Nach dem Ausbaustopp der A9Bürgermeister-Protest an Umweltministerin Gewessler

Nach der Absage der Ausbaupläne der Pyhrnautobahn von Graz Richtung Südsteiermark: Umlandbürgermeister schicken eine Protestnote an Ministerin Leonore Gewessler. Und sie schlagen Alternativen vor.

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Wird die A9 von Graz Richtung Süden ausgebaut? Das Verkehrsministerium winkte nun ab, regionale Politiker hoffen aber noch © Robert Lenhard
 

Vor zwei Wochen sprach die steirische Umwelt- und Mobiliätsministerin Leonore Gewessler (Grüne) Klartext: Es werde keinen Ausbau der A9 südlich Graz auf drei Spuren geben. Eine effektive Zusage hatte es zwar nie gegeben, ob des wachsenden Ballungsraumes und Verkehrsaufkommens kamen aber immer wieder Forderungen nach einem Ausbau zwischen Seiersberg und Wildon und weiter Richtung Leibnitz auf – vor allem aus der Gemeindepolitik und der Wirtschaft. Dort gab es nach der Absage auch einiges an Unverständnis und Ärger. Von einem schweren Rückschlag für die Region war die Rede.

Kommentare (38)
ratschi146
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dann noch mehr Spuren direkt von

Maribor nach Graz.
Dienstag 6.10 Auffahrt Gersdorf Richtung Graz. Erste Spur nur mit LKW im Konvoi vollgepflastert. Dann ab Auffahrt St. Veit/Vogau jeder Menge LKW & Fahrzeuge der Baufirmen aus dem Raum LB und SO. Bis Höhe Leibnitz 2. Spur mit ca. 60% Pendler aus Slowenien vollgepflastert.
Ab Lebring bis Kalsdorf dann der Rest aus den Südbezirken von Graz in der Kolonne.
Das urbane Gebiet Graz und die Unternehmen ziehen Arbeitskräfte und Firmen an die unbedingt benötigt werden .Eine Ausbau der Autobahn löst das Problem nicht alleine. Die Standortpolitik in der Wirtschaft & Handel spielt da auch noch mit sowie das Pendeln der Fachkräfte aus weiter entfernten Lokationen.

zweigerl
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Den Spaten vergessen?

Die zusätzliche Vergrößerung der gigantischen Auto- und Transportlawine durch das Grazer und Leibnitzer Feld mit dem Argument zu begründen, dass das dem Radverkehr zugutekäme, lässt am Verstand dieser Bürgermeister-Initiative zweifeln. Na, wenigstens haben sie diesmal den obligaten Spaten verzichtet, mit dem sie sonst immer stolz den Start zum nächsten Landschaftsruinierungsprojekt begehen. So ganz sicher scheinen sie sich ihres Erfolgs zur "Standortsicherung unserer Region" dann doch nicht zu sein, unsere tüchtigen Autobahnanrainerbürgermeister- und bürgermeisterinnen.

Bibe
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Der Ausbau ist komplett...

sinnlos, es gibt deutlich intelligentere Lösungen wie zB eine Taktverdichtung ( wurde schon genannt) zwischen Maribor und Graz. Auch für die Magnamitarbeiter könnte man eine Busverbindung von zB Feldkirchen Bahnhof bis zum Werk einrichten. Durch eine 3. Spur wird auch das Nadelöhr Webling nicht beseitigt.

joulrich
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Mehr Autos rein in die Stadt!

what could possibly go wrong ...

Reipsi
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Wird nix helfen mit den

Grünen kannst nicht reden , nächste Wahlen abwarten , verändert sich vielleicht vieles .

Bibe
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Natürlich kann man mit den Grünen reden, ...

man braucht halt gute Argumente. Derzeit hat diese in dieser Angelegenheit eben Frau Gewessler.

