Konkret soll Lionel Messi wegen in Medien gestreuten Gerüchten, er solle für personelle Entwicklungen beim Klub wie der Trennung von Trainer Antonio Valverde verantwortlich sein, sauer sein und zudem frustriert, weil es der aktuellen Mannschaft an Qualität fehle. Von seinem Umfeld oder dem FC Barcelona gab es auf den Bericht zunächst keine Reaktion.

Messi, der im Juni seinen 33. Geburtstag gefeiert hatte, erzielte am Dienstag beim 2:2 gegen Atletico Madrid das 700. Tor seiner Profi-Laufbahn, das Ergebnis war allerdings ein neuerlicher Rückschlag für die Pläne der Katalanen, den spanischen Meistertitel erfolgreich zu verteidigen. Barca liegt in der Tabelle fünf Spiele vor Schluss vier Punkte hinter Real Madrid, das am Donnerstag 1:0 gegen Getafe gewann.

Die beiden Titelkandidaten sind wieder am kommenden Sonntag gefordert. Für Real steht bei Athletic Bilbao das nächste der noch "fünf Endspiele" an, wie es Trainer Zinedine Zidane formulierte, Barcelona muss im Spätspiel bei Villarreal antreten.

Nicht gut genug für die Champions League

Beide Topklubs aus Spanien sind zudem noch in der Champions League vertreten, die im August fortgesetzt werden soll. Real Madrid unterlag in seinem Achtelfinal-Hinspiel im Februar zu Hause gegen Manchester City 1:2, Barcelona holte beim SSC Napoli ein 1:1-Remis.

Doch Messi hatte damals auch im Interview mit der Zeitung "Mundo Deportivo" gemeint, das Team sei nicht gut genug, um die Champions League zu gewinnen. Sonst nur auf dem Platz angriffslustig, ist beim Argentinier generell ein Wandel festzustellen, was seine öffentlichen Äußerungen betrifft.

Immer öfter greift der privat eher schüchterne Messi Verantwortliche bei Barcelona nämlich über Medien frontal an. Im Jänner bekam das Sportdirektor Eric Abidal zu spüren, der die Spieler für den Rauswurf von Valverde verantwortlich gemacht hatte. Im April kritisierte Messi den Aufsichtsrat, nachdem dieser angedeutet hatte, die Barca-Profis seien nicht bereit, dem durch die Corona-Pandemie finanziell getroffenen Club mit Gehaltskürzungen zu helfen.

Seinen noch bis 30. Juni 2021 laufenden Vertrag hatte Messi im November 2017 unterschrieben. Auch seitdem wurde medial als mögliches Ziel bei einem Wechsel immer wieder Manchester City genannt, wo Ex-Barca-Trainer Pep Guardiola das Zepter schwingt. Mit ihm hatte Messi einige seiner größten Erfolge gefeiert.