Selbstbehauptung lernen„Sinn ist nicht, Kindern Angst zu machen“

Damit Kinder Risiken richtig einschätzen, sind praxisnahe Übungen unverzichtbar, sagt Selbstschutzexperte Markus Schimpl.

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 Schultasche als Stolperfalle: Maxi, Kinderreporter der Kleinen Kinderzeitung, hat mit Markus Schimpl trainiert
Schultasche als Stolperfalle: Maxi, Kinderreporter der Kleinen Kinderzeitung, hat mit Markus Schimpl trainiert © (c) Juergen Fuchs (FUCHS Juergen)
 

Kampf oder Flucht? Manchmal lautet die Antwort: weder noch. „Ich war gelähmt“, heißt es dann. Ein Satz, der immer wieder fällt, wenn Opfer von Gewalt von ihren Erlebnissen erzählen. Wer unter einem schweren Schock steht, erstarrt zur sprichwörtlichen Salzsäule. Das rationale Denken kommt ins Stottern, die Stimme versagt, selbst kurze Notrufnummern entfallen.

Die Rede ist von einem Erstarrungszustand, den Markus Schimpl „Freeze“, also eingefroren, nennt. Doch Schimpl, der als Elitesoldat jahrelang Ausbildner beim Jagdkommando des Österreichischen Bundesheeres war und heute als Selbstschutztrainer arbeitet, wird nicht müde zu betonen, dass man solchen Situationen nicht hilflos ausgeliefert sein muss: Eigen- und Fremdschutz lassen sich erlernen. Aus der Sicht des Experten braucht es dafür vor allem eines: „Realitätsnahes Training“.

Erwachsene, aber vor allem Kinder lernen deshalb bei ihm, wie sie Gefahren erkennen und einschätzen. Mehr als 40.000 Schülerinnen und Schüler haben bereits einen seiner Kurse besucht. Mit Erfolg: Markus Schimpl weiß von elf Entführungen, die dadurch nachweislich verhindert wurden.

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