Moveit
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Das die Grünen keine Fans von Autobahnprojekten sind

…war vor der Wahl auch schon klar und dafür wurden sie unter anderem gewöhnt. Diese Angriffe auf die Ministerin sind völlig unverständlich, zumal der Ausbau der A9 noch zu keinem Zeitpunkt jemals zugesagt war. Es ist nur der Wunsch einiger weniger.

petera
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Noch besser die Grünen werden gestärkt in der Regierung sein

Hoffentlich nimmt sich Österreich die Ampel aus Deutschland zum Vorbild, damit sich tatsächlich mal etwas positiv für Umwelt und Menschen entwickelt - und nicht nur in die eigene Tasche gearbeitet wird, so wie bei Schwarz/Blau.

blendent
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Verändert sicher Vieles,

aber die Grünen werden wieder in der Regierung sein..

Moveit
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Ausbau der A9 = Unsinn

Der gewünschte Ausbau der A9, geplant ist da nämlich noch gar nichts, wird kein einziges Problem lösen. Dass neue Straßen zusätzlichen Verkehr anziehen ist eine Tatsache. Dass der hohe Platzverbrauch des Autoverkehrs das Hauptproblem ist, wissen Verkehrsplaner ebenfalls seit Jahrzehnten. Daran ändern auch E-Autos nichts. Die A9 ist spätestens ab dem Plabutschtunnel wieder 4-Spurig, der zusätzliche Verkehr entlädt sich also im Stadtgebiet von Graz, wo die Situation jetzt schon untragbar ist. Ein verkehrspolitischer Laubbläser sozusagen. Es ist gut, wie die Ministerin hier entschieden hat!

Alternativen? Der zweigleisige Ausbau der Bahn, Parkplätze an den S-Bahnhöfen und schnelle Verbindungen nach Graz.

compositore
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@moveit

Und wohin mit dem LKW-Verkehr, der all die Container aus dem Cargocenter und den Lagerhallen von Hofer, Billa, etc. aus Werndorf weitertransportiert?
Mit der S- Bahn hast teilweise schon Probleme, dein Fahrrad mitzunehmen!
Und jede noch so vielspurige Autobahn auf der Welt verengt sich einmal zu einer Spur.

Moveit
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@compositore

Der LKW-Verkehr macht prozentual den wesentlich kleineren Teil des Verkehrs auf der A9 aus. Das lässt sich sehr leicht ermitteln, da LKW ja Maut pro Kilometer bezahlen und daher sehr genau erfasst werden. Das Problem sind die PKW mit jeweils nur einen Insasse im Berufsverkehr. Sowas funktioniert nicht und die Lösung sonst sicher nicht, noch mehr Spuren zu bauen. Personenverkehr auf die S-Bahn zu bringen sollte kein Thema sein, vorausgesetzt das Angebot passt und wird laufend erweitert und verbessert.

melahide
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Aha

Darauf ich mir in Werndorf ein Cargo Center, Grundstückspreise sind ja billig. Dann müssen meine Leute zu mir pendeln, Durch die LKWs und den Pendlerverkehr verstopf ich dann die Straßen. Also will ich mehr Straßen, damit meine LKWs durch können. Zahlen soll das der Steuertopf. Und dann bin ich der Erste der bei der WK jammert, dass die Steuern so hoch sind :)

AndreasToegl
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LKW Transit

Das große Problem auf dieser Strecke sind auch der explodierende LKW-Transit und die Pendler aus Slowenien, die z.B. bei Magna arbeiten. Wie will man dieses Problem bekämpfen? Sicher nicht mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs zwischen Leibnitz und Graz.
Ich hoffe, das wird auch irgendwann den Regierenden in Wien klar werden.
Das Problem kann eigentlich nur in Brüssel geklärt werden.
Aber darauf werden wir lange warten müssen......

Bibe
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Die slowenischen Magnaarbeiter haben auch eine bessere Lösung verdien!

Schnellbahn ab Maribor, Pesnica und Spielfeld, und Busse ab Feldkirchen oder Kalsdorf. Das ist mit gutem Willen zu bewerkstelligen.

Moveit
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Der LKW-Verkehr bringt zwar viel Geld…

…macht aber nur einen kleinen Teil des Verkehrsaufkommens aus. Etwa 70 Prozent sind Individualverkehr. Und der gehört nicht gefördert, sondern reduziert, gerade im Großraum Graz.

