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Reismarke wird geändertUncle Ben’s bekommt neuen Namen und neues Logo

Die Veränderungen waren bereits vor einigen Monaten angekündigt worden, jetzt steht die neue Optik fest: Der US-Lebensmittelkonzern Mars ändert das Logo der Marke Uncle Ben's.

Der Marken-Kopf von Uncle Ben's war der eines älteren afroamerikanischen Mannes. Ab 2021 ist das Logo Geschichte. © AFP
 

Der US-Lebensmittelkonzern Mars wird die im Zuge der „Black Lives Matter“-Debatte unter Beschuss geratene Marke Uncle Ben’s ab 2021 als Ben’s Original und ohne das bisher gezeigte Porträt des mutmaßlichen Namensgebers des Traditionsunternehmens in die Regale bringen. Beibehalten werden nur der Schriftzug und die Farben Blau und Orange.

Mars kündigte bereits im Juni eine Namens- und Logoänderung an. Der Grund war die nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd entflammte weltweite Rassismusdebatte. Der 46-jährig Floyd wurde am 25. Mai bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis getötet. In der Folge kam es weltweit zu Massenprotesten gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Orange und Blau bleiben: Das neue Logo Foto © AP

Neben Mars kündigte in der Folge etwa auch der Pepsi-Konzern eine Umbenennung der US-Frühstücksmarke „Aunt Jemima“ an. Man habe erkannt, dass man rassistische Stereotypen bedient habe, teilte die Pepsi-Tochter Quaker Foods damals mit.

Zuerst nur für die Armee

In den 1910er-Jahren entwickelte der deutsch-britische Chemiker Erich Huzenlaub (1888–1964) ein Verfahren zum Parboiling. Der Geschäftsmann Gordon Harwell entwickelte 1943 mit dem Parboiling eine Methode zur Vorbehandlung von Reis, bei der sich Vitamine und Mineralstoffe im Inneren des Reiskorns ansammeln. Damit wird der Reis ernährungsphysiologisch wertvoller als nicht vorbehandelter geschälter weißer Reis. Zugleich wird durch das Parboiling die Neigung des gekochten Reises zum Kleben verringert.

Im gleichen Jahr wurde in Houston bei Converted Rice Inc., dem Vorgänger der Uncle Ben’s Inc., dieses Verfahren zum ersten Mal eingesetzt. In den ersten Jahren übernahm das Unternehmen ausschließlich die Versorgung der Armee. In den späten vierziger Jahren beschlossen der erste Direktor von Converted Rice Inc., Gordon Harwell, und Forrest E. Mars, Gründer der Mars Incorporated, den Reis allen amerikanischen Konsumenten anzubieten. Sie verwendeten dafür den Namen Uncle Ben’s, den Harwell schon seit den 1930er-Jahren nutzte. 1952, sechs Jahre nach Einführung, führte die Marke den Weltmarkt an. Die Marke expandierte bald auch nach Europa, 1960 erfolgte die Markteinführung in Deutschland, 1966 in Frankreich.

Als Marketingzeichen wurde der Kopf eines älteren afroamerikanischen Mannes gewählt.

Kommentare (13)

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melahide
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Die

Kommentarfunktion der KlZ erinnert immer mehr an die Kronen Zeitung. Natürlich ist es rassistisch, gerade in dem Zusammenhang, das der Kopf nicht den Gründer zeigt sondern ein historisch, stereotypisches Bild.

gpibins
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Schwachsinn !!!

Alles total übertriebener SCHWACHSINN !!!

smithers
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Da war ganz wichtig!

Wann wird endlich das Eskimo Eis verboten?

Bisher eine totale Diskriminierung der Inuits.

xandilus
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Alles ist Rassismus

Egal was und wie - wenn jemand danach sucht, wird er (pardon: es) immer rassistische Auswüchse entdecken können. Hier sehe ich jedoch den Satz "schlecht ist, wer Schlechtes dabei denkt" bestätigt.

altbayer
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Reis

Der Reis ist ja weiß - wie rassistisch kann dieses Lebensmittel nur sein !

clanthaler
0
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Naturreis kaufen und essen

Ist viel gesünder, es gibt auch steirischen!

Trieblhe
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@altbayer

Richtig - deswegen bin ich neuerdings dazu übergegangen auch schwarzen Reis zu kaufen. Wobei ich da auch überlegt habe, ob das keine rassistische Handlung ist 🤔

wollanig
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Inwiefern

stellt der Umstand, dass Onkel Ben's Reis von einem sympathischen älteren schwarzen Mann symbolisiert wird, Rassismus oder rassistische Stereotypen dar? Ich erkennen daran keine Verbindung mit Sklaven oder -arbeit. Er wird ja nicht als Feldarbeiter o. ä. dargestellt. Bitte um Erklärung.

Starfox
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Kurz gegoogelt

der Zusatz Onkel kommt nicht von ungefähr. Die Anrede Uncle und Aunt (Tante) stammt aus einer Zeit, als Schwarze nicht mit Mr. oder Mrs. angesprochen wurden. Das hätte sie auf eine Stufe mit Weißen gehoben.

wollanig
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Aha,

danke.

wollanig
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Dann hätten

sie den Onkel durch Mr. ersetzen können. Diskriminierung wäre Weg und der schwarze Herr hätte nicht verschwinden müssen. Das ist doch auch wieder diskriminierend dem großen Anteil schwarzer Bevölkerung gegenüber.

erstdenkendannsprechen
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Mr. Ben´s

gibt es schon

kropfrob
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Ist (in den USA) schon besetzt:

"Mister Ben's Ear Care with Aloe for Dogs" :-)