Aktuelle Lage in SpitälernMediziner Hasibeder: "Kein Patient auf unserer Intensivstation war geimpft"

Mit welchen Symptomen haben Covid-Patienten auf der Intensivstation zu kämpfen, wie viele von ihnen sind geimpft und wie werden sich die neuen Maßnahmen - Stichwort Lockdown für Ungeimpfte - auf die Stationen auswirken? Diese Fragen beantwortet Intensivmediziner Walter Hasibeder.

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Covid, Intensivstation, Interview, Hasibeder
Die Zahl der Neuinfektionen steigt, jene der Hospitalisierungen bzw. der Intensivbettenbelegung wird wohl in einigen Tagen nachziehen, sagt Walter Hasibeder. © (c) APA/OÖG (OÖG)
 

Wir sehen sehr hohe Zahlen an Neuinfektionen während der letzten Tage. Wie wird sich die Lage aus Ihrer Sicht entwickeln?
WALTER HASIBEDER: Man muss damit rechnen, dass sich die gestiegene Zahl der Neuinfektionen im Abstand von etwa zwei Wochen auch auf den Intensivstationen niederschlagen wird. Wenn die 3-G-Regel an den Arbeitsplätzen wirklich exekutiert wird, müsste sich das Infektionsgeschehen eigentlich etwas beruhigen.

Kommentare (65)
Kyra323
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Selbstfahrer

Jeder ungeimpfte Corona-Patient sollte die Spitalskosten selbst übernehmen!!!

diss
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Ich glaube keinen Meldungen mehr.

Wer weiß, ob diese Inhalte nur aus politischen und strategischen Gründen geschaltet werden, um uns zu manipulieren.

kuwa
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Kosten-Verursacher

Ich bin ganz bei ihnen, dh seit Jahren für das absolute Kostenverursacher-Prinzip in jeder Beziehung unseres Lebens ( schädigende Lebensweise durch zB Bewegungsverzicht, Alkohol, Rauchen, usw. ) Die Folgekosten dieser nachweislich ungesunden und schädigenden Lebensweise durch dadurch permanente Arztbesuche, Medikamenteneinnahme, RehaAufenthalte usw. trägt seit Jahrzehnten die sogenannte "Allgemeinheit" .Da gebe es genug Datenfundus , um transparente Kosten-Verursachung - und Verteilung, auch über die Gestaltung der Prämienhöhe bei Versicherungen einzuführen. Aber das wollte "man" nicht. Jetzt , wo es - siehe sogenannte gesundheitsrelevante nicht mehr nachvollziehbare Maßnahmen 3G,2G,2,5G - nur mehr darum geht, eine Impfquote zu treiben, ist dieses Thema natürlich als Argumentationshilfe bequem en vogue. Nur, es ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht plausibel erwiesen , objektiv feststellbar , wer mit seinem Verhalten ( geimpft oder ungeimpft ) in welcher Relation zu welchen FolgeKosten bzgl. Krankheiten und Schäden führt, wie sie meinen. Ich denke im Frühjahr wird diese Sache einigermaßen objektiv abschätzbar sein.

GanzObjektivGesehen
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Meine Meinung:

Wenn jemand darauf hingewiesen wurde, dass sein Verhalten zu Erkrankungen oder Schäden führen kann und er dieses nicht ändert, so soll er einen Großteil der daraus entstehenden Kosten übernehmen oder Privat versichern.

Ich mag unseren Sozialstaat. Aber ich möchte nicht für Menschen Gebühren zahlen, die sich absichtlich schädigen.

