Umstrittener Freispruch Warum der Fall Rittenhouse längst zu etwas Größerem wurde

Kyle Rittenhouse erschoss als 17-Jähriger bei Protesten zwei Menschen. Sein Freispruch trat nun in den USA einmal mehr eine politische Diskussion los.

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Aktivisten sagen: Wäre Rittenhouse schwarz, wäre er verurteilt worden
Aktivisten sagen: Wäre Rittenhouse schwarz, wäre er verurteilt worden © (c) AFP (KEREM YUCEL)
 

Dass Matt Gaetz immer für eine Provokation gut ist, bewies der Kongressabgeordnete aus Florida in der vergangenen Woche einmal mehr. Bevor die Jury in Kenosha County, Wisconsin, ihr Urteil über Kyle Rittenhouse verkündete – einen Jugendlichen, der 2020 bei Protesten gegen Polizeigewalt zwei Menschen erschossen hatte, verteidigte Gaetz den 18-Jährigen im Interview mit dem weit rechts stehenden Fernsehsender Newsmax. Er sei sicher, dass Rittenhouse unschuldig sei.

"Er würde vermutlich einen guten Praktikanten im Kongress abgeben", so der Republikaner. "Vielleicht melden wir uns bei ihm und schauen, ob er daran interessiert ist, dem Land auch auf andere Weise zu helfen." Ob Gaetz ein geeigneter Leumundszeuge ist, muss Rittenhouse selbst entscheiden. Gegen den engen Trump-Vertrauten wird Medienberichten zufolge wegen Menschenhandels zu sexuellen Zwecken ermittelt. Doch die öffentliche Unterstützung eines prominenten Vertreters aus dem Dunstkreis des ehemaligen Präsidenten zeigt, wie der Fall des heute 18-jährigen längst zu etwas Größerem geworden ist als die juristische Aufarbeitung des Todes von zwei Menschen.

Kommentare (7)
herwig67
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Typisch Amerika

das Urteil macht nur sprachlos.

daFeinspitz
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Ein sehr schwieriger Fall mit vielen Facetten

Viel umfangreicher als hier dargestellt.
Nach langer Recherche verstehe ich beide Seiten. Das schlimmste daran ist jedoch, das hier wieder ein Thema ausgenutzt wird um zu die Gesellschaft zu spalten.

Ifrogmi
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was ist an der "opfer"seite zu verstehen?

einfach die videos ansehen, dann wird klar, dass es sich um selbstverteidigung handelte. warum er bewwaffnet herumrennen musste ist wohl dem american lifestyle geschuldet.
sämtliche zeugen mussten ihre ursprünglichen aussagen gegen Rittenhouse widerrufen und seine version stützen, nachdem die von der staatsanwaltschaft dem gericht vorgelegten, verpixelten videos plötzlich in hochauflösend auftauchten.
dass die 3 er-, bzw. angeschossenen alle ein fettes vorstrafenregister von gewalttaten bis zur mehrjährigen haftsrafe wegen kindesmissbrauchs (baby) hatten, war in der art der attacken auf den 17jährigen deutlich zu sehen.
trotzdem wurde das narrativ verbreitet, dass die 3 "helden" sind, Rittenhouse 3 schwarze erschossen hätte, usw. die linken medien haben sich und ihre art dinge zu verdrehen wunderbar vorgeführt und den dumben rechtsaussen eine steilvorlage gegeben.

hans31
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???

In dem Video ist zu erkennen das es sich bei den Erschossenen um Vorbestrafte und um Pädophile handelt?

Und das hat der Bursche erkannt und deshalb geschossen?

Also wen ich nicht immer auf Kartontafeln schießen mag, mach ich mich zur nächsten Demo auf, halte nach den radikalen ausschau, warte bis die Stimmung richtig aufkocht um dann als "Bürgerwehr" ein paar Leute legal zu erschießen!!

The American Way of Live!!

Ifrogmi
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stellen sie sich nicht naiv!

sie haben sehr wohl verstanden, dass sich der zusammenhang zwischen ihren vorstrafenregistern und den agriff auf einen 17jährigen bezieht. immerhin hat sich der erste aktiv, ohne grund auf ihn gestürzt und ihm die waffe entwenden wollen, der nächste hat ihm ein skateboard übergezogen, der dritte ihn mit einer pistole und passenden worten bedroht ohne das vorher von rittenhouse etwas ausgegangen wäre.
die problematik liegt ja in wirklichkeit bei einer gesellschaft in der ein grosser, ungebildeter mob sich unkontrollierbar verhält. geschäftsstrassen werden einfach ausgeräumt, bis 950$ fällt es neuerdings nicht mehr unter straftat. dieser teil bevölkerung rottet sich einfach zusammen, geht seelenruhigin ein grosskaufhaus , auch in kleine läden, nehmen alles mit, bzw. verwüsten alles und gehen unbehelligt von der polizei nach hause.
speziell asiatische geschäftsleute werden attackiert, es ist nicht lange her, dass diese mit waffen milizähnlich ihre geschäfte geschützt haben.
und in einem solchen umfeld war der bub halt wichtig, hat sich, ganz mann, eine schusswaffe umgehängt und mit seinem rot-kreuz-koffer verletzte demonbstranten versorgt. der hat, voll naiv, nie mit so einer situation gerechnet und wurde von erprobten gewalttätern attackiert.

Christoph7286
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Liebe Kleine Zeitung,

der Mann heißt Kyle nicht Josh wie in der Headline zu lesen.

Lg

Kleine Zeitung
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Aufmerksamer Leser

Danke für den Hinweis! Ist korrigiert.
Freundliche Grüße aus der Redaktion