Neu im KinoWas Sie nicht versäumen und worauf Sie verzichten können

"Cats" enttäuscht, dafür beschert uns das Film-Christkind die herzerwärmende Sozialkomödie "Alles außer gewöhnlich" oder die erfreuliche Doku "Pavarotti". Alle Filme in kurzen Kritiken.

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"Pavarotti": ein Leinwanddenkmal für den berühmten Tenor © Constantin
 

Alles außer gewöhnlich

Bewertung: ****

Das Regieduo von „Ziemlich beste Freunde“ legt mit „Alles außer gewöhnlich“ nach wahrer Geschichte eine Sozialkomödie in leichtem Ton vor. Olivier Nakache und Éric Toledano erzählen von Autismus und von Alltagshelden im Sozialsystem Frankreichs. In leichtem Ton, rasantem Tempo und von Optimismus geprägt. Eine ausführliche Kritik zu diesem Film mit Vincent Cassel als pragmatischer Chaot mit Helfersyndrom lesen Sie hier.

Cats

Bewertung: *

Was für ein Katzenjammer: Knapp 39 Jahre nach der Weltpremiere des Musicals "Cats" kommt Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical nun auf die Leinwand. So ziemlich alles an diesem Film von Dennis Hooper missglückt: schlechte CGI-Ästhetik mit digitalem Pelz, null Handlungsanpassung, befremdliche sexualisierte Aufladung bei geschlechtslosen Körpern und falsche Größenverhältnisse. Kann man sich sparen - eine ausführliche Kritik lesen Sie hier.

Pavarotti

Bewertung: ****

„Sein Charisma konnte einen Raum füllen.“ Dank Regisseur Ron Howard gilt diese Aussage über Luciano Pavarotti nun ab Freitag auch für den Kinosaal. Nach Rapper Jay-Z („Made in America“) und den Beatles („Eight Days A Week“) rückt der zweifache Oscar-Gewinner („A Beautiful Mind“) in seinem gleichnamigen Biopic den italienischen Opernstar in den Kamerafokus. Trotz der konventionellen Machart – Interviews, Konzertmitschnitte und Privatvideos – gelingt Howard das Kunststück, die Seele des größten Tenors aller Zeiten in Bild und Ton einzufangen. Entlang Pavarottis Lebensweg zeichnet er das (Selbst-)Bild eines Mannes nach, der Menschen rund um den Globus faszinierte. Klassik, Rock oder Pop – Luciano Pavarotti sprengte musikalische Genre-Grenzen und setzte sich mit legendären Open-Air-Konzerten auch als Charity-Ikone ein Denkmal. „Manche singen große Opern. Luciano Pavarotti war selbst große Oper“, streut Bono von der Kultband U2 in der Doku seinem 2007 verstorbenen Freund Rosen.

Der geheime Roman des Monsieur Pick

Bewertung: ***

Die Literaturwelt steht Kopf, als Verlegerin Daphné (Alice Isaaz) in der „Bibliothek der abgelehnten Bücher“ einen Bestseller ausgräbt. Den Roman „Die letzten Stunden einer großen Liebe“ hat angeblich ein bereits verstorbener Pizzabäcker aus der Bretagne geschrieben. Literaturkritiker Jean-Michel (Fabrice Luchini) ist überzeugt, einem Betrug auf der Spur zu sein. Wendungsreiche Krimi-Komödie.

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Bewertung: ***

Der Alltag eines Flüchtlingskindes ist 1938 genauso schwierig wie heute: neue Orte, neue Sprache, neue Freunde und das rosa Kaninchen muss auch in Berlin zurückbleiben. Caroline Link verfilmt den autobiografischen Bestseller von Judith Kerr, mit allzu vielen Alltags-Dialog-Szenen. Etwas bemüht, aber mit dem Herz am rechten Fleck und guten Darstellenden.

Spione Undercover

Bewertung: ***

Tierische Agenten-Action-Animation: Ein Obercooler James-Bond-Verschnitt wird von seinem nerdigen Quartiermeister in eine sprechende Taube verwandelt. Das macht die Weltrettung schwieriger und witziger. Extra-skurrile Prämisse trifft auf flotten 0815-007-Plot, mit den englischen Stimmen von Will Smith und Tom Holland. Unterhaltsam-überdreht.

Happy Ending

Bewertung: ****

Die dänische Schauspielerin und Regisseurin erzählt in "Happy Ending" von einem alten Ehepaar, das von einen Tag auf den anderen neuanfängt, neuanfangen muss. Helle (Birthe Neumann) hat sich zeitlebens darauf gefreut, bis ihr Mann Peter (Kurt Ravn) endlich in Pension geht. Was sie nicht weiß: Er hat längst andere Pläne und steckt das ersparte Geld in ein Weingut in Österreich. Sensibles, mutiges und emanzipiertes Drama über den Neuanfang im Alter, neue Lieben und alte Leidenschaften. Wunderschön.

 

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