RonaldMessics
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Bericht RKI

Interpretation und Abschätzung der Impfeffektivität
Der bei weitem größte Teil der seit der 5. KW übermittelten COVID-19-Fälle war nicht geimpft. Durch
einen Vergleich des Anteils vollständig Geimpfter unter COVID-19-Fällen mit dem Anteil vollständig
Geimpfter in der Bevölkerung ist es möglich, die Wirksamkeit der Impfung grob abzuschätzen (sog.
Screening-Methode nach Farrington). Die nach dieser Methode geschätzte Impfeffektivität liegt für
den Gesamtbeobachtungszeitraum 5. bis 41. KW für die Altersgruppe 18-59 Jahre bei ca. 83 % und
für die Altersgruppe ≥60 Jahre bei ca. 81 %. Für den Zeitraum der letzten vier Wochen (38. bis 41.
KW) liegt die geschätzte Impfeffektivität für die Altersgruppe 18-59 Jahre bei ca. 76 % und für die Altersgruppe ≥60 Jahre bei ca. 75 %.
Geschätzte Impfeffektivität gegen weitere COVID-19-assoziierte Endpunkte für den Zeitraum der letzten vier Wochen (38.-41. KW):
- Schutz vor Hospitalisierung: ca. 90 % (Alter 18-59 Jahre) bzw. ca. 86 % (Alter ≥60 Jahre)
- Schutz vor Behandlung auf Intensivstation: ca. 94 % (Alter 18-59 Jahre) bzw. ca. 92 % (Alter
≥60 Jahre)
- Schutz vor Tod: ca. 98 % (Alter 18-59 Jahre) bzw. ca. 87 % (Alter ≥60 Jahre)

Hazel15
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Bericht AGES - RKI Impfdurchbrüche

Impfdurchbrüche Datenstand 19.10.2021
18-59 Jährige KW 38-41 7.164 Fälle 32,30 %
60 Jährige KW 38-41 2.843 Fälle 64,47 %
Ein Impfdurchbruch liegt vor, wenn bei einer vollständig geimpften Person eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2 Infektion mit Symptomatik festgestellt wird.
Davon abzugrenzen sind asymptomatische Verläufe unter vollständig Geimpften, d.h. die Personen sind PCR-positiv, zeigen aber keinerlei Symptome; diese gelten nicht als Impfdurchbrüche.
RKI
18-59 Jährige KW 38-41 34,7%
60 Jährige KW 38-41 57,0%

silentbob79
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Hazel15

Solle man aber halt dazu sagen, dass ein Impfdurchbruch auch als ein solcher gezählt wird, wenn man bspw nur einen Tag leicht erhöhte Temperatur oder Husten hat.

Und wenn man die Zahlen ein wenig genauer ansieht: in der Altersgruppe 65+ sind in Österreich rund 85% der Menschen geimpft. Rein statistisch gesehen, müsste man also bei der oft behaupteteten völligen Unwirksamkeit der Impfung bei den Infizierten dieser Altersgruppe auch rund 85% doppelt geimpfte vorfinden. Dass es hingegen nur rund 65% sind, zeigt, dass die Impfung bis zu einem gewissen Grad auch leichte Verläufe verhindert.

Ganz besonders zeigt sich dieser Unterschied eben bei den Intensivaufenthalten. Die Impfquote quer durch die gesamte Bevölkerung beträgt in Österreich rund 60%. Rein statistisch müsste man also auf den Intensivstationen auch 60% doppelt Geimpfte bzw. nur 40% Ungeimpfte erwarten . Lt. Gesundheitsministerium waren am 5. Oktober 16% der Covid Intensivpatienten geimpft, was im Umkehrschluss 84% Ungeimfpte bedeutet ...

dude
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Hier sehen Sie die perfekte Meinungsbildung mittels Statistiken!

