelle sich Wahlveranstaltungen der FPÖ vor, bei der der Herr Eustacchio, in dieser Manier, sein Bestes geben würde

wie glaubwürdig wäre er bei den anwesenden Stammwählern, würden sie ihn von der Bühne jagen? Die zwei Seiten gibt es, nur bei welcher Variante müsste er sich mehr verbiegen, welche ist der Gesinnung näher, betrachtet auf die tatsächlichen Umstände, dass die Mehrheit der neuen Mitbürger eh in Ordnung sind, nur halt ein bißchen anders im kulturellen Auftreten, wie erklärt er das den Stammwählern ...

peso
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Falls es die KLZ noch immer nicht kapiert hat oder am Ende gar mit Absicht ignoriert

NIEMAND (Ausnahmen gibt es natürlich immer und in jeder Gesellschaft) hat etwas gegen Kriegsflüchtlinge, wenn sie in Ihrer Heimat bedroht werden. Aber sehr, sehr viele haben etwas gegen Wirtschaftsflüchtlinge, die dann auch noch unsere Kultur ablehnen und nur ihre eigene Kultur ausleben wollen.

RonaldMessics
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Heimat ist....

....das Regionale, das unmittelbare auf Geist und Seele einwirkt und somit Bestandteil deiner Persönlichkeit ist.

Wambacher
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Bravo Elnaz!

Schön, dich wieder einmal zu sehen und deine tolle Entwicklung miterleben zu dürfen, die sich bereits sehr früh abgezeichnet hat und für die du hart kämpfen musstest. Du bist schon heute ein großes Vorbild für junge Frauen, die zu uns kommen und schließlich hier leben, aber auch für alle jungen ÖsterreicherInnenIch. Ich bin mir sicher, du wirst eine ganz große Tochter Österreichs werden, auf die wir stolz sein können. Alles erdenklich gute für dich und deine Familie!

Wambacher
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Bravo Elnaz!

Ich kenne Frau Ghorbani und ihre Familie persönlich und kann nur sagen, dass wir ÖsterreicherInnen uns glücklich schätzen können,, sie hier zu haben. Sie hatten von Anfang an das Ziel, sich hier zu integrieren und beruflich weiterzukommen und etwas in unsere GEsellschaft einzutragen. Das war sofort spürbar. Wir brauchen in Österreich solche Menschen, egal welcher Herkunft.
Frau Ghorbani wurde im Iran als Mädchen Bildung verwehrt, trotz ihres Potenzials. Wie dumm können EntscheidungsträgerInnen sein, sie schaden sich und ihrer Gesellschaft damit gravierend.
Frau Ghorbani hat sich mir vom ersten Tag ihrer Ankunft an als ausgesprochen lernwillig und interlligent herausgestellt und nach 2 Monaten für ihre Familie gedolmetscht, weil sie so schnell Deutsch gelernt hat. Danach hat sie die NMS im Eilzug abgeschlossen.
Ich dachte mir schon damals: Das Mädel wird studieren und in der Wissenschaft Österreich wertvolle Dienste leisten. Lange musste die Familie aber um einen Aufenthaltstitel zittern und der Vater tatenlos zuhause sitzen, bis er endlich arbeiten konnte. Er entstammt einer Tischlerfamilie. Facharbeiter brauchen wir doch derzeit dringender denn ja, wir sollten Sie mit offenen Armen aufnehmen!
Ich bin mir sicher, wir werden noch öfter von Frau Ghorbani hören. Alles Gute liebe Elnaz, iich bewundere dich! Du bist ein großes Vorbild für alle Jugendlichen in Österreich und über Österreichs Grenzen hinaus!

Dr.B.Sonnenfreund
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Die linke Stadtregierung

Kann jetzt ja alle mit offenen Armen aufnehmen. Ob wir uns da nicht a bissi übernehmen, bleibt ja abzuwarten. Die nächsten Wahlen bzw Neuwahlen werden zeigen, ob dann wirklich alle noch so happy sind und euphorisch für Hammer und Sichel stimmen.

Wambacher
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bitte genau informieren...

...bevor sie so etwas in den Raum stellen. NIemand wird mit offenen Armen aufgenommen. Es gibt die UN Menschenrechtskonvention und nach der hat sich auch Österreich durch Unterzeichnung verpflichtet, Menschen naderer Länder, die an Leib und Leben bedroht sind, Einlass in ihr sicheres Land zu gewähren. leider wird diese seit 2015 mit Füßen getreten.
Danach folgt ein Ablauf, bei dem vom Staat festgestellt wird, wer unter welchem Titel im Land bleiben darf und wer nicht. Das dauert oft Jahre und sollte verkürzt werden, weil nervenaufreibend und finanziell gesehen sehr teuer. Es werden viele Menschen dann wieder ausgewiesen, manchmal mit großer Härte und unmenschlich...