SagServus
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...

Die Koralmbahn läuft künftig von Werndorf bis Graz parallel zur A9, die Südbahn ist von Werndorf bis Graz bereits zweigleisig, die letzten eingleisigen Teilstücke zwischen Werndorf und Leibnitz und weiter runter bis zur Grenze werden jetzt vorgezogen.

Es gibt also künftig durchaus eine gut ausgebaute Strecke für den Süden und Südwesten.

Graz müsste hier halt noch auch noch etwas machen damit man von diesen Strecken besser in die Stadtteile kommt.

Es gibt aber hier keinen Grund eine 3. Spur als "Konkurrenz" zu errichten.

Carlo62
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Das wird die ca. 2.000 Pendler…

…aus Slowenien die zu Magna pendeln sehr interessant finden. Sie werden dennoch täglich zweimal die A9 benützen.

Bibe
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Und genau das soll verhindert werden,...

und zwar durch Taktverdichtung. Es gibt keinen Grund, warum diese nicht kostensparender mit der Bahn fahren sollen.

SagServus
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...

Und? Deswegen soll ma jetzt eine dritte Spur bauen?

Abgesehen davon, dass die 2000 slowenischen Pendler wohl kaum alle in der selben Schicht arbeiten.
Abgesehen davon, dass auch die slowenischen Pendler keiner davon abhält Fahrgemeinschaften zu machen.

Und wie gesagt, Graz müsste hier ebenfalls investieren.

Es bringt trotzdem nichts deswegen jetzt eine 3. Spur zu bauen. Für den Süden und Südwesten gibt es künftig zumindest eine sehr gute öffentliche Anbindung. Und wenn nur mal die umsteigen würden, die diese Anbindung dann nutzen können weils in Graz ebenfalls kurze Umstiege und Wege haben, wäre schon mal viel geschaft.
Für die Leute die im Grazer Osten arbeiten und es über diese Strecken nur schlechte alternativen im Öffi Bereich gibt und weiterhin mit dem Auto fahren, reichen auch 2 Fahrspuren.

joulrich
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Aber auch weil es an effizienten Alternativen mangelt

-> S-Bahn Ring um Graz im Süden entlang des dafür vorgesehenen Korridors an der A2 -> leider die letzten Jahre/Jahrzehnte nix passiert, daher fehlt Anbindung an Magna / SCS
-> Pendlerzüge von Slowenien und der Südsteiermark
-> bessere Park & Ride Möglichkeiten

Die Perspektive wird es ja wohl nichts ein, dass immer mehr Pendler immer weiter mit dem Auto immer mehr Kilometer fahren. Wenn es bei Magna irgendwann mal 3.000 Pendler sind, sollen dann halt auch alle mit den Auto fahren?

melahide
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Tja

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist ja schon in Planung/im Tun. Billiger István auch. Die Mineralölsteuer sollte nicht mehr für den Straßenbau/-Erhalt verwendet werden, sondern für den Ausbau von Alternativen. Wichtig wäre ein Zug und von den Bahnhöfen ein Pool an E-Autos, Fahrrädern, Scootern usw für die letzte Meile.

Stemocell
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Jeder,

der schon einmal von Lebring weg bis Graz-West im Frühverkehr im Stau gestanden ist, kann den Protest der Bürgermeister verstehen. Dass das ein grüner Stadtbewohner nicht nachvollziehen kann, ist mir natürlich klar, trotzdem bitte ich den besagten Stadtbewohner um Nachsicht, dass nicht jeder mit dem Lastenrad von Leibnitz nach Graz und wieder zurück pendeln möchte.

Bibe
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Der Stau wird aber ...

durch eine dritte Spur nicht geringer.

Ulfi_Hautberget
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ÖV

Gottseidank ist von Leibnitz nach Graz nicht nur das Radwegnetz sondern auch das ÖV-Angebot ausgezeichnet ausgebaut :-).

Alfa166
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Seit der Corona Pandemie sollten alle wissen, dass es nicht förderlich ist

Mit 100 anderen Leuten zusammen gefercht in Bus, Bahn & Co zu sein.

 
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