Eishockey InternHarry Lange sorgt in DEL 2 für Schlagzeilen

Der ehemalige KAC- und Graz99ers-Stürmer liegt in der zweiten deutschen Liga als Trainer von Bad Nauheim überraschend auf dem zweiten Platz.

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Bereits vor zehn Jahren machte sich der gebürtige Klagenfurter Harry Lange in Richtung Deutschland auf. Nach vier Saisonen beim KAC und weiteren acht bei den Graz99ers verschlug es den Stürmer für kurze Zeit nach Dresden (DEL2) ehe er in Bad Nauheim eine zweite Heimat fand. Nach seinem Karriereende 2018 blieb er dem Verein treu und arbeitete sich von der U19 bis zum Co-Trainer der Kampfmannschaft hoch. Während der letzten Saison übernahm er schließlich den Headcoach-Posten von Ex-VSV-Trainer Hannu Järvenpää, den er bis heute innehat.

2020/21 hatte das hessische Team noch den elften Platz belegt und damit das Play-off klar verpasst, heuer stehen die Vorzeichen jedoch wesentlich besser. Zurzeit rangiert Bad Nauheim auf dem starken zweiten Platz der DEL2, punktegleich mit Meisterschaftsfavorit Frankfurt.

Lange hat im Sommer offensichtlich ganze Arbeit geleistet. „Ich war an der Kaderzusammenstellung mehr als nur eingebunden, hatte das volle Vertrauen des Vereins“, erklärt der mittlerweile 37-Jährige. Lange bediente sich im Sommer an etlichen Spielern der ICE-Liga, wie Jerry Pollastrone und Kevin Schmidt (beide vormals VSV) oder Taylor Vause (Vienna Capitals). Dass es zurzeit dermaßen gut läuft, erklärt sich der Trainer folgendermaßen: „Die Mischung innerhalb der Mannschaft passt einfach. Jeder hält sich an die Vorgaben, das Klima in der Kabine könnte nicht besser sein.“

Wobei der Klagenfurter trotz des überraschenden zweiten Tabellenplatzes auf dem Boden bleibt: „Es ist noch zu früh um Schlüsse zu ziehen. Es wird noch schwer genug, unter den Top zehn zu bleiben, denn auch wir werden wahrscheinlich noch einmal in ein Loch fallen.“

Derzeit sieht es jedenfalls nicht danach aus, zuletzt blieb der deutsche Traditionsklub (Gründungsjahr 1946) auch mit acht Verletzten siegreich. Grund genug, um Lange länger zu binden? „Vorstellbar ist es durchaus von meiner Seite, mein mittelfristiges Ziel ist aber schon, in einer höheren Liga zu arbeiten, zunächst vielleicht auch als Co-Trainer.“

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