Ökologisch und regional Dieses Haus baut auf Natur

Karin und Christian Jester aus Spittal an der Drau sind Biobauern im Vollerwerb. Beim Umbau der ehemaligen Tenne haben sie konsequent auf die Verwendung von ökologischen und auch regionalen Baumaterialien gesetzt.

Die Architektur unseres Hauses ist nichts Besonderes, aber die Bauweise auf alle Fälle“, sagt Karin Jester vom Biobauernhof Ertl-Jester in Oberdorf bei Spittal. Der Plan: die Tenne des Bauernhofs mit rund 400 Quadratmetern zu angenehmen Wohnräumlichkeiten für sich und die drei kleinen Töchter umzubauen.

KLZ/Helmuth Weichselbraun

Höchste Priorität hatte aber die Nachhaltigkeit der verwendeten Materialien. „Vorhanden war eigentlich nichts. Es gab Bretter als Außenwände, und das Dach bestand nur aus Latten und Ziegeln“, erzählt Christian.

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Die Planung der Räume wurde vorerst nach den Familienprioritäten gegliedert: Ein großer Vorraum mit viel Stellfläche musste her, ebenso eine große Wohnküche – „Weil wir hier die meiste Zeit verbringen“ –, dafür eher kleine Schlafzimmer auf der Nordseite, „weil die ja wirklich nur zum Schlafen da sind.“

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Der geräumige Vorraum mit dem schönen handgebrannten Bodenziegeln. „Für uns war es ganz wichtig, dass das Baumaterial nicht nur ökologisch, sondern auch regional ist.“ Dass die Familie einen eigenen Wald besitzt, kam diesem Vorsatz sehr entgegen. 

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Der Esstisch in der Wohnküche bietet genügend Platz für die
Familie. Ein Großteil des benötigten Holzes, etwa für die Konstruktion des Wandaufbaus, kam aus dem eigenen Bestand.

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Beim Umbau wurde an einen Verarbeitungsraum gedacht. Am Biohof werden unterschiedliche Getreidesorten angebaut und verarbeitet. Fest stand: keine „Industrieware“. So wurde etwa für die Dämmung Hanf aus Unterkärnten verwendet.

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Bei den Außenwänden kamen Holzweichfaserplatten zum Einsatz, die anschließend mit Lehm und Kalk verputzt wurden, um sie widerstandsfähiger zu machen. Auch die Abschlussdecke ist mit Hanf gedämmt, über den dann ebenfalls ein Lehmputz gezogen wurde. „Das sorgt für ein angenehmes Wohnklima.“

KLZ/Helmuth Weichselbraun
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