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Folgen der PandemieKindern fehlt Kontakt zu wichtigen Bezugspersonen

In einer Umfrage von Salzburger Psychologen zu "Corona Babys" gaben 75 Prozent der Eltern an, dass ihre Kinder wenig Kontakt zu anderen wichtigen Bezugspersonen haben. Die Wissenschaftler suchen nun noch nach Erfahrungen von Vätern.

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Kindern fehlt in der Corona-Pandemie der Kontakt zu wichtigen Bezugspersonen. Ersten Ergebnissen einer Umfrage von Salzburger Psychologen zufolge gaben 75 Prozent der Teilnehmer (1077 Befragte, davon 968 Mütter und 109 Väter) an, dass ihre Kinder aufgrund der Pandemie weniger Kontakt zu anderen wichtigen Bezugspersonen haben. Für die noch laufende Studie zu "Corona-Babys" suchen die Wissenschaftler noch vor allem Väter, die ihre Erfahrungen schildern.

In ihrer Studie wollen die Forscher um Manuel Schabus vom Zentrum für Kognitive Neurowissenschaften der Universität Salzburg untersuchen, wie sich die Pandemie auf die Erfahrungen von Eltern mit ihren Kindern vor, während und nach der Geburt ausgewirkt hat. Die Umfrage richtet sich an Eltern von Kindern, die während der Covid-19-Pandemie geboren wurden.

Zur Umfrage

An der Umfrage können alle Eltern aus Österreich und Deutschland teilnehmen, die ab 16. März 2020 Nachwuchs bekommen haben. Die Beantwortung der Fragen dauert 10 bis 20 Minuten. Hier geht's zur Umfrage.

Kein Besuch bei Oma oder Opa

Wie Schabus gegenüber der APA erklärte, gaben 45 Prozent der Befragten an, dass ihre Kinder aufgrund der Pandemie weniger Kontakt zu ihren Großeltern haben, 50 Prozent nehmen keine Veränderung wahr. Jeder Zweite (51 Prozent) geht davon aus, dass die Covid-19 Situation keinen Einfluss auf die Gesundheit und die Entwicklung ihrer Kinder hat, 40 Prozent rechnen dagegen mit einem negativen Einfluss.

Schwangerschaft negativ beeinflusst

Jeweils mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass ihre Schwangerschaft durch die Covid-19-Pandemie negativ beeinflusst wurde (57 Prozent) und dass die Pandemie einen negativen Einfluss auf ihre Geburtserfahrung hatte (52 Prozent). Für nicht ausreichend hielten 62 Prozent die Besuchszeiten während des Krankenhausaufenthaltes nach der Geburt, die durch die Schutzmaßnahmen eingeschränkt waren.

Auch Geschwister leiden

So schilderte etwa ein Vater: "Sehr schade war die Zeit wo meine Frau mit dem Neugeborenen im Krankenhaus war und wir sie nicht besuchen konnten. Speziell für unseren Erstgeborenen, da er es nicht verstanden hatte, warum er seine Mama und sein neues Geschwisterl nicht sehen durfte."


Kommentare (1)
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dieRealität2019
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2
Lesenswert?

Unglaublich welche Erkenntnisse was von neunmalklugen Besserwisser festgesetellt wird.

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"Folgen der Pandemie Kindern fehlt Kontakt zu wichtigen Bezugspersonen."
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Welch kluge Erkenntnis. Als ob das nicht schon vor der Pandemie eine grundlegende Notwendigkeit im Aufwachsen von Kindern war und auch von Eltern ausgeübt wurde. Kontakt mit und Aufmerksamkeit für Kinder ist wohl einer der wichtigsten Grundlagen. Schlicht und einfach sich mit seinen Kindern auseinandersetzen. Auch ohne Pandemie.
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In schweren Zeiten wie der Pandemie wird normal und verständlich vermehrtes Engagement gefordert, sowie es halt den Eltern möglich ist. Man sollte sich halt immer dafür Zeit nehmen. Dafür sollte immer ein Teil, wenn man sehen kann das sich die Eltern darum bemühen, von der Gesellschaft auch unterstützt werden.
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Was tatsächlich aus meiner Sicht fehlt ist größtenteils eine grundlegende Familien- und Kinderplanung, eine wichtige Basis für eine beginnende Partnerschaft.