Ich gehe davon aus, dass sowohl Ronald, als auch Hazel die korrekten, statistischen Zahlen wiedergegeben haben. Ronald hat allerdings die Zahlen ab der KW5 hergenommen, was grundsätzlich nicht falsch ist. Allerdings waren Anfang Feber keine 10% der Österreichischen Bevölkerung geimpft. Zu dieser Zeit von "Impfdurchbrüche" überhaupt zu sprechen, wäre ja ein Hohn.
Daher ist das Zählen von Impfdurchbrüchen in den KW 38-41 definitiv aussagekräftiger, wie dies Hazel gemacht hat.
Man sieht, wie entscheidend es ist, welche - durchaus korrekten - Zahlen man veröffentlicht, um die gewünschte Meinung zu bilden!

silentbob79
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@dude Ganz abgesehen davon,

dass auch die letzten 3 Zahlen aus RolandMessics Post ganz dezidiert aus KW 38-41 stammen: Die Zahlen an sprechen von zwei völlig unterschiedlichen Dingen. Und um das entsprechend einzuordnen muss man halt auch das Drumherum lesen und verstehen.

RolandMessics zitiert die Zahlen zur Hospitalisierung/Intensivbehandlung/Tod, während Hazel15 die Zahlen zu Impfdurchbrüchen zitiert. Die scheinbare Widersprüchlichkeit dieser Zahlen löst sich sehr schnell auf, wenn man versteht, was unter einem "Impfdurchbruch" verstanden wird. Wenn jemand zwei Tage leicht erhöhte Temperatur hat, ist das auch schon ein Impfdurchbruch. Solche leichten Impfdurchbrüche sind -- genauso wie auch leichte Impfnebenwirkungen -- zu erwarten und kein Grund zur Besorgnis. Was aber durch die Impfung effizient verhindert wird, und das zeigen aktuelle Studien sehr gut, sind schwere Verläufe, die eine Krankenhaus- oder gar Intensivbehandlung notwendig machen.

In Österreich sind zZ etwas über 60% der Menschen doppelt geimpft. Wäre die Impfung so wirkungslos wie oft behauptet wird, müsste rein statistisch der Anteil an doppelt geimpften in den Intensivstationen auch irgendwo um die 60% betragen. Denn die Wahrscheinlichkeit, mit einem Überträger in Kontakt zu kommen dürfte für Geimpfte und Ungeimpfte wohl annährend gleich sein. Laut Aussage des Gesundheitsministeriums waren am 5. Oktober aber nur 16% der Patienten auf den Intensivstationen doppelt geimpft ...

kuwa
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silentbob79

Danke für ihr erneute ausführliche Aufklärung. Ich habe nochmals gelesen, sie haben Recht-es fehlt in meinem Satzteil nach der Klammer mit dem Wort (leider) das Wort "einige" , denn natürlich ist es absolut irreal , daß jeder mit Symptomen PositivGetestete 2fach Geimpfte (laut ihrem Text in den KW 38-41, 30.720 Fälle, davon 10.189 , das sind 33,66% vollständig Geimpfte) zu 100% nachfolgend intensiv-medizinisch betreut werden muß, dann wäre der IntensivNotstand bereits seit langem akut. Eine derartig unrealistische Annahme einer solchen 100% IntensivQuote war nicht meine Absicht.

kuwa
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ad silentbob79- II

Ich habe keine Zahl in den Raum gestellt wie sie texten, sondern nachgelesen -siehe Veröffentlichung AGES, Impfdurchbrüche, Stand 19.10.2021, diverse Tabellen nach Altersgruppen, und Vertikalspalten mit Text ...symptomatisch,...mit vollständiger Impfung , ...kumuliert in % seit KW 5 und seperat KW 38-41...usw., so wie sie einfordern,...das ist hieb-und stichfest.

