Neu im KinoWorauf Sie verzichten können und was Sie nicht versäumen dürfen

Der Netflix-Film "The Laundromat" ist nun zwei Wochen auf der Kinoleinwand zu sehen. Andere aufregende Starts: "Nobadi" von Karl Markovics, "Deutschstunde" nach einem Roman von Siegfried Lenz oder Ang Lees schwache Action namens "Gemini Man".

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Tobias Moretti brilliert in der Literaturverfilmung "Deutschstunde" © Constantin
 

Nobadi

Bewertung: ****

Eine kammerspielartige Parabel im Schrebergarten: Der neue Film von Karl Markovics spielt mit dem großen Thema Verdrängung auf kleinstem Raum. Alles an dieser Odyssee ist eng - die beiden gegensätzlichen Charaktere, Heinz Trixner und Borhan Hassan Zadeh, brillieren. Lesen Sie die ausführliche Kritik hier.

Deutschstunde

Bewertung: ****

Aufgewachsen während des Zweiten Weltkriegs in der norddeutschen Provinz, ist der schwer erziehbare Siggi (Tom Gronau) zwischen zwei grundverschiedenen Männern hin- und hergerissen: Seinem Vater Jens (Ulrich Noethen), der als Dorfpolizist und begeisterter Nazi vom Sohn Disziplin und (Führer-)Gehorsam fordert. Und Patenonkel Max (Tobias Moretti), der als freigeistiger Maler nach Ästhetik strebt. Als Jens den Befehl erhält, dass Berufsverbot gegen den „entarteten Künstler“ zu überwachen, gerät Siggi zwischen die Fronten. Basierend auf Siegfried Lenz’ Jahrhundertroman inszeniert Christian Schwochow („Paula“) ein theatralisches Drama, das den Widerspruch zwischen Pflichterfüllung und Verantwortung verdeutlicht.

The Laundromat

Bewertung: ***

Wer erinnert sich noch an Jürgen Mossack und Ramón Fonseca? Die beiden sind die Bösewichte in der realen Panama-Papers-Story. Nun werden sie fürs Geldwaschen in „The Laundromat“ von keinen Geringeren als Gary Oldman und Antonio Banderas als geniale Karikaturen gespielt. Sie sitzen in aberwitzigen Anzügen am Strand oder im Nachtklub und verraten ihre Steuertricks in der globalen Geldwaschmaschine. Steven Soderbergh erzählt die trockene Materie locker-leicht in Kurzgeschichten mit Meryl Streep und Sharon Stone, die dabei sichtlich Spaß haben. Der Betrug der Billionäre am Gemeinwohl wird mit giftigen Pointen zur bissigen, nicht immer treffsicheren Komödie. Ab 18. Oktober auf Netflix, davor im Kino.

Eine ganz heiße Nummer 2.0.

Bewertung: ***

Das Glück von Marienzell hängt am Glasfaserkabel. Da das bayerische Kaff kein Highspeed-Internet hat, ziehen viele weg. Um die Landflucht zu stoppen, schmieden Waltraud (Gisela Schneeberger), Maria (Bettina Mittendorfer) und Lena (Rosalie Thomass) einen Plan: Mit der Siegesprämie eines Tanzwettbewerbs soll das Glasfaserkabelnetz finanziert werden. Witzige Fortsetzung der Provinzkomödie.

Refugee Lullaby

Bewertung: ****

Ein Schäfer für alle: Ronit Kertsner porträtiert den jüdischen Wanderschäfer Hans Breuer in diesem außergewöhnlichen Dokumentarfilm. Ein herzerwärmendes Plädoyer für das Miteinander. Lesen Sie eine ausführliche Kritik hier.

Down to Earth

Bewertung: ***

Gefällige Doku über eine fünfköpfige Familie, die einen ungewöhnlichen Weg wählt, um aus dem Hamsterrad auszusteigen. Fünf Jahre lang lebt die Familie bei Stammesgemeinschaften und interviewen Medizinmänner und Heiler. Im Zentrum der Gespräche: Wie man ein Leben in Verbundenheit mit der Natur führen kann.

Gemini Man

Bewertung: ***

Doppelgänger-Action mit Will Smith: Action & CGI sind top, das halbgute Drehbuch kann aber selbst Allround-Oscar-Regisseur Ang Lee nicht retten.

What You Gonna Do When the World’s on Fire

Bewertung: ***

Dokumentarfilm in seiner reinsten Form, ohne Einmischung und in Schwarz-Weiß: Roberto Minervini begleitet in Louisiana afro-amerikanische Underdogs in ihrem Alltag.

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