Greifenburg, Berg, DellachDrautaler Bürgermeister: "Bürger haben ein Recht auf B 100-Ausbau"

18 Kilometer der Drautalstraße wurden von 2000 bis 2009 erneuert. Die Bürgermeister von Greifenburg, Berg und Dellach setzen sich für die noch offenen Bauabschnitte ein.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Das Nadelöhr im Zentrum von Greifenburg: Hier kommen zwei Fahrzeuge nicht aneinander vorbei © MARTINA PIRKER
 

"Den Bewohnern des Oberen Drautales sind der Zustand und der Verlauf der Drautalstraße nicht mehr länger zumutbar“, sagen die ÖVP-Bürgermeister Josef Brandner (Greifenburg), Wolfgang Krenn (Berg) und Johannes Pirker (Dellach) unisono. Der Ausbau der B 100 von Steinfeld West bis Dellach West ist eine langjährige Forderung. Von 2000 bis 2009 wurden 18 Kilometer von Sachsenburg bis Steinfeld West neu errichtet beziehungsweise saniert. Seither wurden für die verbleibenden beiden Bauabschnitte mehrere Varianten ausgearbeitet und wieder verworfen, bis man sich 2020 auf eine bahnparallele Trasse einigen konnte.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

47er
1
9
Lesenswert?

Jeder Kritiker sollte mal dienstags oder donnerstags mit seinem PKW die Strecke befahren,

er wird wahrscheinlich fast gleich vielen LKW`s als PKW`s begegnen. Viele der LKW`s haben zudem noch ausländische Kennzeichen, ein Zeichen von viel Transit und Mautflucht. Transit gehört auf die Schiene, leider ist die Frächterlobby europaweit stärker.

ErichGolger
3
12
Lesenswert?

Einfach zum Nachdenken


Zum Thema Verkehr und Ausbau Drautalstrasse B100 sind mehrere Aspekte zu berücksichtigen:

- da sind immer noch leidgeprüfte Anrainer der B100, die noch nicht durch eine Umfahrung entlastet wurden. Der Ausbau der B100 zur Entlastung der Anrainer darf nicht gestoppt werden.

- es ist richtig, dass eine ausgebaute B100 den Transitverkehr anzieht. Daher sind regional Maßnahmen zur Reduzierung des LKW-Verkehrs unerlässlich. Das könnte durch Zeit- und/oder Tonnagebeschränkungen, sowie Routenbeschränkungen für Ziel- und Quellverkehr erfolgen.

- Ein wesentlicher, wenn auch überregionaler und internationaler Aspekt ist die seit Jahrzehnten nicht umgesetzte Forderung, den Güterverkehr überwiegend auf der Schiene abzuwickeln. Die Idee privat geführter Güterzüge sollte ausgebaut werden.

- Durch die LKW-Lobby wird immer noch erfolgreich verhindert, dass auf der Straße Kostenwahrheit zum Tragen kommt; nämlich, dass die Kosten für die exponentiell höhere Abnutzung unserer Straßen durch den LKW auch nach dem Verursacherprinzip entsprechend getragen werden. Ein 40to LKW belastet die Straße gegenüber einem PKW um das x-tausendfache.

joektn
0
7
Lesenswert?

Güter auf die Schiene

Was ich nicht verstehe - einerseits wird die Verlagerung auf die Schiene gefordert, aber wenn der Güterbahnhof geschlossen wird, bekommen die Politiker den Mund nicht auf. Was wurde versucht um eine Schließung zu verhindern? Wieso hat man nicht eines der über 40 (!) Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) in Österreich damit beauftragt es weiter zu betreiben? Warum gab es keine Förderungen für den Schienenverkehr von Seiten der Gemeinden?
Ich würde mir wünschen, dass die Politik genauso hart für die Schiene kämpft, wie sie es für die Straßen tun. Bei der Straße spielt Geld ja anscheinend keine Rolle, bei der Bahn scheitert es wegen ein paar tausend Euro an Förderung.
Ich bin mir sicher es gäbe genug Private EVUs die an einem Güterverkehr ab Greifenburg interessiert wären, sofern man dort eine bestimmte Tonnage bereit stellen kann.