Lokalaugenschein in GriechenlandWarum man gerade jetzt nach Santorin reisen sollte

Autogrammstunde ohne Andrang beim Star der Ägäis. Santorin, wie man es selten sieht.

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Dramatisch, romantisch, fantastisch: der Sonnenuntergang über den Windmühlen von Ia © santosha57/stock.adobe.com
 

Er ist einer der schönsten der Welt. Und deshalb ist gefühlt auch die halbe Welt allabendlich versammelt, um ihn zu genießen. Normalerweise. Denn wo sich sonst die Schaulustigen schon um einen schnöden Stehplatz rangeln, hat man jetzt die Qual der Wahl, auf der Terrasse welchen Lokals in Firá man die Vorstellung genießen möchte.

Der Sonnenuntergang von Santorin, der die Leinwand der weiß getünchten Häuser golden, rosa oder glutrot färbt – erste Reihe fußfrei, ohne den üblichen Wald von Selfiesticks oder Szenenapplaus.

Santorin ist die berühmteste der mehr als 3000 griechischen Inseln, Hort des Jetsets und in der Hochsaison heillos überlaufen. Vor allem für Touristen aus den USA und Asien steht das von Vulkanausbrüchen geformte Archipel im Süden der Kykladen, auf der so mancher Archäologe das sagenhafte Atlantis verortet, ganz oben auf der Liste der Orte, die man gesehen haben muss. Gerade Letztere bleiben heuer wieder aus.

Fünf Dinge, die man auf Santorin sehen sollte

Akrotiri. "Minoisches Pompeji" nennt man die Ausgrabungsstätte der antiken Stadt, die mehr als 3500 Jahre lang nach einem Ausbruch unter Vulkanasche begraben war. Manche Archäologen verorten dort das sagenhafte Atlantis. Gleich in der Nähe liegt der berühmte "Red Beach", ein Strand mit rotem Sand und Klippen.

Pyrgos. Wer einen Blick auf das traditionelle Leben auf Santorin werfen will, der besucht das Bergdorf Pyrgos. Es thront auf einem der höchsten Punkte der Insel und war bis ins Jahr 1800 Hauptort von Santorin.

Palea und Nea Kameni. In der Caldera von Santorin liegen zwei kleine Inseln, die man bei Bootsausflügen besuchen kann. Auf Palea Kameni finden sich warmen unterseeischen Quellen, in denen man baden kann. Auf Nea Kameni lockt der 127 Meter hohe Vulkankrater, aus dem stets schwefelhaltiger Rauch aufsteigt.

Wandern am Kraterrand. Von Firá bis nach Ia führt ein rund zehn Kilometer langer Wanderweg entlang der Caldera.

Maultiere und Esel. Traditionell tragen sie Menschen und Lasten in die Städte auf den steilen hängen hinauf. Einen Ritt buchen sollte man als Tourist allerdings nicht, zahlreiche Tierschutzorganisationen laufen seit Jahren gegen den Einsatz der Maultiere und Esel auf Santorin Sturm. Für den Weg vom alten Hafen hinauf nach Firá nutzt man besser die Seilbahn.

So bitter das für die Einwohner der Insel ist, die zum größten Teil von Touristen leben – so süß ist es für alle Reisenden, die die Gunst der Stunde nutzen. 566 Stufen nummerierte Stufen (aber auch eine Seilbahn) führen vom Meer hinauf in den Inselhauptort Firá, der 300 Meter hoch auf dem Kraterrand thront. Es hat etwas von überdimensionalem Legospielen, auf jedem bebaubaren Fleckchen türmen sich die Häuserwürfel übereinander.

Blick auf die Caldera über die blauen Kuppenl von Ia Foto © maglara/stock.adobe.com

Die eingestreuten, blitzblauen Kuppeln der Kirchen und die Windmühlen komplettieren in Ia das weiße Meer zum weltberühmten Postkartenmotiv. In den engen Gassen gesäumt von schicken Restaurants, Bars, Geschäften und Boutiquen brummt es nicht, es summt nur angenehm. Auch im Luxushotel Katikies bekommt man derzeit ohne Warteliste eines der Zimmer mit fantastischem Blick über die Caldera.

Reisetipp

Springer Reisen hat bis 9. Oktober immer samstags eine direkte Flugverbindung ab Wien mit MyAustrian auf die Insel Santorin im Programm. Informationen unter www.springerreisen.at

Diese Reise wurde unterstützt von Springer Reisen.

Die schwarzen Strände von Kamari Foto © nehopelon/stock.adobe.com

Bodenständiger als in den mondänen Gipfelstürmerinnen Thira und Ia hoch über der Caldera, geht es in Kamari zu. Das erst 1956 gegründete, geschäftige Dorf ist der beliebteste Badeort auf der Insel. Scharf heben sich die weißen Häuser vor dem 1,2 Kilometer langen, schwarzen Vulkanstrand ab, der im Süden in das Felsmassiv des Mesa Vouno mündet, mit 365 Metern der zweithöchste Berg der Insel.

Auch hier, an der Ostküste wird tagtäglich eine große Show geboten – der nicht minder spektakuläre Sonnenaufgang. Und den hat man ganz für sich alleine.

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