RonaldMessics
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@kuwa

Bericht RKI:
Interpretation und Abschätzung der Impfeffektivität
Der bei weitem größte Teil der seit der 5. KW übermittelten COVID-19-Fälle war nicht geimpft. Durch
einen Vergleich des Anteils vollständig Geimpfter unter COVID-19-Fällen mit dem Anteil vollständig
Geimpfter in der Bevölkerung ist es möglich, die Wirksamkeit der Impfung grob abzuschätzen (sog.
Screening-Methode nach Farrington). Die nach dieser Methode geschätzte Impfeffektivität liegt für
den Gesamtbeobachtungszeitraum 5. bis 41. KW für die Altersgruppe 18-59 Jahre bei ca. 83 % und
für die Altersgruppe ≥60 Jahre bei ca. 81 %. Für den Zeitraum der letzten vier Wochen (38. bis 41.
KW) liegt die geschätzte Impfeffektivität für die Altersgruppe 18-59 Jahre bei ca. 76 % und für die Altersgruppe ≥60 Jahre bei ca. 75 %.
Geschätzte Impfeffektivität gegen weitere COVID-19-assoziierte Endpunkte für den Zeitraum der letzten vier Wochen (38.-41. KW):
- Schutz vor Hospitalisierung: ca. 90 % (Alter 18-59 Jahre) bzw. ca. 86 % (Alter ≥60 Jahre)
- Schutz vor Behandlung auf Intensivstation: ca. 94 % (Alter 18-59 Jahre) bzw. ca. 92 % (Alter
≥60 Jahre)
- Schutz vor Tod: ca. 98 % (Alter 18-59 Jahre) bzw. ca. 87 % (Alter ≥60 Jahre)
>
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2021-10-21.pdf?__blob=publicationFile
>
Impfen schützt - - - empirisch belastbar.

silentbob79
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Ähem Sie behaupten in Ihrem Kommentar dass

"[...] laut aktuellen AGES Zahlen , bereits 64% der mit Symptomen Corona positiv Gestesteten 2fach geimpft waren und (leider) auch intensiv behandelt werden mußten oder werden müssen [...]"

Das ist schlicht und ergreifend falsch und lässt sich aus dem Bericht der AGES keineswegs ableiten.

Zitate aus dem Bericht

"Innerhalb der vergangenen 4 Kalenderwochen (KW 38-41) traten unter den 30.270 symptomatischen laborbestätigten SARS-CoV-2 Infektionsfällen dieser Zeitperiode 10.189 Fälle auf, die vollständig geimpft waren (33,66 %)."

"Die Darstellung der Impfdurchbrüche mit Krankenhausaufnahme ist auf Grund unvollständiger Daten-Übermittlung an die AGES derzeit nicht möglich. "

Woher Sie also ableiten, dass diese 34% auch intensiv behandelt werden müssen weiß ich nicht. Vielleicht weil Sie nicht wissen was der Ausdruck "klinische Symptomatik" bedeutet, der an andere Stelle in dem Bericht verwendet wird. Der bezeichnet nämlich "direkt erkennbare Symptome und Beschwerden des Patienten". Das hat aber garnichts damit zu tun, oder Patient sich in Krankenhausbehandlung befindet oder nicht. Auch leicht erhöhte Temperatur oder Husten ist ein "klinisches Symptom", deswegen landet man in der Regel aber nicht im Krankenhaus.

Insofern ist Ihre Argumentation also alles andere als hieb- und stichfest und offensichtlich dazu angetan mit aus dem Kontext gerissenen Zahlen und falschen Interpretationen der selben Impfskepsis zu schüren.

Franzzz
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Danke Herr Primarius

Aus dem Mund eines Intensivmediziners: "Der Grund für das Dilemma ist eine Partei und ein privater Fernsehsender" Es ist klar, wer gemeint ist!!! Ich nenne es gern beim Namen: ServusTV, Kickl FPÖ und MFG. Diese sollten für die katastrophalen Folgen zur Verantwortung gezogen werden. Ohne diese "Querdenker" wäre die Impfquote wahrscheinlich um 10-15% höher und damit auch eine Überlastung des Gesundheitssystems vom Tisch.

