Mobilitätsmesse Das sind die wichtigsten Neuheiten

Zum ersten Mal findet die herbstliche Mobilitätsmesse IAA in München statt. Einige Autohersteller haben abgesagt, dennoch wurden zahlreiche Neuheiten vorgestellt.

Als Promenadenmischung Schrägheckmodell und SUV steht der neue Mégane auf der neuen Elektro-Plattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi namens CMF-EV und streckt sich auf eine Länge von 4,21 Metern – damit ist er um 16 Zentimeter kürzer als der aktuelle fünftürige Mégane.

RENAULT

Unübersehbar ist im Innenraum der optionale, L-förmige „OpenR“-Bildschirm, der die digitalen Anzeigen der Instrumententafel und das Multimedia-Display der Mittelkonsole unter einer Glasabdeckung vereint. Weil der Schaltknauf hinter dem Lenkrad platziert wurde, ist Platz für eine Ablage zwischen den Vordersitzen mit einem Volumen von sieben Litern entstanden.

RENAULT

Der Mégane wird in zwei Varianten zu haben sein: Bei ersterer spult der Elektromotor eine Leistung von bis zu 96 kW (130 PS) und maximale 250 Newtonmeter Drehmoment ab und kommt mit ihrer 40-kWh-Batterie bis zu 300 Kilometer weit. Bei zweiterer sind es 160 kW (218 PS) und 300 Newtonmeter, gespeist aus einem Akku mit einer Kapazität von 60 kWh und bis zu 470 Kilometern Reichweite.

RENAULT

Er löst mit einem Schlag den Lodgy und den MCV ab: Der neue Dacia Jogger bringt auf einer Länge von 4,55 Metern bis zu sieben Sitze und ein Kombiheck unter, das je nach Anzahl der aufgeklappten Sitze 106 bis 1819 Liter fasst. Marktstart ist im Februar 2022.

DACIA

Im Cockpit treffen wir je nach Ausstattungsvariante auf Displays verschiedener Größen. Die mit der Dachreling kombinierten Träger können bei einer Dachlast bis 80 Kilo verschiedenste Utensilien tragen, von Ski und Fahrrädern bis zur Dachbox. 

DACIA

Motorisierung gibt es vorerst nur eine, nämlich einen 1-Liter-Turbobenziner mit 110 PS. 2023 reichen die Rumänen eine Hybrid-Version nach, die einen 1,6-Liter-Turbobenziner mit zwei Elektromotoren kombiniert.

DACIA

Mercedes präsentiert das vollelektrische Gegenstück der E-Klasse: den EQE, der Mitte 2022 auf den Markt kommt. Die Limousine streckt sich auf eine Länge von 4,95 Meter (Breite 1,96/Höhe 1,51 m).

Daimler AG

Das Innenraumdesign und die Ausstattung lehnen sich deutlich an die elektrische S-Klasse - den EQS - an, so sind beispielsweise der riesige Hyperscreen, automatisch öffnende vordere Türen und eine Hinterachslenkung als Sonderausstattung verfügbar.

Daimler AG

Die Batterie im EQE hat einen nutzbaren Energieinhalt von circa 90 kWh, die Reichweite soll bei 660 Kilometern liegen. Die Modellpalette wird bei der Markteinführung zwei Varianten umfassen: den EQE 350 mit 215 kW sowie ein zweites Modell, dessen Daten die Stuttgarter noch nicht verraten.

Daimler AG

Die fünfte Generation des Kia Sportage kommt Anfang 2022 in einer eigenen Version für Europa: Die orientiert sich bei den Abmessungen weitgehend am Vorgängermodell (4515/1865/1645 mm L/B/H, Radstand 2680 mm). Dennoch geht es im Innenraum jetzt luftiger zu, der Kofferraum fasst fürderhin je nach Antriebsvariante 591 bis 1780 Liter.

KIA

Im Cockpit sehen wir ein gewölbtes Panoramadisplay mit zwei Bildschirmen, das seitlich von den Lüftungsdüsen flankiert wird. Das rechte Display ist ein 12,3 Zoll großer Touchscreen, über den sich unter anderem die Funktionen des Infotainments steuern lassen, das linke bildet die digitalen Armaturen ab.

