Neu im KinoWas Sie nicht versäumen und worauf Sie verzichten können

Das Comeback von "Lassie", Harrison Ford in einer Disney-Adaption von "Der Ruf der Wildnis", dazu die Iran-Doku "Born in Evin", das preisgekrönte isländische Drama "Weißer, weißer Tag" und die Doku "Brot". Alle Filme in der Kurzkritik.

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Gar nicht abenteuerliche Disney-Adaption des Klassikers Ruf der Wildnis © Disney
 

Der Glanz der Unsichtbaren

Bewertung: ****

Sie nennen sich Edith Piaf, Brigitte Macron, Lady Di oder Salma Hayek. Ihr Alltag verläuft jedoch weniger glamourös, als diese Namen versprechen. Morgens treffen sie aufeinander, wenn sie sich in zerschlissenen Kleidern abgekämpft und bepackt mit ihrem wenigen Hab und Gut in der Tagesstätte L’Envol für obdachlose Frauen in einem kleinen Städtchen im Norden Frankreichs um einen Tupfer Duschgel und ein bisschen Zahnpasta anstellen. Der neue Film "Der Glanz der Unsichtbaren" von Regisseur Louis-Julien Petit ist feinstes sozialpolitisches Kino. Lesen Sie die ausführliche Kritik zu unserem Film der Woche hier.

Brot

Bewertung: ***

Aus dem Grundnahrungsmittel Brot ist ein Massenprodukt mit immer mehr Sorten und Anbietern geworden. Wissen wir noch, was wir da täglich essen? Harald Friedl rückt in seiner engagierten Doku das Handwerk des Brotbackens und dessen soziale, gesundheitliche und ökologische Aspekte in den Kamerafokus. Technologie trifft auf Tradition und Slow Food.

Lassie

Bewertung: ***


Er ist der berühmteste Hund der TV-Geschichte und bringt nun leinwandtauglich Kinderherzen zum Schmelzen. Für Flo bricht eine Welt zusammen, als er seine geliebte Collie-Hündin Lassie abgeben muss. Doch sie büxt aus und begibt sich auf eine abenteuerliche (Heim-)Reise. Sympathische Neuverfilmung mit bayerischem Lokalkolorit und Krimi-Star Sebastian Bezzel.

Born in Evin

Bewertung: ****

Die deutsche Schauspielerin Maryam Zaree („4 Blocks“) sucht in „Born in Evin“ nach der Geschichte ihrer Geburt 1983 in einem iranischen Gefängnis. Andere Exil- Iraner erzählen ihr mehr als die wortkarge Mutter in der neuen Heimat Frankfurt. Eine starke persönliche Doku über Flucht und Exil, die aktueller nicht sein könnte.

Weißer, weißer Tag

Bewertung: ****

Eigenwillig wie sein Protagonist setzt Regisseur Hlynur Palmason sein preisgekröntes Drama in Szene. Statische Einstellungen und minutenlange Montagen vom Jahreszeitenwechsel bestimmen den Duktus. Das spiegelt sowohl die karge Landschaft als auch die Gefühlslage von Ingimundur (Ingvar Eggert Sigurdsson) wider. Der ehemalige Polizist, dessen Frau kurze Zeit davor bei einem Autounfall gestorben ist, baut an einem Haus. Während sich das Leben weiterdreht, verharrt er in einer emotionalen Schockstarre. Sein ständiger Blick in die Vergangenheit stellt die Beziehungen zu anderen auf eine harte Probe – insbesondere zu Enkelin Salka (Ída Mekkín Hlynsdóttir). Komplexes Gefühlskaleidoskop zwischen Liebe und Besessenheit.

Ruf der Wildnis

Bewertung: **

Haushund Buck wird von einem Gauner für ein paar Dollar als Schlittenhund von Kalifornien in den hohen Norden verhökert. Für den Goldrausch in Alaska und Kanada braucht es Transportmittel. Im Team von Postmann Perrault (Omar Sy) wird Buck zum Leithund. Als ihn später der desillusionierte alte Haudegen John Thornton (Harrison Ford) vor einem brutalen Goldsucher beschützt, werden die zwei ziemlich beste Freunde und verlassen die Zivilisation. Der Film wurde komplett im Studio gedreht, auch der Bernhardiner-Farmcollie kommt offensichtlich aus dem Computer. Regisseur Chris Sanders adaptiert Jack Londons „Ruf der Wildnis“ im lauwarmen Disney-Stil: quietschbunt und harmlos-kindgerecht.

Einsam, zweisam

Mit der Tragikomödie zeichnet Cédric Klapisch nach dem Erfolg „L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr“ einmal mehr das Porträt einer Generation. Remy und Melanie sind beide um die 30, Single, leben in Paris und leiden an einem Übel der Zeit: emotionale Isolation in einer Gesellschaft, in der dank sozialer Medien jeder mit jedem verbunden zu sein scheint.

Weiters im Kino

Fantasy Island. Als TV-Serie in den 1970ern Kult, nun gibt’s die Leinwandadaption über einen Millionär auf einer Ferieninsel.

Brahms: The Boy II. Fortsetzung des Horrorfilms um eine lebensgroße Puppe und ein Kindermädchen – nun passiert der Grusel im Gästehaus.

Granny’s Videos. Aus dem Leben von Emma Hoffer-Sulmthal: Der Grazer Filmemacher Heinz Trenczak bat seine Mutter vor die Kamera. Mo., 24. 2., 18–20 Uhr, Rechbauerkino Graz.

 

 

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