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Grazer VillenviertelNächstes Neubauprojekt am Ruckerlberg wirbelt Staub auf

Wieder sollen zwei Häuser am Ruckerlberg abgerissen werden. Auf den Grundstücken ist eine Wohnanlage mit zehn Wohnungen geplant.

Das geplante Bauprojekt an der Ecke Rapoldgasse/Ruckerlberggasse
Das geplante Bauprojekt an der Ecke Rapoldgasse/Ruckerlberggasse © Wohnraumwerk
 

Auch wenn es diesmal keine bauhistorischen Juwele sind, die da an der Ecke Rapoldgasse/Ruckerlberggasse abgerissen werden sollen: Beim Schutzverein Ruckerlberg gehen nach der Bauverhandlung für das Wohnprojekt, das auf den beiden Grundstücken entstehen soll, die Wogen hoch. Das bei Anrainern ungeliebte Szenario, das man im Villenviertel so schon kennt: Villen und Häuser mit großen Gärten und altem Baumbestand werden abgerissen, gebaut werden unter Ausnutzung der maximal erlaubten Baudichte große Wohnanlagen.

Kommentare (25)
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jaenner61
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hauptsache wir wohnen schon hier

dürfte die devise des sogenannten schutzvereins sein. und die anderen sollen uns jetzt keinesfalls ein haus vor die nase setzen. frage an die leute vom schutzverein , wem habt ihr das haus in dem ihr heute wohnt seinerzeit vor die nase gesetzt?

LaoQui
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Unwissenheit schützt vor Strafe nicht,

ist ein gesetzlicher Grundsatz. Unwissenheit schützt aber auch vor dummen Aussagen nicht. Was den Ruckerlberg betrifft, könnten Sie sich z.B. im Internet informieren, was dort - nicht unten in Waltendorf - so nach 1850 schon gestanden ist. Sicher das Hallerschlössl. Das hat noch einen schönen Park, der könnte sicher noch mit hunderten Wohnungen verbaut werden - Ihnen wäre das vermutlich auch egal, oder sogar recht?

lufrie94
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Richtiges Zubauen!

Ist eh schon egal. Den Bereich der alten Bäckerei Kotzbeck
haben sie ja auch zugepflastert.
Schaut aus wie eine Tiefgarage auf einem Flugplatz.
Die Idylle Waltendorf ist schon längst dahin.
Da zählt nur Bau-Profit.
"Freue" mich schon, wenn das Eck, ehem. GH. Reinisch auch noch so verbaut wird.
In zehn Jahren wäre dann ein kleines Häuserl mitten in den Magnawerken eine Wucht.
Alte Bau- und Lebenswerke da auszuradieren ist jedem egal. schade

battlefronter007
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Nagerle bedient sein Klientel

Wide, wide ,wie es ihm halt gefällt 👍

2-5 Stock höher und 3mal so Voluminös wie die Umgebung...ppffffff.....fügt sich ja super ins Landschaftsbild ein ,ich versteh die Aufregung nicht. Is ja voll Seriös und Objektiv das Ganze👌

Hättens gleich nen Villatower hingebaut, die Infrastruktur dort is ja praktisch schon dafür ausgelegt mit den 4 Meter breiten Ruckerberghighways und den Wohnraum brauch ma auch sau dringend!!!!!!!!
Und die Bobos dort brauchen sich net aufregen, is ja voll die schöne Aufwertung fürs ganze Viertel!!!

(Sarcams on)

rouge
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Unnötig

so viel zu bauen, wenn es bereits so hohe Leerstände gibt.

melahide
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Also

1) einmal... dass es einen "Schutzverein Ruckerlberg" gibt, finde ich bedenklich.
2) Villenviertel. Lustig. Bei uns wird alles zugebaut und zugepflastert, und jene am Ruckerlberg regen sich auf, dass irgendwo was hingebaut wird ...

LaoQui
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Soll das vielleicht witzig sein?

Es ist nur traurig, dass es nicht einmal der ältesten Bezirksinitiative von Graz gelingt, diese schlimme Entwicklung zu stoppen. Und: dort wohnen Leuten in alten Villen, die ihre Vorfahren gebaut haben - mit Gärten, die das Grazer Klima gerade noch erträglich machen. Manche - vor allem Erben - brauchen aber Geld, dann ist's vorbei mit dem Grün. Die Stadt Graz trifft keine Anstalten, das einzudämmen, während die Gemeinden im Süden schon Versiegelungs-Beschränkungen verordnen.
Eine Frage noch: Wo ist eigentlich "bei uns"? Wie heißt die Bürgerinitative, in der Sie versuchen, den Bodenfraß zu verhindern?

melahide
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Das Problem

haben sie aber in ganz Graz und nicht nur am Ruckerlberg. Es gibt in Graz sehr viele "alte Gebäude", wo die Besitzer vielleicht schon im Pflegeheim sind, ein Veräusserungs- und Belastungsverbot zu Lebzeiten an die Erben gegeben haben - und diese nur noch warten, dass der Hauserbauer stirbt. Und hier die Bauträger schon Vorverträge oder was weiß ich haben.