Schaumal1
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Impfverweigerer

sind unreife, egozentrische und verantwortungslose Menschen, die sich keinen Deut um ihre Mitmenschen scheren.
Ich nehme keinen Anteil an deren möglicher Ansteckung, meine Anteilnahme gilt den Menschen die sie gefährden weil sie sich nicht schützen können.
Sind wir im Kindergarten, dass man den Verweigerern Fakten einzeln sanft säuselnd eintröpfeln muss, weil sie sonst in Angst und Panik geraten? Sie wollen einfach nicht,
aus verschiedenen Gründen. Na gut, dann müssen sie eben mit 3G, 2G
leben. Und sollten aufhören zu
jammern. Und gegen gehässige Anwürfe wie gegen das Pflegepersonal muss man, so möglich, rechtlich vorgehen. Ich
habe keinen Zweifel, dass im Staat Österreich die Grundrechte gewahrt werden. Meiner Meinung nach, werden diese aber von Staatsverweigerern jeglicher Couleur Impfverweigerern, etc., immer wieder in Frage gestellt, darauf muss man gut achten!

kuwa
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ad silentbob79

Danke für ihre sachlich transparente Bemühung , abseits des vom seit 1,5 Jahren gewählten Instrumentariums "Angst" in der Bevölkerung zu implementieren , zu verbreiten und immer am Köcheln zu halten ,um deren Verhalten zu beeinflussen - ich bin kein Empfänger und Opfer für eine solche Taktik - ZahlenZusammenhänge in einer Art und Weise zu erklären, daß nicht das Gefühl hochkommt, wiederholt belogen und manipuliert zu werden.

silentbob79
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kuwa

Wenn Sie kein Freund solcher Taktiken sind, sollten Sie sie aber auch nicht selber anwenden. Einfach eine Zahl von 65% symptombehafteten Infektionen bei Geimpften in den Raum zu werfen (ob die stimmt oder nicht weiß ich nicht, hab sie nicht überprüft) tut nämlich genau das Gleiche, wenn auch mit umgekehrtem Ziel: Nämlich bewusst (und fälschlicherweise) den Nutzen der Impfung in Zweifel zu ziehen ...

Des weiteren kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit annehmen (auch wenn es nicht explizit im Interview erwähnt bzw. geschrieben wurde), dass sich die Zahl von 4 Intensivpatienten auf Covidpatienten bezieht. Denn welchen Zusammenhang mit der Impfung sollte es sonst geben? Außerdem bezieht sich sowohl die Überschrift als auch das Interview auf "unsere Intensivstation", also ganz explizt auf die Intensivstation im KH Zams. Gerade wenn man solche Wortklaubereien betreiben will, sollte halt die eigene Argumentation hieb- und stichfest sein.

RonaldMessics
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Wie stur....

....ist ein Mensch, wenn er der Wissenschaft nicht vertraut. Welcher Geist verhindert dies, dass man sich und die Gesellschaft schützt? Ich erinnere gerne an die Einführung der Gurtenpflicht. Die Verharrer waren unerträglich in der Argumentation gegen den Gurt. Es ist nicht nur die Bildung, es ist auch der Charakter, der das Verharren in unwissenschaftliche Argumente bevorzugt.
Impfen nützt und schützt.

lamagra
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Das

frag einmal ein Contagan-Kind!

RonaldMessics
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@lamagra

Frag einen Mebschen der ungegurtet gegen die Wand fuhr, und seither Querschnittgelähmt ist.
Diese Fragen sind unnötig weil sich auch die Wissenschaft weiter entwickelt.

DannyHanny
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Lamagra

Auch wenn es im Facebook, Telegram und sonstwo steht.....Contergan war keine Impfung sondern ein Beruhigungsmedikament das den Wirkstoff Thalidomid enthielt, der in den frühen Schwangerschaftswochen, Wachstumsstörungen der Föten verursachen konnte und auch in gar nicht wenigen Fällen auch hat!
Eigentlich wurde es verschrieben um die Übelkeit in den ersten Wochen der Schwangerschaft zu lindern!
Nicht einmal im Entferntesten hat es etwas mit einer Impfung zu tun!

silentbob79
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@DannyHarry

Ganz abgesehen davon, dass der Contergan-Skandal (ja es war wahrlich ein Skandal, da gibt es nichts zu beschönigen) gemeinsam mit ähnlich gelagerten Fällen auch (unter anderem) dazu geführt hat, dass die Zulassungsprozesse für Medikamente drastisch verschärft wurden.

