Kolumne vom BörsenparkettLogbuch eines Börsianers: Na bumm! Der Unternehmer, der Wellenreiter!

In seinem wöchentlichen "Logbuch eines Börsianers" bilanziert der erfahrene Kapitalmarktexperte Josef Obergantschnig das aktuelle Börsengeschehen.

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Josef Obergantschnig
Josef Obergantschnig © © Ethico
 

Josef Obergantschnig ist Präsident des Wirtschaftsethikklubs Ethico und allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Bank- und Börsenwesen. In seinem "Logbuch eines Börsianers" schildert der erfahrene Kapitalmarktexperte für die "Kleine Zeitung" seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse in diesem - auch auf dem Börsenparkett - ereignisreichen Zeiten und zieht jeweils eine Wochenbilanz.

Samstag, 27. November: Mitnaschen am Krypto-Kuchen

In dieser Woche ist wahrlich viel passiert. Ein Schluck von meinem Espresso haucht mir an diesem verregneten, kalten Morgen neues Leben ein. Es fällt mir schwer, meine Gedanken zu ordnen. In Österreich sind die Schotten wieder dicht. Als Unternehmer ist man gefordert. Man gleitet von einer Corona-Welle zur nächsten. Jede neue Welle bringt neue Herausforderungen und verursacht enormen wirtschaftlichen Schaden. Ein Großteil der Umsätze wird mit dem Weihnachtsgeschäft im November und Dezember lukriert. In den Branchen Unterhaltungselektronik, Uhren und Schmuck, Bücher oder Spielwaren lag der Umsatzanteil im Vorjahr bei mehr als 20 Prozent des Jahresumsatzes. Viel hat sich dabei in den Online-Bereich verlagert. Die Post geht davon aus, dass durch den Lockdown um zehn Prozent mehr Pakete versendet werden. Allein in Österreich bedeutet das zusätzliche 80.000 Pakete pro Tag. Laut Berechnungen der Linzer Johannes-Kepler Universität kostet der Lockdown Händlern 3,1 Milliarden Euro. Das ist ungefähr die Hälfte der Umsätze im November und Dezember. Na bumm! Der Unternehmer, der Wellenreiter!

In Deutschland haben wir seit dieser Woche eine neue Regierung. Die Ära-Merkel ist damit zu Ende. Auf die neue Mannschaft warten große Herausforderungen. Das Wirtschaftswunder gehört der Vergangenheit an und wirkt schon etwas verstaubt. 2021 wird Deutschlands Wirtschaft um 2,7 Prozent wachsen. Österreich weist mit 4,4 Prozent ein höheres Wachstum auf, liegt aber deutlich unter dem EU-Schnitt von fünf Prozent. Und das, obwohl die Alpenrepublik in der Krise 2020 deutlich stärker eingebrochen ist. Da können wir nur neidvoll auf die USA schauen, deren Wirtschaft heuer um 5,8 Prozent und damit mehr als doppelt so stark wachsen wird als jene Deutschlands.

Buchtipp

Der Finanzmarktexperte Josef Obergantschnig hat die dramatischen Entwicklungen an den Börsen ab März in Form eines – auch via Kleine Zeitung online geführten – Tagebuchs
festgehalten.

Seine pointierten und hintergründigen Kolumnen sind unter dem Titel „Tagebuch eines Börsianers – Corona Crash 2020 – Wie alles begann“ nun auch in Buchform erschienen (SCEN.Zeitwertverlag.ruhr; 500 Seiten; 20,20 Euro).

Hier geht's zum Video Buchpräsentation

In den USA wurde diese Woche Jerome Powell für eine zweite Amtszeit als US-Notenbank Chef bestätigt. Den 68-Jährigen wird es freuen. Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzesentwurf für das 1,75 Billionen Dollar Paket zum Ausbau des Sozialwesens und zur Bekämpfung des Klimawandels verabschiedet. Am US-Arbeitsmarkt gab es eine positive Überraschung. Die Erstanträge zur Arbeitslosenhilfe sind diese Woche auf den niedrigsten Stand seit 1969 gefallen. Das erhöht den Druck auf die Fed, vom expansiven Kurs abzuweichen.

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Danke für Ihr Verständnis.

robertrr
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Phillips Kurve

Die Nachfrage nach Arbeitskräften, die auch wirklich wertschöpfend sind, wird spätestens nach der Corona Krise explodieren. Das ist ein gesellschaftliches Problem, dass wir keine Leute mehr finden die echte Arbeit verrichten.

TrailandError
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Wie deppert is die Menschheit

geworden..... die da alle spekulieren bilden sich nich ein das sei reelle Arbeit und trägt zur gesunden Wirtschaft bei?! Einige Wenige bekommen viel Geld auf Kosten vieler Sparer-abartig!!!

melahide
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Das ist

die Welt die sich die „Mächtigen“ erschaffen haben. Und immer wenn von Links jemand schreit „höhere Steuern auf Kapitalerträge, Vermögen“ nimmt der brave Hackler die armen Aktionäre, die sich an seiner Arbeitskraft dumm und dämlich verdienen, auch noch in Schutz! „Brauch ma nicht“

LaPantera69
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Marktanalyse

Ich würde mir eher eine wöchentliche Analyse des Marktes erwarten, und keinen Schwank aus dem Leben...

duerni
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Sell in May and go away ........

. das kann ich aber erst, wenn ich vorher gekauft hatte. Aktien und Anleihen sind aktuell ohnehin das einzige Mittel gegen Kaufkrafteinbuse des Ersparten. Dass Aktien etc. immer mit Risiko verbunden sind und die Börse 2020 - covidbedingt - ohnehin alle Regeln ausser Kraft gesetzt wissen wir.
Dieser Artikel ist entbehrlich - er sagt nur Triviales, das jeder weiß, der sich mit der Börse beschäftigt. Was wichtig wäre ist, der Bevölkerung ein Grundwissen über die Geldanlage an der Börse zu vermitteln, um Angst vor Verlusten zu nehmen.
Das sollte in der Mittelschule beginnen!

joiedevivre
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Fondsparen ist das Stichwort

Das Sparbuch ist tot. Wer Geld durch die Inflation verlieren möchte der kann es dort anlegen.
An investieren in Aktien, breit gestreut in einem Fonds führt kein Weg vorbei.

Als Tipp sei hier das Fintech Startup Own360 genannt.

melahide
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Own360

Hab ich auch seit ähhh… 2019 hab ich das probiert. Geht immer schön rauf und runter. Man weiß dann bald, wann man kaufen und wann man verkaufen muss …

zweigerl
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Zockergeneration

Diese "Bildung" scheint mir gleichfalls entbehrlich, da sie das Zeug hat, nicht mehr wirkliche Bildung zu vermitteln, sondern eine Zockergeneration zu züchten, die wirklich des Glaubens ist, nicht die Real-, sondern die Börsenwirtschaft besitze eine ökonomische Effizienz.

pescador
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zweigerl

Geld in Aktien zu veranlagen hat mit zocken nichts zu tun. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, braucht es eben Finanzbildung.

heku49
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Sehr richtig! Aber sich ein breites Basiswissen vor dem Handeln mit Aktien

aneignen ist wichtig!
Etwas leichter der Einstieg ins Fondssparen.....aber zum Aufbau eines kleinen Vermögens gut geeignet....und der Start ist mit 30 Euros im Monat möglich....

melahide
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30 Euro im Monat

möglich. Dann lege Sie im Jahr heiße 360 Euro auf die Seite. Ein sehr kleines Vermögen ..