KIA

Bei der Plug-in-Version greifen ein 1,6-Liter-Turbobenziner (180 PS), ein Elektromotor (66,9 kW) und eine Lithium-Ionen-Polymer-Akku (13,8 kWh) zusammen und erwirtschaften eine Systemleistung von 265 PS.

KIA

Daimlers Tochtermarke Smart bringt ein Elektro-SUV auf den Markt. Einen ersten Vorgeschmack darauf gibt ein Showcar, dass in der seit 2019 bestehenden Zusammenarbeit zwischen dem Kleinstwagenspezialisten unter dem Dach von Mercedes-Benz und dem chinesischen Autokonzern Geely entstanden ist.

SMART

Der als Fünfsitzer in der Kompaktklasse angesidelte Smart misst in der Länge 4,29 Meter (Breite 1,91/Höhe 1,69 m). Der Radstand von 2,75 Meter lässt einen großzügigen Innenraum vermuten. Auffällig: Die Fondtüren sind hinten angeschlagen und öffnen gegenläufig, weshalb man auf eine B-Säule verzichten kann.

SMART

Die Technik unter dem Blechkleid – zu denen Smart noch keine konkreten Angaben macht – kommt aus China: Das SUV baut auf der sogenannten SEA-Plattform (Sustainable Experience Architecture) von Geely.

SMART

Schon 2025, als zwei Jahre früher als ursprünglich geplant, soll ein vollelektrischer Kleinwagen auf den Markt kommen, dessen Einstiegspreis die Wolfsburger mit rund 20.000 Euro angeben.

VOLKSWAGEN

Einen Vorgeschmack darauf gibt die auf der IAA in München präsentierte Studie des ID Life, der das Format eines VW Polo hat und bei Konzerntochter Seat in Spanien gebaut werden soll.

VOLKSWAGEN

Technisch basiert er auf dem modularen E-Antriebsbaukasten (MEB), hier auf das Kleinwagenformat zurechtgestutzt und mit Frontantrieb versehen. Der Akku mit 57 kWh soll für Reichweiten von rund 400 Kilometern gut sein. Im Fall der Studie spult der Elektromotor bis zu 172 kW (234 PS) ab.

VOLKSWAGEN

Schon seit Jahren halten sich die Gerüchte über eine vollelektrische Variante der G-Klasse von Mercedes, jetzt haben die Stuttgarter das Tuch von einem Showcar gezogen, dass die Serienversion ab 2024 vorwegnimmt.

Daimler AG

Seine Geländetauglichkeit, die soll der Mercedes G auch als Stromer nicht einbüßen: So baut die Karosserie weiterhin auf einem Leiterrahmen auf. Auch die Fahrwerkkonstruktion bleibt mit Einzelradaufhängung an der Vorderachse und mit einer für die Integration des Elektroantriebs neu entwickelten Starrachse hinten geländegängig.

Daimler AG

Statt der üblichen Reserveradabdeckung findet sich an der Hecktür eine verschließbare Box mit weiß beleuchteten Akzenten, deren Gestaltung an eine Wallbox erinnert. Darin könnte beispielsweise das Ladekabel bequem untergebracht werden.

Daimler AG

Mit seinem Showcar namens Grandsphere gibt Audi einen Ausblick darauf, wie die Oberklasse der Ingolstädter künftig aussehen könnte: Die Türen öffnen gegenläufig - und zwar automatisch, weil die 5,35 Meter lange, 2 Meter breite und 1,39 Meter niedrige Limousine ihre Passagiere am Gang erkennen können soll.

AUDI

Im autonomen Level-4-Fahrbetrieb verschwinden Lenkrad und Pedalerie im 2+2-Sitzer, statt Anzeigen auf Displays werden Informationen und Unterhaltung auf die Holzflächen unterhalb der Frontscheibe projiziert. Der Radstand streckt sich auf beeindruckende 3,19 Meter.

