"Causa Kurz" Burgtheater: Chatprotokolle als Lesung inszeniert

Schauspielerinnen und Schauspieler des Burgtheaters Wien haben aus den Chatprotokollen gelesen - am Samstag wird dazu ein Video veröffentlicht.

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Schauspieler und Schauspielerinnen des Burgtheaters lesen die Chatprotokolle
Schauspieler und Schauspielerinnen des Burgtheaters lesen die Chatprotokolle © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Die "Causa Kurz" wird auch zum Thema auf der Bühne. Am Samstag um 10 Uhr veröffentlicht das Burgtheater gemeinsam mit der Tageszeitung "Der Standard" auf den jeweiligen Websites ein Video, in dem Ensemblemitglieder aus jenen Chatprotokollen vortragen, die der Staatsanwaltschaft als Ausgangspunkt für ihre Ermittlungen dienen. Die Protokolle sollen im Rahmen der Aktion "in Szene und Kontext" gesetzt werden, das Video auch über den Samstag hinaus abrufbar sein.

"Damit Sie sich selbst ein Bild von all den Vorgängen machen können", heißt es in der Ankündigung. Seitens des Burgtheaters sind die Ensemblemitglieder Regina Fritsch, Daniel Jesch, Christoph Luser, Dörte Lyssewski, Robert Reinagl und Nils Strunk involviert. Sie schlüpfen in die Rollen von Sebastian Kurz, Thomas Schmid und anderen.

Der "Standard" war laut Angaben des Theaters mit der Frage ans Haus herangetreten, ob das Burgtheater an einer Dokumentation größerer Auszüge der Chatprotokolle mitwirken möchte. Damit soll laut Angaben des Hauses "die Dimension sichtbar" gemacht werden. Während die Zusammenstellung sowie die Videoproduktion von der Zeitung stammt, zeichnet Burgtheaterdirektor Martin Kušej gemeinsam mit den beteiligten Ensemblemitgliedern für die künstlerische Umsetzung der Lesung verantwortlich. Die Dreharbeiten fanden auf einer Probebühne im Arsenal statt. Rechtliche Probleme sieht man nicht, das Projekt sei durch die Kunstfreiheit gedeckt, so das Theater auf Anfrage der Austria Presse Agentur.

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Danke für Ihr Verständnis.

Rinder
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Burgtheater

Die wehleidigen Künstler werden in Österreich enorm gefördert. Ihr Ego ist derart übersteigert, dass sie keinen Boden mehr spüren. Abos sollte man überdenken.

Lepus52
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Gute Idee !

Hoffentlich kommen Schmid & Kurz nicht auf die Idee ein Autorenhonorar zu verrechnen.

Guccighost
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das der Mensch generel

gern drauf tritt wenn man schon auf den Boden liegt
erinnert irgendwie an schreckliche Zeiten unserer Geschichte
eine richtige Hasenjagt

Mastermind73
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aber die Staatskünstler *KOTZ*

sind ja die GUTEN - die dürfen das....

Kolibri11
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Subventionskünstler sollten sich nich in die Politik einmischen!

Das sollen sie gefälligst privat machen, nicht auf Staatskosten, haben die keine anderen Rollenangebote?

zweigerl
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Willkommene Exzitationstexte

Es geht wohl auch um die nachlassende Außenwirkung von Schauspielenden innerhalb der Blase "Staatstheater". Da kommen solche eh schon hinreichend skandalisierte Chatstexte gerade Recht, ein bisserl Feuer auf der Bühne zu erzeugen, ohne sich wieder einmal physiologisch und körperlich nackt machen zu müssen.

Planck
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*laughing out loud*

Mir gefällt :-)

hortig
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Burgtheater

Das soll Kultur sein?????

Planck
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"Das Theater

ist weder moralische Anstalt noch Bordell. Beides hat auf dem Theater Platz." (Gotthold Ephraim Lessing, 1729--1781)

Manchmal hab' ich das Gefühl, die menschliche Zivilisation war schon einmal weiter.
Das ist naturgemäß auch nicht jedem zu verklickern ...

Chruchhill
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Passend zum Regime

ist es auf jeden Fall.

Amadeus005
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Kunst und Kultur

Passt schon

Markie2
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Kulturförderung

Kassieren jedes Jahr hohe Summen an Kulturförderung, die von ALLEN österreichischen Steuerzahlern finanziert wird!

mobile49
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diese personen , deren chats "vorgelesen" werden

werden ausschließlich von uns steuerzahlern finanziert und das sind immens hohe beträge

oder seh ich das falsch ?!?

Balrog206
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Ja

Und diese Personen vergeben auch das Geld unser Steuergeld an did Kultur und das nicht Zuwenig !

lieschenmueller
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Und sollen diese Personen deswegen willfährig sein in Bezug auf die Politik?

Otto-Normalverbraucher war, als es für ihn (ab gewisser Einkommenshöhe) Geld gab, eh viel zu nachsichtig mit Türkis, aus Angst, man könne ihnen das durch andere wieder nehmen. Ein guter Schachzug von denen, muss man ihnen lassen. Mit Speck fängt man Mäuse.

Fairerweise möchte ich anfügen, die Burgschauspieler hatten ebenfalls nicht immer Courage. Nämlich unter einem anderen Direktor, bei Unstimmigkeiten mit diesem, war ein Großteil ziemlich schmähstad und fürchteten um Nichtbesetzung statt mit einem Teil aufzubegehren. Da menschelte es genauso.