Neu im KinoWelche Filme Sie nicht versäumen und worauf Sie verzichten können

Visuelle Bildgewalt in "Waves", Clint Eastwoods neuester Streich "Der Fall Richard Jewell" sowie der feine italienische Liebesfilm "Amore al dente". Das bietet diese Kinowoche.

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Neu im Kino: das großartige Drama "Waves" von Trey Edward Shults © UPI
 

Der Fall Richard Jewell

Bewertung: ****

Altmeister Clint Eastwood kann es auch mit 90 noch. Der Regisseur erzählt eine souveräne, spannende Geschichte über einen Nicht-Helden und das Atlanta-Attentat aus dem Jahr 1996. Eine wahre Geschichte voller Tragik, Verfall und Versagen: Paul Walter Hauser als Richard Jewell großartig besetzt. Lesen Sie hier eine ausführliche Kritik.

Waves

Wie in den vorherigen Werken („Krisha“, „It Comes at Night“) skizziert der amerikanische Filmemacher Trey Edward Shults seinen stark stilisierten Blick auf eine Familie, die von innen und außen auseinandergerissen wird. Tyler (Kelvin Harrison Jr.), der Älteste von zwei Kindern, ist Wrestlingstar, talentierter Musiker, beliebt und glücklich verliebt. Als er sich an seiner Schulter verletzt, fällt sein Leben auseinander. Sein schroffer Vater Ronald (Sterling K. Brown, „This Is Us“) erinnert ihn stetig daran, dass ein junger schwarzer Mann wie er zehnmal so hart arbeiten muss, um es zu schaffen.
Seine jüngere Schwester (großartig: Taylor Russell) lebt in seinen Schatten. Dann tritt ein schreckliches Ereignis ein und zerstört fast die Familie. „Waves“ erzählt mit berauschender Kamera eine melodramatische Geschichte auf sehr menschliche Weise. Shults’ Filme vereint die Rohheit von John Cassavetes und die Poesie von Terrence Malick.

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Amore al dente - Ein fast gewöhnlicher Sommer

Bewertung: ****

Hinreißender Liebesfilm von Simone Godano: „Amore al dente – Ein fast gewöhnlicher Sommer“ erzählt von zwei italienischen Familienpatriarchen aus ganz unterschiedlichen Welten, die ihre Clans zum gemeinsamen
Urlaub laden, um ihnen ihre Liebe und die kurz bevorstehende Hochzeit zu beichten. Die Familien fallen aus allen Wolken und boykottieren die schwule Romanze mit allen Mitteln. Fein gezeichnetes Drama, das wider Klischees vorgeht und vom herausragenden Spiel von Alessandro Gassmann und Fabrizio Bentivoglio lebt.

Scooby! Voll verwedelt

Bewertung: ***

Die Hunde Scooby und Shaggy sind schon lange Freunde und berühmt - immerhin taten sie sich einst mit den jungen Detektiven Fred, Velma und Daphne zur berühmten Mystery Inc. zusammen. Überdrehtes, actionlastiges Reboot der Kultserie: Erzählt wird die Story, wie sich Scooby und Shaggy zum ersten Mal trafen. Idealer Kinderfilm für die Ferienzeit.

Schwarze Milch

Atmosphärische Dichte und viel Bildgewalt dominieren Uisenma Borchus zweiten semiautobiografischen Film: Die Wege zweier Schwestern trennen sich in der Kindheit, eine bleibt in der mongolischen Wüste Gobi, eine lebt im Großstadtdschungel Deutschlands. Als sie sich wiedersehen, prallen Welten und Fragen aufeinander. Ein kleiner, feiner Film.

 

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