Weißmanns erste SchritteNeuer ORF 1-Vorabend kommt, "MA 2412" kehrt zurück

ORF-Generaldirektor Roland Weißmann will alle Sender evaluieren, stellt Einsparungen in der Höhe von 200 Millionen Euro in Aussicht und fordert digital die gleichen Möglichkeiten ein, die ARD oder BBC schon jetzt haben.

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ORF-Stiftungsrat: Team von Mag. Roland Weiszmann bestellt
Roland Weißmann stellte die ORF-Pläne für 2022 vor. © ORF
 

Eine Schonfrist ist dem Neuen am Küniglberg nicht gegönnt. Dafür sorgt intern Kritik der Redakteure nach der Verschiebung des Magazins „Konkret“ zur ORF 2 Info. Auch die für Juni anstehende Besiedelung des multimedialen Newsrooms ist eine Mammutaufgabe für den Tanker ORF, der die organisatorischen Abläufe auf den Kopf stellt. Damit gehe ein Kulturwandel einher, so Roland Weißmann, der betont, dass die Multimedialität nicht zu Einheitsbrei führe: Binnenpluralismus bleibe erhalten.

Extern muss der Generaldirektor zeigen, dass er für nachgefragtes Programm steht. Was er diesbezüglich für 2022 plant, stellte Weißmann gestern vor Medienjournalisten vor. Schon in Arbeit ist etwa der Nachfolger der „Vorstadtweiber“: Auch hinter „Biester“ steht Erfolgsautor Ulli Brée. Kommen werden 2022 die achtteilige Serie „Tage, die es nicht gab“ mit Franziska Weisz und neue Episoden von „Vienna Blood“. Für Weihnachten ist ein dreiteiliges Wiedererwecken der „MA 2412“ geplant (Regie Harald Sicheritz), schon im März geht „Starmania“ mit einer neuen Jury weiter. Dazu soll monatlich eine „Universum“-Eigenproduktionen ermöglich werden. Am 1. Februar startet, sehr zur Freude des gebürtigen Linzers Weißmann, die Soko „Linz“. Ein Großprojekt nimmt heuer ORF III in Angriff: 40 Folgen á 45 Minuten arbeiten die österreichische Geschichte auf. Gelingen soll das alles unter Spardruck: 200 Millionen Euro will der ORF bis 2027 einsparen.

Von den Olympischen Spielen sollen die Sender täglich bis zu 31 Stunden übertragen. Covidbedingt reist ein vergleichsweise kleiner ORF-Tross nach China, das spare Geld, betont der ehemalige stellvertretende Finanzdirektor. Die Zuschauer sollen davon allerdings nicht merken, betont er. Ob die Fußball-Weltmeisterschaft vorerst die letzte sein wird, für die sich der ORF die Übertragungsrechte leisten kann? Diese Frage lässt der Generaldirektor offen. Eine Möglichkeit seien neue Kooperationen mit der Konkurrenz, wie es 2021 erfolgreich mit ServusTV in der Formel 1 funktionierte: "Bevor wir etwas gar nicht haben, teilen wir es lieber."

Programmlich würden derzeit alle Sendeflächen evaluiert, so Weißmann. Überarbeitet wird etwa der Vorabend von ORF 1, Details sollen im April folgen. Für das ORF 1-Channelmanagement, derzeit interimistisch geleitet von Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz, werde noch eine passende Besetzung gesucht. Offen ließ Weißmann, welche Änderungen bei FM 4 anstehen: „FM 4 noch relevanter zu machen, ist mein Ziel“. In seiner Bewerbung hatte Weißmann attestiert, der Jugendsender sei „in der erreichten Zielgruppe zu spitz positioniert“.
Vorsichtig optimistisch ist er in Bezug auf die Digitalnovelle, von der man sich online mehr Bewegungsspielraum erhofft. Der ORF dürfe im europäischen Vergleich kein Stiefkind sein, fordert Weißmann: „Er soll dürfen, was auch ARD, ZDF, SRF oder BBC dürfen."

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Danke für Ihr Verständnis.

Lucifer rs
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Nein bitte nicht 😦

Mir wäre ein anderer Kabarett lieber eine Dauersendung aus dem hohen Haus mit Analysen von Her Filzmaier oder Herrn Hofer in Dauerschleife 😄🤦🏻‍♂️

pescador
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"MA 2412" kehrt zurück

„Vorstadtweiber“ „Vienna Blood“ „Biester“ .....
Und damit meint man ein gutes Programm für Österreich (nicht nur für Wien) zu produzieren?

pescador
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Bitte Herr Weißmann,

nehmen Sie das Österreichische Fernsehpublikum ein etwas ernster. Das Programm darf ruhig etwas anspruchsvoller sein. Es gibt auch Menschen, die sich gerne Information und gute Unterhaltung im TV ansehen würden. So geht das aber nicht.

panasonic11
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ORF Programm

Bitte beenden sie die unendlichen Geschichten (uralt) der Rosenheim -Cops .

selbstdenker70
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..

Schlechteres Programm, höhere GIS, gleiche Gehälter.... Reform auf österreichisch

a4711
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Weißmanns erste Schritte


Eine Schonfrist ist dem Neuen am Küniglberg nicht gegönnt.
"Bevor wir etwas gar nicht haben, teilen wir es lieber."

https://zackzack.at/2021/09/28/regierung-trifft-orf-edtstadler-tanzt-den-roli/

Details sollen im April folgen.

kukuro05
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Einsparungen...

....auf Kosten der Qualität.
Es kommt also Fernsehen für Blöde.
Damit die Macher weiterhin ihre fürstlichen Gagen einsacken.

tomtitan
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Es wird sich zeigen, ob eine "Steigerung" nach unten überhaupt noch möglich ist,

siehe "Wischen ist Macht", "CopStories", "walking on sunshine", uralte Colombo's, "Bulle von Tölz" etc. etc.

Estarte
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200 Millionen Euro einsparen

Man will 200 Millionen Euro einsparen,-das sollte man bei den exorbitant hohen Gehältern der ORF Moderatoren und der Freunderlwirtschaft machen und nicht beim Programm,
MA24 dient der Volksverblödung, und es werden uralte Schwachsinn Serien ausgestrahlt, und sogar Schwarz Weiß Filme ....
Man muss auch nicht eine Moderatorin aus England einfliegen lassen, es gibt genug kompetente hübsche junge Frauen in Österreich, die eine Sendung moderieren können usw. usw.

Mastermind73
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naja, Dorfer und Düringer

wollen halt endlich für ihre braven Dauerregierungskritiken und Hofer-Hetzen während der letzten BP-Wahl entlohnt werden, und nachdem es mit Liveauftritten nicht mehr so toll läuft... (Dorfers pseudointellektuellen Sprüche jagen halt außer ein paar Altbobos niemanden mehr ins Auditorium)