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In Facebook-Postings behauptetAchtung, Falschmeldung: Es gibt kein Flugverbot für Corona-Geimpfte

In Facebooks-Postings kursiert die Falschmeldung, dass Corona-Geimpfte nicht mehr fliegen dürften. Hier die Fakten.

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Travel during covid-19 pandemic. Airplane model, protection medical mask, vaccine and syringe on yellow background.
Travel during covid-19 pandemic. Airplane model, protection medical mask, vaccine and syringe on yellow background. © (c) Aleksej - stock.adobe.com
 

Mit dem elektronischen Grünen Pass soll ab Juli 2021 das EU-weite Reisen während der Pandemie erleichtert werden. Bereits im Vorfeld kursieren dazu zahlreiche Falschbehauptungen. In oft geteilten Facebook-Postings (siehe Screenshot unten) heißt es etwa, Corona-Geimpfte dürften angeblich nicht mehr fliegen. Der vermeintliche Hintergrund: Das "große Risiko", durch das "experimentelle mRNA-Serum Blutgerinnsel" zu bekommen.

Seit Jahren gelte, dass Personen mit erhöhtem Risiko für Blutgerinnsel nur unter strenger Aufsicht fliegen dürften und Gerinnungsprobleme seien eine der Hauptreaktionen der Covid-19-Impfungen. Darüber würden Fluggesellschaften derzeit beraten.

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Diese Behauptung ist aber falsch. Großen Verbänden von Fluggesellschaften sind keine solchen Diskussionen bekannt. Sie unterstützen das Reisen von geimpften Personen. Spezielle thrombotische Ereignisse, die nach Covid-19-Impfungen für Unsicherheit gesorgt hatten, traten nach Vektorimpfstoffen und nicht nach mRNA-Impfstoffen auf.

"Ohne Einschränkungen reisen"

Der Text im Facebook-Posting stammt aus einem Blog-Artikel. Große Verbände von Airlines haben allerdings keine Kenntnis über die im Artikel erwähnten angeblichen Diskussionen. Wie die International Air Transport Association (IATA) der Nachrichtenagentur APA auf Anfrage mitteilte, finden ihres Wissens keine Treffen zwischen Fluggesellschaften zu diesem Thema statt. Mit Fragen zu Gesundheit und Flugreisen würde sich eine medizinische Beratungsgruppe beschäftigen, auf dessen Agenda dieses Thema ebenfalls nicht stünde. Die IATA setze sich dafür ein, dass geimpfte Menschen ohne Einschränkungen reisen dürften. Der Gesellschaft gehören auch die Austrian Airlines (AUA) an.

Sie können sicher sein, dass unter den Fluggesellschaften keine derartigen Diskussionen geführt werden, um geimpfte (oder auch ungeimpfte) Reisende vom Fliegen abzuhalten oder es ihnen zu verbieten.

Sprecherin des Verbands der europäischen Fluggesellschaften
Der Verband European Airlines for Europe (A4E) bezeichnete gegenüber der APA die genannten Inhalte als weiteres Beispiel für Fehlinformationen in Bezug auf Impfungen. Diese "Fake News" würden gerade die Runde machen: "Sie können sicher sein, dass unter den Fluggesellschaften keine derartigen Diskussionen geführt werden, um geimpfte (oder auch ungeimpfte) Reisende vom Fliegen abzuhalten oder es ihnen zu verbieten", so die Sprecherin. Im Gegenteil: Fluggesellschaften in Europa würden auf eine Nicht-Diskriminierung zwischen Getesteten, Geimpften und Nicht-Geimpften, was Einschränkungen und Freizügigkeit betrifft, drängen.

Thrombosen nach Covid-19-Impfung

Spezielle thrombotische Ereignisse, die nach Covid-19-Impfungen für Unsicherheit gesorgt hatten, traten nach Vektorimpfstoffen und nicht nach mRNA-Impfstoffen auf. Die Thrombotische Thrombozytopenie (VITT) - auch genannt Thrombose mit Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) - etwa gilt laut der Europäischen Arzneimittel-Behörde (EMA) als sehr seltene Nebenwirkung der Corona-Impfung von AstraZeneca und Johnson & Johnson.

Nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG), das in Österreich alle vermuteten Nebenwirkungen von Covid-19-Impfstoffen erfasst, war der Großteil der Meldungen zu erwartende Impfreaktionen wie Kopfweh, Fieber, Müdigkeit oder Schmerzen an der Einstichstelle. Das lässt sich in ihrem aktuellen Bericht nachlesen. In Europa ist dem Bericht zufolge "sehr selten" nach einer Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca VITT beobachtet worden. Das BASG meldet alle Daten zu vermuteten Nebenwirkungen der EMA.

Im aktuellen EMA-Sicherheitsupdate zum mRNA-Impfstoff von Moderna steht, dass Fälle von Immunthrombozytopenie (ITP) derzeit untersucht werden. Von sonstigen auffälligen thrombotischen Ereignissen ist in den Updates der mRNA-Impfungen keine Rede. Es gibt also derzeit keine Hinweise darauf, dass eine Covid-19-Impfung ein "großes Risiko" in Bezug auf thrombotische Ereignisse mit sich bringt.

Thrombose-Risiko bei Flügen

Das generelle Thrombose-Risiko bei Langstreckenflügen ist gering, schreibt unter anderem das öffentliche Gesundheitsportal Österreichs im Jahr 2014. Das habe eine großangelegte Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergeben. Durchschnittlich zwei bis fünf von 10.000 Passagieren seien auf Flügen von mehr als sechs bis acht Stunden von Thrombosen betroffen: "Das ist etwa zwei- bis viermal häufiger als in der nicht fliegenden Normalbevölkerung. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit bei kürzeren Flügen geringer, steigt aber mit der Flugdauer stark an".

Kommentare (4)
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Arthurd63
0
23
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Das Grundproblem: Facebook verdient mit Verschwörungstheorien gutes Geld

Je abenteuerlicher die Behauptung, desto aktiver wird sie geteilt.
Facebook hat daher keinerlei Interesse, hier etwas zu ändern und sich damit finanziell zu schaden.

Nur ein Abwandern der User zu anderen Diensten - ohne Tracking - würde daran etwas ändern.

dieRealität2019
2
14
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Aus der eigenen Erfahrung, dafür kann man Vorsorge treffen...

Das ist die REalität. "Das generelle Thrombose-Risiko bei Langstreckenflügen ist gering, schreibt unter anderem das öffentliche Gesundheitsportal Österreichs im Jahr 2014. Das habe eine großangelegte Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergeben."

calcit
1
29
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Über sowas lohnt es sich nicht mal zu...

...diskutieren.

amse84ik
0
31
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Fa.ebook....

Was ist diesem M.st alles verbreitet wird ist echt sagenhaft.