Das eigene Leben verspielenSquid Game: Was hinter dem Hype um die Serie steckt

Die Netflix-Serie „Squid Game“ bricht alle Rekorde. Warum die Produktion zum globalen Hype wurde, wer daran verdient und was die Folgen sind.

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Das eigene Leben als Spieleinsatz: Squid Game
Das eigene Leben als Spieleinsatz: Squid Game © (c) imago images/ZUMA Wire (Netflix via www.imago-images.de)
 

Game over? Davon kann keine Rede sein. „Squid Game“ ist ein weltweites Serienphänomen und stieg dieser Tage zur erfolgreichsten Netflix-Serie aller Zeiten auf. Mehr als 111 Millionen Haushalte verfolgten bislang das Schicksal von 456 armen Schuldnern, die ihr Leben aufs (Kinder)-Spiel setzen, um sich von der überwältigenden Schuldenlast zu befreien. Eine Gesellschaftsdystopie in bunten Farben wird zum Bestseller. Die südkoreanische Serie von Regisseur Hwang Dong-hyuk erzählt von einem zur Unterhaltung degenerierten Umgang der Eliten mit den Ärmsten, angesiedelt zwischen Gamingshow und Splatter-Serie. Die ästhetisierte bluttriefende Gewaltfantasie bildet die Oberfläche einer Handlung, die sich um den notorischen Spieler und Unglücksraben Seong Gi-hun (Lee Jung-jae) dreht. Mit 455 weiteren Verzweifelten muss er sich in sechs Spielen beweisen, um an Geld, den Heiligen Gral, zu gelangen. Mitleid hat er von den pink-uniformierten und maskierten Wachleuten nicht zu erwarten.

Kommentare (1)
griesbocha
0
13
Lesenswert?

Trotz gut gemeinter Botschaft ist die Serie traurigerweise nur aufgrund der blutigen Inszenierung so erfolgreich.

Aber vielleicht ist sie auch gerade deshalb am Ende so ein vollkommener Spiegel unserer verkorksten Gesellschaft.
Ansichtssache.