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WettbewerbsfähigkeitÖsterreich rückt im Standort-Ranking vor

Singapur ist das wettbewerbsfähigste Land der Welt. Österreich ist in der Vergleichswertung um einen Rang vorgerückt, Deutschland um vier Plätze zurückgefallen.

© APA/AFP/JOE KLAMAR
 

Singapur ist das wettbewerbsfähigste Land der Welt vor den USA, zeigt der aktuelle Bericht des Weltwirtschaftsforums.

Deutschland ist in der neuen Rangliste von Platz 3 auf Platz 7 zurückgefallen. Überholt wird Deutschland von Hongkong, den Niederlanden, der Schweiz und Japan. Österreich ist um einen Rang auf den 21. Platz vorgerückt.

Österreich profitiert von einer günstigen Budgetentwicklung sowie niedrigen Inflationsraten, der Qualität von Straßen, Eisenbahnen, Elektrizität und Wasserversorgung sowie der Rechtssicherheit. Negativ wirken auf das Gesamtergebnis die hohe Belastung durch öffentliche Regulierungen, die beschränkte Anzahl von Flugverbindungen, die geringe Nutzung leistungsstarker Breitbandnetze oder die hohen Steuern und Abgaben auf Arbeit. Die österreichischen Führungskräfte beklagen zudem die mangelhafte Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte, insbesondere auch solcher mit digitalen Fertigkeiten. Mangelnde Mobilität innerhalb Österreichs sowie Beschränkungen beim Einsatz ausländischer Arbeitskräfte verstärken den Fachkräftemangel. Unterdurchschnittlich sind auch die Indikatoren zur Unternehmensfinanzierung, wo etwa die geringe Börsenkapitalisierung und der Mangel an Risikokapital negativ bewertet werden. Bemängelt werden weiters die geringe Bereitschaft zu unternehmerischen Risiko oder die Dauer der Gründung eines neuen Unternehmens.


Im Gesamtindex Wettbewerbsfähigkeit liegen die ersten Länder dicht beieinander. Singapur kommt auf 84,8 von 100 möglichen Punkten, Deutschland auf 81,8. Der Durchschnitt aller Länder liegt bei 61 Punkten. Darin sieht das WEF Probleme für die Zukunft. "Der Graben bei der Wettbewerbsfähigkeit ist umso besorgniserregender, weil die Weltwirtschaft mit der Aussicht auf einen Abschwung konfrontiert ist." "Die veränderte geopolitische Lage und die wachsenden Handelsspannungen heizen Unsicherheiten an und könnten zu einer Konjunkturabschwächung führen."

Die besten europäischen Standorte werden angeführt von den Niederlanden (4. Rang), der Schweiz (5. Rang) sowie Deutschland (7. Rang). Dahinter folgen auf den Rängen 8 bis 11 Schweden, das Vereinigte Königreich, Dänemark und Finnland.

China steht unterverändert auf Platz 28 der 141 untersuchten Staaten. Auf den letzten Rängen liegen der Kongo, Jemen und Tschad. Das rohstoffreiche Venezuela rutschte wegen der katastrophalen Wirtschaftslage 6 Plätze ab und landet mit Platz 133.

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