Mögliche KrebsrisikenE 171: Farbstoff Titandioxid in Lebensmitteln in der EU bald verboten

Der Einsatz des Zusatzstoffs E171 wird wegen möglicher Krebsrisiken von der EU untersagt. Titandioxid findet sich aber etwa auch in Kosmetik.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Titandioxid, schädlich, Verbot
Titandioxid ist etwa in Kaugummis zu finden, aber auch in einer Vielzahl anderer Lebensmittel © (c) TomFreeze - stock.adobe.com (Thomas Panczel)
 

Kaugummis, Süßigkeiten und andere Lebensmittel müssen in Zukunft ohne den weitverbreiteten weißen Farbstoff Titandioxid (E 171) auskommen. Die EU-Kommission hat am Freitag ein Verbot für den Zusatzstoff in Lebensmitteln wegen möglicher Krebsrisiken erlassen. Es tritt den Angaben zufolge in sechs Monaten in Kraft. "Mit dem heutigen Verbot entfernen wir einen Lebensmittelzusatzstoff, der nicht mehr als sicher gilt", sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

Der als E 171 bekannte Stoff kommt auch in Backwaren, Suppen und Salatsoßen vor. Die EU-Kommission hatte ihren Vorschlag im vergangenen Frühjahr auf Grundlage einer überarbeiteten Empfehlung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) vorgelegt. Die EU-Staaten hatten dem Verbot bereits zugestimmt.

Titandioxid kommt in vielen Produkten vor

Die Substanz kommt auch in vielen anderen Produkten vor, zum Beispiel in Kosmetika (vor allem Sonnenschutzmittel), Farben und Medikamenten. Die Efsa-Einschätzung bezog sich nur auf die Verwendung in Lebensmitteln. Aufgabe dieser Behörde ist die wissenschaftliche Einschätzung, ein Verbot aussprechen kann sie nicht. In Frankreich sei E 171 in Lebensmitteln bereits verboten, betonten heimische Konsumentenschützer im Vorjahr.

Titan ist ein natürlich vorkommendes Metall, die wichtigsten Produzentenländer sind Australien und Südafrika. In der Lebensmittelindustrie wurde Titandioxid als sehr beständiger weißer Farbstoff in Form von Nanopartikeln eingesetzt und ist nicht löslich. Weil es sich um diese Partikel handelt – die winzigen Teilchen könnten in den Körper gelangen und sich dort ansammeln –, steht Titandioxid schon länger in der Kritik.

Kommentare (7)
sam125
0
0
Lesenswert?

Mögliche Krebsrisiken im Farbstoff E 171?! Bitte sofort verbieten und dann

anfangen selbst zu kochen! Und was aber besonders wichtig wäre, wären Kochkurse für die gesamte Jugend, also AUCH für die verschiedenen Gymnasien und HTL 's, genauso wie es schon von jeher in der Schweiz praktiziert wird! Das wäre vielleicht ein wichtiger und bestimmt richtiger DENKANSTOSS für die Politik und die Volksgesundheit!!!!

ichbindermeinung
0
3
Lesenswert?

klimaschädliches EU-Mercosurabkommen verbieten

und Österreich sollte das klimaschädliche EU- Mercosurabkommen für Österreich verbieten

ichbindermeinung
0
3
Lesenswert?

regenwaldschädl. Palmöl u. klimaschdl. EU-Mercosur Verbot für Ö

und Ö sollte das regenwaldschädliche Palmöl für alle in Ö in Verkehr gebrachten Produkte verbieten u. ebenso sollte es das klimaschädliche von der EU ausverhandelte EU-Mercosurabkommen für Österreich verbieten

Sheshen
0
2
Lesenswert?

Und wie lange

in Verwendung, bis man zur Erkenntnis und zum Verbot gelangte? Konsumiert wurde er von allen und jetzt kein Aufschrei wegen der Gesundheit.

user1234
1
14
Lesenswert?

Lebensmittel mit Farbstoffen

Ohne Nutzen aber mit Risiken. Klassiker.

SOEDING1956
24
6
Lesenswert?

ist gut so

dann essen wir halt durchsichtiges Ketchup und weißen Rotwein

Edlwer
1
14
Lesenswert?

Sorry, wo bleibt bei dieser Aussage das Hirn...

... Ketchup aus Tomaten wird rot sein, Ketchup ohne Tomaten wird halt nicht gesund sein!
Wer sich mit Fertignahrung ernährt frisst Chemie.