AUDI

Angetrieben wird das Showcar von einem Elektromotor an der Vorder- und Hinterachse mit einer Gesamtleistung von bis zu 530 kW und einem Drehmoment von 960 Newtonmetern. Als Kapazität der Batterie lassen sich mehr rund 120 kWh erwarten – und damit eine Reichweite von mehr als 750 Kilometern.

AUDI

Gut, die martialische Frontschürze, die ultrabreiten Schweller und den riesigen Heckflügel, die wird man sich wegdenken müssen. Aber dann hat man schon eine konkrete Idee davon, wie der rein elektrische Kleinwagen aussehen wird, den Cupra unterhalb des Kompakten Born 2025 auf den Markt bringen wird.

CUPRA

Orientierung geben auch die Abmessungen mit einer Länge von 4,1 Metern, einer Breite von 1,8 und einer Höhe von 1,4 Metern. Natürlich basierend auf dem modularen E-Antriebs-Baukasten des Volkswagenkonzerns, weshalb davon auszugehen ist, dass der Spanier wohl viele technische Geschwister unter den anderen Marken haben wird.

CUPRA

BMW hat auf der IAA in München ein zu 100 Prozent aus Altmaterial und nachwachsenden Rohstoffen hergestelltes Auto vorgestellt. Die Karosserie des knapp vier Metern langen Kleinwagens, der 2040 Realität werden könnte, besteht aus wiederverwertetem, nicht lackiertem Aluminium und Stahl.

BMW

Auch im Inneren des Viersitzers gibt es weder Chrom noch Leder, sondern ausschließlich recyceltes Material. Auf Bildschirme verzichtet der i Vision Circular: Für den Fahrer wichtige Anzeigen werden auf der Windschutzscheibe eingeblendet.

BMW

Wo Materialien aufeinandertreffen, sind sie mit Steckern und Schrauben verbunden, sodass sie beim Verschrotten des Autos leicht wieder getrennt und wiederverwendet werden können. Das Showcar ist als Elektroauto ausgelegt, dessen Feststoffbatterie des recyclingfähig und nahezu vollständig aus Materialien hergestellt werden soll, die aus dem Recyclingkreislauf stammen. 

BMW

Drücken wir es diplomatisch aus: Dezent wird es nicht, das erste vollelektrische Modell von Mercedes-Maybach. Das Showcar nimmt ein SUV der Oberklasse vorweg, dass  bereits 2022 als SUV-Version des EQS auf den Markt kommen wird, danach dann auch als Maybach.

Daimler AG

Der Innenraum ist mit vier Einzelsitzen bestuhlt, die Mittelkonsole scheint wie ein durchgehendes Band zu schweben und die große, gewölbte Bildschirmeinheit - bestehend aus drei Displays - zieht sich nahezu von A-Säule bis A‑Säule. 

Daimler AG

Typisch für Maybach sind die Zweifarbenlackierung, der "Kühlergrill" ist als schwarzes Panel mit Nadelstreifen ausgeführt. Mit dem Antriebsstrang aus dem EQS sollen Reichweiten von bis zu 600 Kilometern drinnen sein.

Daimler AG

Der Mission R ist Technologieträger und Schauobjekt von Porsches Zukunft. Die Designer haben ganze Arbeit geleistet, klassische Mittelmotor-Proportionen in einen elektrisch angetriebenen Sportwagen transformiert. 

PORSCHE

Dimensionen? Der Porsche Mission R ist 4326 Millimeter lang (etwas kürzer als die aktuelle Cayman-Baureihe), 1990 Millimetern breit und 1190 Millimetern flach. Alle Anzeigen sind auf der Sichtachse des Fahrers angeordnet, zwei Displays befinden sich auf der Lenksäule.

PORSCHE

Der im Qualifying-Modus knapp 1100 PS starke Allradler beschleunigt in weniger als 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Höchstgeschwindigkeit: über 300 km/h. Mit dem Konzept Mission R werden 30 bis 40 Minuten Fahrleistung elektrisch möglich sein, das entspricht den aktuellen Anforderungen bei den Markenpokalrennen.

PORSCHE
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