Filmkritik"Das geheime Leben der Bäume": Der Wald wird romantisiert

Die Verfilmung des Bestsellers rund um den deutschen Förster Peter Wohlleben gerät zur auf die Person zugeschnittene PR-Maschinerie.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Neu im Kino: "Das geheime Leben der Bäume" © Constantin
 

Bewertung: **

Könnte sich Peter Wohlleben aussuchen, welcher Baum er sei, er würde die Buche wählen. Warum? Sie seien „familiär“, „sozial“ und sie „kümmern sich um ihren Nachwuchs“. Mit seinem Buch „Das geheime Leben der Bäume“ landete der sympathische deutsche Förster einen internationalen Bestseller. Darin skizziert er auf packende, aber idealisierte Weise, wie sozial Bäume sind und spart auch nicht mit Kritik an der Forstwirtschaft.

Der gleichnamige Dokumentationsfilm von Jörg Adolph verlässt sich neben (zu wenigen) atemberaubenden Naturaufnahmen von diversen Wäldern zu sehr auf die Inszenierung des Systems Wohlleben. Einmal ist er backstage lachend mit Markus Lanz zu sehen, einmal tritt er bei einer Demo im Hambacher Forst auf, ein anderes Mal überzeugt er in einem Einkaufszentrum. PR-Maschinerie statt komplexe Themenaufarbeitung. Schade.

kino.liebe - jeden Donnerstag neu

Der neue Film-Newsletter versorgt Sie jeden Donnerstag kostenlos mit allen Kinostarts, Klassikern, Gefühskino, Gewinnspielen und Spezialtipps.
Zur Anmeldung: www.kleinezeitung.at/kinoliebe

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.