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BlasenkrebsFrauen mit schlechteren Prognosen, Rauchen als großer Risikofaktor

Ein Grund für die schlechtere Prognose ist, dass Frauen in diesem Fall mit ihren Beschwerden später zum Urologen bzw. zur Urologin gehen als Männer, da Blut im Harn oft mit einer Blasenentzündung oder einem Harnwegsinfekt abgetan wird.

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In Österreich erkranken rund 1500 Menschen jährlich an Blasenkrebs, davon rund 400 Frauen. Diese erleiden die Krebsform also seltener als Männer, haben aber bei der Diagnose bereits ein deutlich höheres Tumorstadium und eine schlechtere Prognose. Die Gründe dafür sind vielfältig, erläuterte Shahrokh Shariat, Leiter der Universitätsklinik für Urologie der MedUni Wien/AKH, am Montag in einer Aussendung. Einer der größten Risikofaktoren für Blasenkrebs ist das Rauchen.

Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei der Krebsart liegen in molekularen, immunologischen, aber auch geschlechtsspezifischen Faktoren begründet, wie aktuelle Studien der MedUni Wien zeigen. Daher müsse man künftig noch mehr als bisher bei der Vorsorge, Therapie und auch bei nötigen Eingriffen personalisierte, individuelle Modelle ‒ Stichwort Präzisionsmedizin ‒ anwenden, betonten die Mediziner anlässlich des internationalen Blasenkrebs-Monats Mai.

Endlich rauchfrei!: 7 Tipps: So hören Sie mit dem Rauchen auf

1. Sie wollen mit dem Rauchen aufhören? Versuchen Sie es mit der Schlusspunkt-Methode: Sie setzen einen Tag fest, an dem Sie Ihre letzte Zigarette rauchen. Auf diesen Tag sollten Sie sich vorbereiten. Wählen Sie außerdem einen stressfreien Termin - etwa einen Urlaubstag, um mit dem Rauchen aufzuhören.

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2. Sie sollten sich schon vor dem Rauchstopp überlegen, in welchen Situationen Sie zum Rauchen verleitet werden. Solche Situationen sollten Sie in der Entwöhnungsphase bewusst vermeiden. Und: Erzählen Sie möglichst vielen Menschen von Ihrem Vorhaben und bitten Sie Ihre Familie und Kollegen, Sie dabei zu unterstützen.

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3. Halt, stopp! Rufen Sie Ihre Wohnung zu einer rauchfreien Zone aus. Entfernen Sie dafür alle Dinge, die Sie mit dem Rauchen verbinden. Und: Waschen Sie sämtliche Kleidungsstücke, um sie vom Rauchgeruch zu befreien. Halten Sie zudem Kaugummis oder zuckerfreie Bonbons bereit, denn in einem vollen Mund hat die Zigarette keinen Platz. Machen Sie sich einen schönen Rohkost- oder Obstteller.

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4. Stellen Sie sich auf Entzugserscheinungen ein und denken Sie daran, dass diese ein positives Zeichen der Tabakentwöhnung sind.

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5. Zelebrieren Sie Ihre letzte Zigarette und feiern Sie Abschied.

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6. Zur Aufklärung: Die schwierigste Zeit sind die ersten Tage nach dem Rauchstopp. Das hat vor allem einen Grund: Hier sind die Entzungssymptome spürbar. Diese werden aber schon nach zwei Tagen deutlich besser! Nach einem Monat haben Sie die kritische Phase überstanden, nach einem halben Jahr können Sie dauerhaft Nichtraucher bleiben, da Sie schon viele Situationen ohne Zigarette durchlebt hat.

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7. Überlegen Sie sich, was Sie sich schon lange wünschen und bis jetzt nicht leisten konnten. Erinnern Sie sich an die Geldsumme, die Sie pro Tag für Zigaretten ausgegeben haben. Berechnen Sie anschließend, wie schnell Sie sich diesen Wunsch durch das ersparte Geld erfüllen können. Vielleicht stellen sie ein transparentes Sparschwein auf und werfen täglich Ihr „Zigarettengeld“ hinein. 

Diese Tipps stammen von der Initiative der GKK "Endlich aufatmen". Hier finden Sie noch mehr Infos zum Rauchstopp.

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Oft als Blasenentzündung abgetan

Ein Grund für die schlechtere Prognose ist, dass Frauen in diesem Fall mit ihren Beschwerden später zum Urologen bzw. zur Urologin kommen als Männer, da Blut im Harn oft mit einer Blasenentzündung oder einem Harnwegsinfekt abgetan wird. "Je später die richtige Diagnose gestellt wird, umso schwieriger gestaltet sich eine erfolgreiche Behandlung des Tumors", warnte Shariat vom Comprehensive Cancer Center (CCC) von MedUni Wien und AKH.

Shariat und sein Team haben nicht nur herausgefunden, dass Frauen mit Blasenkrebs in jedem Stadium der Erkrankung eine deutlich schlechtere Prognose haben, sondern auch, dass sich die Prognose im Gegensatz zu den Männern über die vergangenen Jahrzehnte nicht verbessert hat. Das Forschungsteam der MedUni Wien hat im vergangenen Jahr auch beweisen können, dass Frauen weniger auf die Immuntherapie, jedoch besser auf eine Chemotherapie ansprechen. Gerade vor einer Operation sollte daher bei Frauen verstärkt auf eine Chemotherapie gesetzt werden.

"Vor etwa 20 Jahren hat der Trend eingesetzt, dass immer mehr Frauen rauchen. Die immer noch steigende Inzidenz an Blasenkrebsfällen bei Frauen ist die Folge dieses Trends", erläuterte Shariat. An der MedUni Wien wurden speziell abgestimmte Entwöhnungsprogramme für Raucherinnen lanciert, neben der Frühdiagnose werde zudem die zielgerichtete, geschlechtsspezifische Diagnose und Therapie immer wichtiger.

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