Musikschaffenden reicht esSie fordern angemessene Beteiligung am Streaming-Geschäft

Die anstehende Novelle zum Urheberrecht sehen Musikschaffende in Österreich als Möglichkeit, endlich fair an der Vermarktung im Online-Bereich beteiligt zu werden. Orchester aus ganz Österreich und einzelne Künstler wie Wolfgang Ambros oder Musikerinnen wie Christina Stürmer fordern die Bundesregierung zum Handeln auf.

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Musik ist überall - die Musikschaffenden wollen für ihre Leistungen aber auch gerecht bezahlt werden
Musik ist überall - die Musikschaffenden wollen für ihre Leistungen aber auch gerecht bezahlt werden © olly - Fotolia
 

"Streamingplattformen, Internetkonzerne und einige große Tonträgerhersteller verwerten unsere Leistungen, ohne uns angemessen zu beteiligen", heißt es in einem Brief an Bundeskanzler Alexander Schallenberg und andere Vertreter der Regierung. Gezeichnet ist der Brief von Orchestern aus ganz Österreich: Angefangen beim Bruckner Orchester Linz über das Wiener Staatsopernorchester bis hin zum Orchester der Vereinigten Bühnen Wien.

Als Möglichkeit sehen die Musiker die anstehende Novelle zum Urheberrechtsgesetz: "Es ist hoch an der Zeit, die Abgeltung unserer künstlerischen Leistungen insbesondere für Nutzungen im Internet gesetzlich zu regeln. Dazu bietet die anstehende Novelle des Urheberrechts mit der Einführung eines fairen Urhebervertragsrechts und fairer Vergütungsansprüche eine ausgezeichnete Gelegenheit."

Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen Autoren oder Peter Paul Skrepek von der Musikergilde fordern ebenfalls ihre Rechte ein: "Wir haben nichts unversucht lassen, die Österreichische Bundesregierung auf die dramatische Situation bei der Verwertung unserer Werke durch Internetplattformen und Streaming-Dienste hinzuweisen." Und sie sagen weiter: "Wir wenden uns daher mit unserem an die Regierung gerichteten Schreiben an die Öffentlichkeit, an die wir appellieren, uns bei unserem Anliegen der Vergütung unserer Arbeit und Werke im Internet durch entsprechende Regelungen in der Urheberrechtsgesetznovelle 2021 zu unterstützen."

Auch einzelne Künstlerinnen und Künstler unterstützen diese Intitiativen: So Wolfgang Ambros, Maria Bill, Ulli Bäer, Thomas Gansch, Sandra Pires, Christina Stürmer, Christian Kolonovits, Gary Lux und viele andere. Ein wichtiger Aspekt wird dabei auch angesprochen: "Schließlich stärkt die Lösung dieses Problems die Musikwirtschaft Österreichs in ihrer Gesamtheit und schafft die Grundlage für eine lebendige und prosperierende Musikszene, die dadurch einen wertvollen Beitrag zum wirtschaftlichen Wiederaufbau und zum Erhalt unserer Reputation als Kulturnation zu leisten imstande ist."

Wie essenziell der Bereich Streaming ist, zeigt der Bericht der Musikwirtschaft Österreichs 2020: Von den 171,6 Millionen Euro Umsatz werden 91,6 im Bereich Streaming umgesetzt. Im Vergleich: Der CD-Umsatz ist 2020 auf 30,5 Millionen gesunken.

Kommentare (1)
DukeNude
1
2
Lesenswert?

das Problem ist,

dass Geld nur fließt, wenn man auch gehört wird. Sogenannte "Gage" gibts nicht.