Die paar Grünflächen die wir in Graz noch haben werden ja auch ständig bebaut, egal ob es sich hier um Buchten oder Kraftwerke oder Paddelbot-Stege handelt oder ich weiß nicht ...

LaoQui
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Wie lange werden wir noch atmen können?

Am 4.4.2021 hat der "Grazer" berichtet, dass sich die Gemeinde Seiersberg-Pirka entschlossen hat, die Grünraum-Versiegelung einzuschränken. Im Wohngebiet dürfen max. 50 % versiegelt werden, in Gewerbegebieten max. 70 %. Begrünte Dächer etc. werden eingerechnet.
Die "boomende" Gemeinde in GU schafft das - trotz fehlerhaftem Baugesetz. Graz kann das nicht? Diese skandalöse Tatsache hat sogar zu einer Petition der Stadt an das Land Steiermark geführt, war das also nur eine Alibi-Aktion?
Jetzt appelliere ich an alle Grazer Gemeinderäte: Nehmt Euch ein Beispiel an Seiersberg-Pirka! Wenn ihr nicht bald handelt, wird sich die Frage stellen: Wie lange werden wir noch atmen können?

Patriot
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Ich möchte in Graz nicht aufgemalt sein!

A dreckige Luft, Lärm und a Stroßenverkehr, dass da graust! Und weiter wird fleißig zubetoniert. A Horror!

calcit
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Dreckige Luft hauptsächlich durch Pendler die ja in der guten Luft...

...draußen am Land leben und dort alles verbauen und verhütteln...

rb0319
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Das Problem

sind nicht die Pendler, sondern die fehlende öffentliche Infrastrukur. Gebe es brauchbare Alternativen zum Individualverkehr, wäre auch nicht jeder gezwungen mit dem eigenen Auto nach Graz zu fahren. Nur wenn es mit den Öffis 2-3x so lange dauert (mangels Kapazitäten), dann verstehe ich, wenn jemand lieber mit dem eigenen Auto fährt.

duesenwerni
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I puncto zubetonieren bzw. innerstädtischer Verdichtung geht da ...

... noch viel mehr. Ich habe mir erst unlängst wieder einmal ein Luftbild der Londoner City angesehen; da sind sogar die Innenhöfe der meisten Häuserblocks nochmals mit Gebäuden dicht bebaut.
Bei den zahlreich vorhandenen grünen Innenhöfen der Grazer Häuserblocks ginge da noch einiges ...

stern000
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Verkehrsberuhigung

... trotz medialer Meldungen bezüglich Ruckerlberg noch immer kein Verkehrskonzept zur Diskussion!!!

untermBaum
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Jeder möchte schön Wohnen

Niemand möchte dass neben ihm jemand neu baut.... Die Grundstücke sind so teuer , wie soll man da für 1500m² mal 750.000 für den Grund und dann nochmal so viel für das Haus zahlen? Da kann man nur noch verdichtet bauen.
Schon klar, niemand möchte seine Umgebung verschlechtert sehen, Lärm durch neue Nachbarn, Verkehr, Verbaute Aussicht. Genau so wie niemand will dass Schleichwgerl vor der Haustür genutzt werden. Aber selber ist man auch mal wo hingezogen und nutzt Schleichwegerl.
Nur bei mir nicht! Aber für andere Gegenden verdichteten Wohnbau fordern.
Die Klientel die am Ruckerlberg woht war sicher zum Großteil 2015 für die Aufnahme von Schutzsuchenden, aber was wäre wohl wenn vor ihren Nasen ein Flüchtlingsquartier entstanden wäre? Der moralische Finger gilt halt immer nur für "DIE ANDEREN"

rb0319
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Ich würde gerne wissen

wozu massenhaft neu gebaut werden muss? Es gibt mehr als genug Leerstände in Graz. Mit einem großen Bevölkerungszuwachs ist in der Corona- bzw. Nach-Corona-Zeit wohl nicht zu rechnen. Jeder der es sich leisten kann, will seit Corona am Land wohnen, also wozu soviel Bauen in der Stadt. Schauen Sie sich mal die Reininghaus-Baustellen an: Man könnte glauben, dass hier eine Stadt in der Stadt entsteht! Wer soll da bitte wohnen in den Tausenden Wohnungen, die hier gebaut werden?

calcit
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Wie recht sie habe...

