KlimaschutzLandwirt plädiert für Wandel: "Die Zukunft gehört dem Bio-Landbau"

Štefan Merkac bricht eine Lanze für eine biologische Landwirtschaft. Auch durch eine Umstellung der Ernährung, etwa weniger Fleisch-Verzehr, kann man einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

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Štefan Merkac gründete den Verein „Eco-direkt“, der im „Gšeft“ landwirtschaftliche Produkte aus dem Alpe Adria Raum anbietet © (c) Rosina Katz-Logar
 

"Die Landwirtschaft in Österreich verursacht zehn Prozent des CO2-Ausstoßes. Das entspricht dem EU-Schnitt“, sagt Štefan Merkac, Biobauer und promovierter Biologe. Die Landwirtschaft ist gleichzeitig Hauptleidtragende der Klimakrise. Hitzewellen, Starkregen und anhaltende Dürreperioden beeinflussen die Ernteerträge negativ. Die Verlängerung der Vegetationsperiode ist wegen der Fröste im Frühjahr und im Herbst schuld an so manchem Ernteausfall. „Dabei könnte die Landwirtschaft, zum Beispiel durch intelligenten Humusaufbau, viel dazu beitragen, um das Klima zu retten“, glaubt der 57-Jährige.

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clanjamaka
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Leider...

... sieht das unser Landwirtschaftsministerium anscheinend anders und plant Biologische Landwirtschaft als eigene Säule ab der nächsten Förderperiode zu streichen. Wird spannend wie viele Biobauern dann noch weiter machen. Vielleicht könnte die Kleine Zeitung die Ministerin um eine Stellungnahme bitten, dem Bioverband gibt sie anscheinend keine Auskunft.

Gabi68p
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Vegetarisch …

… gut und schön. Aber vor allem auch regional UND saisonal. Dem Klima bringt’s wenig/nichts wenn man auf Fleischersatz aus Soja umsteigt. Exotische Früchte, Avocados, frische Erdbeeren im Jänner etc. haben mehr von der Welt gesehen als so manch einer unter uns und können nicht klimafreundlich sein. Bei solchen Produkten wäre eine satte CO2 Steuer wünschenswert.

Lepus52
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Prestigeobjekt Großtraktor

Wenn man jetzt übers Land fährt, dann fallen einem die monströsen "Arbeitsgeräte" auf, die eher Prestige als Nutzen vermitteln. Diese schweren Geräte verdichten den Boden und sind alles andere als ökologisch. Da braucht kein Bauer jammern, wenn er im geheizten und mit allen Raffinessen ausgestatteten Fahrerhaus zum Wirt ins Dorf fährt, um sich Zigaretten zu holen.

Hildegard11
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Eigentlich traurig, ....

...dass es etwas anderes als Bio gibt. Jeder Landwirt sollte seinen Boden lieben und pflegen und entsprechend entlohnt werden. Die Agroindustriellen gehören nicht gefördert und dazu noch verpönt.

melahide
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Dabei

ist ein großer Teil unserer Landwirtschaft darauf aufgebaut. Monokultur, zu viel Dünger, Spritzmittel, schnelles Wachstum, hoher Ertrag. Bio bringt da viel mehr.