WolfsbergKuh musste in Innenstadt von Cobra erschossen werden

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde die Cobra am Dienstag gerufen. Das Einsatzkommando musste in Wolfsberg eine entlaufene Kuh zur Strecke bringen.

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Ganz oben am steilen Wiesenhang in Schlossnähe in Wolfsberg wurde die Kuh von der Cobra erlegt © Bettina Friedl
 

Am Dienstag um 9.45 Uhr wollte ein Lavanttaler Landwirt eine Kuh von seinem Viehanhänger beim Bahnhof Wolfsberg in einen Viehtransporter vom Schlachthof verladen. Doch die Kuh büchste aus, nachdem sie gewogen wurde, sprang über den Zaun der Verladestation und rannte Richtung gelbe Brücke beim Rathaus. Dem Landwirt gelang es, die Kuh einzufangen und band sie an einen Zaun. Doch das Vieh riss sich los und lief Richtung Schloss Wolfsberg und dann weiter zum Paurischen Haus.

"Bei der Polizei gingen mehrere Anrufe ein, dass eine Kuh in der Stadt herumläuft", erzählt einer der vier Polizeibeamten, die ab dem Paurischen Haus im Einsatz waren. Mehrere Versuche, die Kuh einzufangen und in den Viehanhänger des Landwirtes zu treiben, missglückten. "Wir hatten keine Chance, das Tier einzufangen. Die Kuh war total aufgebracht und lief auf mich zu. Ich bin im letzten Moment über ein Geländer zur Seite gesprungen und die Kuh hat das Polizeiauto leicht beschädigt. Sie riss dann noch einen Zaun nieder und ist in einem steilen Obstgarten stehengeblieben", erzählt der Beamte.

Cobra alarmiert

Daraufhin wurde mit dem Landwirt und dessen Tierarzt beraten, wie weiter vorgegangen werden soll. "Eine Betäubung stand im Raum, aber nachdem niemand abschätzen konnte, was die Kuh noch alles beschädigen könnte oder ob sie gar jemanden verletzen würde, bis die Betäubung wirkt, war es der ausdrückliche Wunsch des Bauern, dass die Kuh erlegt wird, bevor noch mehr passiert."

Vom Paurischen Haus weiter über dieses Grundstück gelangte die Kuh über den Zaun in den steilen Obstgarten Foto © Bettina Friedl

Daraufhin wurde die Cobra verständigt, die mit vier Mann aus Klagenfurt anrückte und das Tier mit zwei gezielten Kopfschüssen erlegte. Wieso die Cobra? "Polizeibeamte sind dafür nicht ausgestattet und soviel ich weiß, dürfen Jäger im Stadtgebiet nicht schießen. Und die Cobra ist für schwierige Szenarien ausgebildet", antwortet der Polizist und fügt hinzu: "Nach den zwei Schüssen war das Tier tot, doch zur Sicherheit hat noch ein ortsansässiger Fleischer die Kuh zusätzlich mit einem Schlagbolzen fachgerecht erschlagen."

Danach rückte die Feuerwehr Wolfsberg an, um das rund 800 Kilo schwere tote Tier im steilen Gelände mittels Seilwinde zu bergen. An der Schoßbachstraße wurde der Kadaver der Tierkörperentsorgung übergeben.

An dieser Stelle blieb die Kuh stehen, von diesem kleinen Plateau geht die Obstwiese steil bergab Foto © Bettina Friedl

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Danke für Ihr Verständnis.

fritzthecat333
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Es ist schon seltsam,

dass die Tiere nicht auf den Schlachthof wollen ?!!!

Immer wieder entkommt einmal ein Tier und wird dann auf andere Art und Weise hingerichtet.

Will man wirklich ein Fleisch essen, in dem der ganze Stress und die Angst der Tiere steckt? Ich kann mir kaum vorstellen, dass das neben den ganzen Medikamentenrückständen gesund sein kann ;)

eveline49
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Olda

Wenn ein Schaf ausbüchst so wie hier die Kuh, kommt dann auch die Cobra??? Die arme Kuh. Und ist eh schon erschossen, was braucht dann noch der Bolzenschuss???

joektn
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Rechtlich verpflichtend

Eine Kuh erschießen mittels Gewehr ist laut Gesetz unzulässig, da es einerseits keine Schlachtung ist und da der Polizist auch kein Fleischer oder Tierarzt ist, der befugt dazu wäre. Daher muss eben nachträglich der Bolzenschuss gesetzt werden von jemanden der das kann und darf um sich rechtlich abzusichern.
Sonst wäre es Tierquälerei und somit strafbar. Irre aber ist leider so.

Amordsgaude
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Das ist ein

kompletter Blödsinn, was sie da Schreiben. Wenn ein Tier tot ist, muss man es nicht nochmals töten, lesen sie das Tierschutzgesetz. Eine Tierquälerei liegt nur dann vor, wenn man einem Tier unnotwendige Qualen zufügt und dieses dadurch leidet. Und das ist hier nicht der Fall! Außerdem wurde der Kadaver der TKE zugeführt und nicht verwertet und somit ist vollkommen egal wer das Tier getöter hat.

fritzthecat333
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achso Amordsgaude

ich würde Ihre Behauptung als kompletten Blödsinn werten, wenn Sie sagen, dass ja keine Tierquälerei stattgefunden hat.

Unnötige Qualen entstehen in der Haltung, im Transport und teilweise auch bei der Schlachtung!

KleineMeinung
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Schon amol wos von „Betäuben“ ghört…

…ihr Wahnsinnigen?
und dann noch entsorgen!! I glaubs nit

joektn
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Entsorgen

Da es nicht in einem kontrollierten und zertifizierten Schlachthof getötet wurde entspricht es nicht der Lebensmittelverordnung und darf daher auch nicht verarbeitet werden. Somit bleibt nur eine Entsorgung übrig.
Die Gesetze hier sind echt spannend und nicht immer nachvollziehbar.

KleineMeinung
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Donn zerleg i de holt fürn Eigengebrauch….

,… muass des Fleisch jo nit verkaufen…
A Gfriertrugn wert jo wohl zum kregn sein🙄🙄

mounty
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Cobra

Und wer zahlt dem Bauern den Schaden, hoffentlich di Cobra

Alfa166
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Hätten Sie den Artikel gelesen, wüssten Sie, dass es der ausdrückliche Wunsch

Des Bauern war, die Kuh zu erschießen, bevor die noch mehr Schaden anrichtet. Also, warum sollte das Innenministerium dem Bauern irgendwas ersetzen? Der Bauer muss nun schauen, ob er wohl reichlich gut versichert ist für den Schaden, den seine Kuh angerichtet hat.

Amordsgaude
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Die arme Kuh,

wurde zuerst von der Cobra mit zwei gezielten Kopfschüssen getötet und anschließend von einem Fleischer mit dem Bolzenschussgerät fachmännisch erschossen....i glab i tram!