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GedankenspieleTräumen wird man ja noch dürfen

Muss eine respektvolle, gestaltende Politik ein Traum bleiben?

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Neulich träumte ich, wir hätten einen jungen Bundeskanzler. Oder war es eine Bundeskanzlerin? Ich glaube, ja. Eine moderne junge Frau, intelligent, gebildet, warmherzig. Sie war eine Vertreterin ihrer Generation, aber sie konnte sich auch in Ältere und noch Jüngere hineinversetzen, denn sie war bodenständig und hatte Einfühlungsvermögen. Zwar stammte sie selbst aus bürgerlichen Verhältnissen, doch sie kannte auch das Leben von Menschen aus der Arbeiterschaft und deren Bedürfnisse. Wenn sie mit Menschen sprach, geschah dies ganz natürlich auf Augenhöhe, denn je nachdem, mit wem sie es zu tun hatte, dachte sie dabei an ihre Eltern, Großeltern, Geschwister, Nichten oder Neffen. So fühlte sie sich mit allen Menschen verbunden, gleich, welchen Alters, welcher Herkunft oder welcher Schicht. Diese grundlegende Menschenliebe machte auch vor nationalen Grenzen nicht halt. Denn sie wusste nicht, warum sie einen Österreicher aus Prinzip sympathischer finden sollte als einen Somalier. Sie spürte, dass wir im Grunde alle zusammengehören.

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