Botschafter vor AusweisungBotschafter-Krise schadet Türkei: Doch wer sagt es Erdogan?

Erdogan brüskierte NATO-Partner und erklärte zehn Botschafter zu unerwünschten Personen. Wer hat das Ohr des Präsidenten, wer sagt ihm, dass er dabei ist, mitten in einer Wirtschaftskrise die wichtigsten Handelspartner des Landes zu vergrätzen?

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© Getty Images
 

Die Türkei zahlt den Preis für die Umstellung auf ein politisches System, in dem alles auf den Mann an der Spitze zugeschnitten ist. Die Ankündigung von Präsident Erdogan, die Botschafter von zehn wichtigen westlichen Partnerstaaten aus dem Land zu werfen, dient nicht türkischen Interessen. Vielmehr schadet sie der Wirtschaft und dem Ansehen der Türkei – aber sie soll Erdogan aus der innenpolitischen Klemme helfen. Seine Regierung hat die wegen der Pandemie ohnehin angeschlagene türkische Wirtschaft mit fragwürdigen Entscheidungen in die Krise getrieben und verliert anderthalb Jahre vor den nächsten Wahlen an Unterstützung bei den Wählern. Jetzt soll das Ausland dafür verantwortlich gemacht werden.

Kommentare (3)
Hildegard11
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Der europ. Urlaubsmarkt....

.....hat es in der Hand. Nicht nur billig billig, auch einmal kritisch sein und Schurken boykottieren.

Horstreinhard
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Storniert eure Türkeiurlaube!

Kauft keine Erzeugnisse türkischen Ursprungs. Dann wird er schnell zu Kreuze (😇) kriechen🤣

Pragmatikus
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Und was werden

die "Entscheidungsträger" der EU wieder mal tun: um den türkischen Markt zu erhalten, lassen sie den Pascha machen was er will. Und er hat auch noch viele Flüchtlinge, die aus der Türkei in die EU möchten, als Trümpflein in der Hinterhand