Interview zum PensionsantrittRenate Clemens-Marinschek: „Man kann leider nicht jeden retten“

Renate Clemens-Marinschek (65), Jahrzehntelang ärztliche Leiterin des Krankenhauses de La Tour, über Sucht als Stigmata, Alkohol als Alltagsbegleiter und ihre Pensionspläne.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Suchtbereich verabschiedete sich Clemens-Marinschek in die Pension © (c) Markus Traussnig (Markus Traussnig)
 

Sie haben mehr als 20 Jahre lang im Suchtbereich gearbeitet, die Drogenambulanz in Villach mitaufgebaut. Wie schafft man es, sich privat von diesem Thema zu distanzieren?
Renate Clemens-Marinschek: In den ersten Jahren kann man es nur schwer ablegen. Im Laufe der Zeit erlangt man eine bestimmte Professionalität, denn die Dinge wiederholen sich ja auch immer wieder, man hat Erfahrungswerte, die es einfacher machen, zu filtern. Natürlich bildet sich auch die Einsicht, dass man leider nicht jeden retten kann. Ich sage immer, die letzte Entscheidung trifft der Patient.

Kommentare (1)
GordonKelz
0
4
Lesenswert?

Eine ganz besondere Frau! Alles Gute in der

Pension!
Gordon