...dieser "Schutzverein" ist natürlich ein Klientelverein und will keinen Zuzug in "dessen Villengegend". Nur wer es sich leisten kann darf dort monströse Villen bauen oder umbauen, Garagen für SUVs errichten oder großzügige Pools - das geht dann plötzlich alles. Alle anderen sollen draußen bleiben, nicht umsonst ist die Dichte von Privatstraßen, Privatwegen, Androhungen von Besitzstörungsklagen, Überwachungskameras und privaten Überwachungsdiensten und Aufschriften "Gesichert durch Nachbar" am Ruckerlberg so groß...

duesenwerni
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"architektonisch Hochwertiges"?

"Schachterln stapeln" hat das unser "Zeichenprofessor", vom Zivilberuf Architekt genannt.
Eine Zaha Hadid für Anlegerwohnungen ist kalkulatorisch halt nicht drin, da muss billiger und hässlicher schon erlaubt sein ....

LaoQui
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Es geht noch schlimmer!

Die intakte Villa Hilmteichstraße 19 wurde 2019 über Nacht abgerissen. Jetzt wollen die "Entwickler" dort auf rund 2000 m2 Grund ein Wohnhaus mit 23 (!) Wohnungen bauen.
Wie viel bzw. wenig Wert die von der Stadtplanung als Schutzfaktor gepriesene Ausweisung "Villenviertel" hat, wird man also in Kürze erfahren können.
Noch schlimmer ist, dass bei jedem Bauvorhaben der vorhandene Grünraum fast völlig vernichtet wird! Die Landesregierung hat noch immer nicht den unverantwortlichen Fehler in der letzten Baugesetz-Novelle (1/2020) repariert, nach dem die Gemeinden zwar die Bodenversiegelung beschränken können, aber im Verhältnis zur u n b e b a u t e n (statt zur Gesamt-) Fläche eines Grundstücks. Diese Meisterleistung legistischer Unfähigkeit (oder politischer Heimtücke?) hat den Landtag aber noch immer nicht aufgeschreckt! Es wird ständig vom drohenden Klima-Kollaps geredet, aber die Abgeordneten schlafen ruhig weiter.

Hausverstand
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Nagl ist der politische Schutzherr dieser rücksichtslosen Verbauung

Ein absoluter Skandal ist das positive Gutachten des Stadtplanungsamtes: "Gemäß dem Steiermärkischen Baugesetz 1995 {i.d.g.F.) muss ein Bauwerk derart geplant werden, dass es in seiner gestalterischen Bedeutung dem Straßen-, Orts-und Landschaftsbild gerecht wird. Das geplante Bauvorhaben entspricht insbesondere durch die Aufteilung in zwei Baukörper und deren Proportionen, Maßstäblichkeit und Gebäudevolumen sowie in ihrer gestalterischen Bedeutung dem bestehenden und im Befund beschriebenen...Straßen-, Orts-und Landschaftsbild."

der alte M.
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Eigenartig,

dass immer wieder gerade dieser Bauträger ins Gerede kommt. Da sollte man vielleicht doch etwas genauer hinsehen. Auch die Praxis des gezielten Verfallenlassens scheint am Rilkeweg erfolgreich angewandt zu werden.Zum Thema „architektonisch hochwertig“: Der Betonklotz in der Schönbrunngasse straft auch diese Aussage des GF Hinkel Lügen, ebenso wie die anderen Projekte dieses Bauträgers.

HoellerP
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Der ist....

....in der Tat von einer erhabenen Scheußlichkeit.

stern000
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Verdichtung

Es ist wie immer „zu hoch, zu groß“ für die Gegend!
Gegen einen angemessenen Neubau mit einigen Wohnungen hätte niemand etwas. Aber dies würde ja weniger Profit bringen. Der Ursprung liegt in der vom Gemeinderat abgesegneten von Anrainern massiv beeinspruchten Erhöhung der Bebauungsdichte in diesem sensiblen Gebiet!

FB4
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Das

gilt wohl für ganz Graz. Die nächsten Jahre wird noch alles zubetoniert und jeglicher Grünraum vernichtet.
Dann wird wohl genug kassiert worden sein.
Spannend ist nur das Gejammer um ein fehlendes Verkehrskonzept!!!!
Danke liebe Stadtregierung!!!!!

rb0319
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Nagl

will ja unbedingt ein Vermächtnis für die kommenden Generationen hinterlassen. Das hat er in der Tat geschafft...