LOEWEGRAZ
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?

Hat nicht die bisherige Stadtregierung auch schon alle aufgenommen. Die massive Zunahme der der
Grazer Bevölkerung geht zum Großteil auf Zuwanderung zurück.....den Bürgermeister stellte 18 Jahre lang die ÖVP

Dr.B.Sonnenfreund
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Nicht Mario !

Hat hier irgendeine Prüfung zu bestehen, um das mal klar zu stellen. Und wenn die junge Moslemin hier maturiert und studieren will, heißt das für mich ganz klar, ohne Kopftuch. Ich würde mich als Prüfer weigern eine Prüfung abzunehmen, wenn die gute Dame im Kopftuch erscheint. Ich bin auch nicht in Badehose oder Tank Top zu meinen Prüfungen erschienen. Wenn das nicht möglich ist, dann ist Graz ganz klar nicht die neue Heimat, das stelle ich hiermit unmissverständlich klar. Danke und Ende der Debatte, und einen schönen Nationalfeiertag allen österreichstämmin Mitbürger wünscht Euer Dr. B. Sonnenfreund.

HASENADI
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An diesem schönen, für Österreich so bedeutsamen Feiertag

soll das eingeschränkte Weltbild des Dr.B.Sonnenfreund keiner näheren Betrachtung unterzogen werden. Er soll nur versichert sein, dass seine Fehlsichtigkeit in einer liberalen, selbst wertkonservativen aber konsensbereiten Demokratie locker ausgeglichen wird.

Dr.B.Sonnenfreund
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Glaubt mir

Es braucht auch solche wie mich, mit rechtskonservativen Ansichten. Und ich kenne viele Menschen , die meine Ansichten teilen . Außerdem haben wir Meinungsfreiheit, und ich stehe zu meiner Meinung wie linksdenkende zu ihrer. Das ist Demokratie, oder ? Und ein Linker bin ich nicht, war ich nie und werde es nie sein. Und es stimmt, für gewisse Tendenzen in der heutigen Zeit bin ich definitiv nicht offen. So isses und so bleibt es , Amici mei...salut!

HASENADI
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Ihr Rechtskonservativismus,

Dr.B.Sonnenfeld, sei Ihnen unbenommen, Sie werden es selbst am besten wissen, welche Beweggründe dafür verantwortlich sind/waren. "Nicht offen" zu sein für gewisse Tendenzen zeugt aber von einer Art Selbstblockade, einem freiwilligen "Gefängnis", das einen offenen Blick auf die Vielfalt der Gesellschaft verwehrt. Schade eigentlich, erst die Freiheit des Denkens macht auch das Herz frei für das Anderssein von Menschen, die sich vom eigenen Ich unterscheiden, aber im Grunde nichts anderes wollen als wir alle: frei und glücklich leben zu dürfen in einer friedlichen Welt.

Dr.B.Sonnenfreund
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Glaubt mir

Was anders sein heißt, weiß ich seit nunmehr 48 Jahren. Und ich mache das beste draus...

DergeerdeteSteirer
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Deinem im Kommentar beschriebenen, @HASENADI, kann ich mit ruhigem Gewissen zustimmen, ...............

es hat völlige Richtigkeit wie es von dir gesehen, gedacht und geschrieben wird!!

Lodengrün
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Gell @steirer

da hat unser @hasenadi die Angelegenheit fein, messerscharf, richtig und kompakt formuliert. Chapeau, ich wollte ich könnte es auch so.

Lodengrün
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Werter @Sonnenfreund

Unsere Politiker werden nicht müde wie sehr sie die Aufklärung leben. Toleranz hin und her. Warum darf dann eine nett und sauber gekleidete Frau kein Kopftuch tragen und ihre Leistung dokumentieren lassen? Viele der älteren Generation echauffieren sich bei Tattoo und Piercing. Fußt auch nicht in unserem Kulturkreis. Die junge Dame ist, obwohl sie noch keine Matura hat der Welt näher als Herr Eustacchio, der in seinem identitären Käfig rotiert.

Dr.B.Sonnenfreund
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Tattoos und Piercings

Sind aber nicht religiös motiviert. Ich brauche jedenfalls bei uns kein öffentliches zur Schau stellen von religiösen Symbolen des Islam, der nicht Teil unserer Kultur ist. Und für mich auch niemals sein wird. Und ganz nebenbei, wirklich schön sind Tattoos für mich nicht. Ist für mich eher Primitivität, sorry.

 
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