Österreicher in Israels Wüste Mars-Simulation AMADEE-20

Analog-Astronauten bereiten in Israels Wüste Leben auf dem Roten Planeten vor.

Sechs Astronauten der 13. analogen Mars-Feldsimulation "AMADEE-20" des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) befinden sich in einer dreiwöchigen Isolationsphase in der israelischen Negev-Wüste.

(c) AFP (JACK GUEZ)

Ziel des Projekts ist es, die Arbeit von Astronauten in marsähnlichen Umgebungen zu erforschen - in Kombination mit Robotern und modernster Technik. Die sechsköpfige Analog-Astronauten-Crew kommt aus Portugal, Spanien, Deutschland, Israel, den Niederlanden - und Österreich.

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Unter den Analog-Astronauten ist der Tiroler Quantenphysiker Robert Wild.

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Es sollen nicht nur neue Technologien erprobt werden, Analogforschung suche auch nach Schwachpunkten und Fehlern in den Arbeitsabläufen, betont Wild.

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Die ÖWF Mars-Simulation wird vom Mission Support Center Innsbruck geleitet und in Kooperation mit der israelischen Raumfahrtagentur ISA und der "Desert Mars Analog Ramon Station" (D-MARS) coronabedingt ein Jahr später als geplant vom 4. bis 31. Oktober durchgeführt.

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Das Habitat befindet sich im Ramon-Krater, dem größtem Erosionskrater in der Negev Wüste im Süden von Israel, und soll auch nach "AMADEE-20" für weitere derartige Missionen verwendet werden. Getestet wird unter anderem eine autonom fliegende Drohne, die bei der Kartierung unbekannten Terrains und der Rettung verschollener Astronauten helfen soll.

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Vor mir sehe ich Sandsteinfelsen - in hellgold, braun, teilweise auch lila. Die Landschaft ist karg, aber interessant. Große Klippen säumen den Horizont", beschrieb Wild.

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Es ist die erste Feldsimulation, in der die Analog-Astronauten komplett in Isolation agieren. Ein Team von fünf bis zehn Leuten leistet in der Nähe des Habitats Unterstützungsarbeit - ohne dabei mit den Astronauten in Kontakt zu treten. Die TU Graz steuerte den Rover "Mercator" bei.

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An der Mission sind mehr als 200 Wissenschafter aus 25 Ländern beteiligt. Wild ist einer von sechs ausgewählten Forschern unterschiedlichster Disziplinen, die als Analog-Astronauten die Isolationsphase bestreiten.

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Die Gruppe hat einen Trainingsplan bekommen, um sich auch körperlich auf die Außeneinsätze im Raumanzug vorzubereiten. Dieser ist 40 Kilogramm schwer, schilderte Analog-Astronaut Wild.

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"Das Wichtigste ist, dass Menschen nie aufhören, die Welt zu erkunden", beantwortete Wild die Frage, warum es überhaupt wichtig ist, dass die Menschheit den Mars erforscht.

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Es werde aber sicherlich noch rund 20 Jahre dauern, bis der Mensch auf dem Roten Planeten lande, schätzte Wild.

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Wild selbst wäre zwar gern bei einer "echten" Mars-Mission dabei - "bis es soweit ist, bin ich aber wahrscheinlich schon zu alt", räumte der Innsbrucker ein.

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"Vor mir sehe ich Sandsteinfelsen - in hellgold, braun, teilweise auch lila. Die Landschaft ist karg, aber interessant. Große Klippen säumen den Horizont", beschrieb Wild die Szenerie.

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Das Habitat besteht aus zwei Räumen, in dem 50 Quadratmeter großen "Crew Module" werden die sechs Forscher schlafen, essen und trainieren, der Nebenraum dient als Labor, Wissenschafts- und Kommandoeinheit, Lager und Krankenstation.

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Es ist die erste Feldsimulation, in der die Analog-Astronauten komplett in Isolation agieren.

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