Schubarsky
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@DannyHanny

...die Parallele ist in der nicht ausreichenden Untersuchung des Präperats zu sehen. Eine Impstoffzulassung dauert im Normalfall nicht umsonst über 10 Jahre.
Wie sonst kann man valide Daten zu Karzerogenität etc. finden. Das braucht einfach seine Zeit. Und dabei reden wir von "erprobten" Totimpstoffen" und nicht wie bei der Covid-Impfung von einer völlig neuen Technologie, die so noch nie auf den Menschen losgelassen wurde. Obwohl schon viele Jahre am Wirkprinzip geforscht wurde, hat sich -bis Covid alle Schleussen öffnete- keine Pharmafirma getraut, das Ding am Menschen im größeren Maßstab anzuwenden. Das sollte zu denken geben. Aber "denken" wurde seit knapp 2 Jahren durch Angst & Glauben ersetzt...
Was also, wenn man in ein paar Jahren draufkommt, dass es wie ehedem bei Contergan zu blöden Spätfolgen durch diese neue Technologie kommt?
Ach ja, wir haben damals geglaubt das... blablabla

SagServus
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@DannyHanny ...die Parallele ist in der nicht ausreichenden Untersuchung des Präperats zu sehen.

Aber auch nur bei denen die den Zulassungsprozess nicht verstehen und glauben, die langen Zulassungsprozesse resultieren aus einem zeitlichen Aufwand der Überprüfung um Langzeitfolgen zu untersuchen.

Das ist falsch.

Damit ein Medikament oder ein Impfstoff zugelassen wird, muss es in den verschiedenen Phasen nur einer gewissen Anzahl an Testteilnehmern verabreicht werden. Diese Testphasen kosten Geld. Je mehr Geld für ein Medikament aufgewendet wird, desto schneller können diese Testphasen abgeschlossen werden.

Corona hat viel mehr gezeigt, wie schnell man einen Impfstoff entwickeln und durch die Testphasen bringen kann, wenn auch das entsprechende Geld für die Forschung vorhanden ist.

Die zugelassenen Coronaimpfstoffe haben den gleichen Zulassungsprozess durchlaufen wie jedes andere Medikament das zugelassen wird.

Langzeitfolgen werden sowieso bei jedem Medikament erst in der Phase 4 nach der Zulassung untersucht.

Schubarsky
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@SagServus

"Langzeitfolgen werden sowieso bei jedem Medikament erst in der Phase 4 nach der Zulassung untersucht"...
Ja.
Nun gibt's ja hoffentlich schon genug Probanden weltweit.
Die größte Impfzulassungsstudie ever!
Das alleine nötigt mir Respekt ab.
Ich gehöre dann somit zur Kontrollgruppe.
Das freut mich.

Ps.: Die Wissenschaft hat uns schon öfter mal "verscheis...." Siehe Colesterin&Eier (das erwähn ich nur, weils so lustig ist), siehe Atomkraft.
Irgendwann, viel, viel später kam man zu anderen Einsichten. Das nennt sich dann "Paradigmenwandel"...

SagServus
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Ps.: Die Wissenschaft hat uns schon öfter mal "verscheis...." Siehe Colesterin&Eier (das erwähn ich nur, weils so lustig ist), siehe Atomkraft.

Die Wissenschaft versch... keinen.

Abgesehen davon ist dein Hinweis auf Cholesterin & Eier eigentlich ein Schuss ins eigene Knie.

Weil das wurde jahrelang behauptet ohne wissenschaftliche Beweise dafür zu haben.

Und das war auch der Grund wieso man dann 2015 davon abgegangen ist. Weil die Studienlage nicht ausreichend war.

 
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