KAC - Fehervar 3:1Klagenfurter glänzen mit der nächsten Charakterleistung

Fünfter Sieg in Folge für die Rotjacken. Trotz dezimierten Kaders lassen sich die Klagenfurter auch von Fehervar nicht stoppen. KAC-Stürmer Matt Fraser beendete seine Torflaute.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Eishockey
Matt Fraser brach seinen Torbann © Kuess
 

Auf der kleinen Tribüne, die für die rekovaleszenten Rotjacken reserviert ist, herrschte große Anspannung. Nick Petersen, Paul Postma & Co. fieberten mit. Der verletzte Torjäger kommentierte in bester Manier des, normalerweise direkt ober ihm sitzenden ORF-Reporters Tono Hönigmann jeden Spielzug mit. Fast als wolle er mithelfen. Denn es nötigte den Rotjacken viel Geduld ab, bis der erste und verdiente Treffer gefallen war. Am Ende setzten sich die Rotjacken trotz vieler Ausfälle mit 3:1 durch. Wieder einmal präsentierte sich David Maier wie ein Routinier. Und auch Fabian Hochegger stach hervor. Aber dazu später mehr.

Der KAC übernahm eigentlich vom Start weg das Kommando und ließ mit diszipliniertem Stellungsspiel den Gästen nur selten Stärken vor dem Tor entfalten. Ab dem Moment, als die Hausherren ihren Rhythmus gefunden hatten, schickte Trainer Petri Matikainen vier Linien ins Getümmel. Die besten Chancen fanden Rok Ticar und Niki Kraus vor. Letzterer war im Auftaktdrittel generell an allen gefährlichen Situationen beteilitgt. Es scheiterte bei ihm, wie auch bei Daniel Obersteiner, an der Verwertung. Kurz vor Drittelende entwischte Csanad Erdely der KAC-Verteidigung, doch Goalie Sebastian Dahm sorgte für die nötige Sicherheit.

Nach einem temporären Aufbäumen der Ungarn übernahm in der Folge der KAC wieder das Heft. Als Hochegger-Obersteiner-Witting in der 28. Minute für Wirbel sorgten, konnten Petersen & Co. es gar nicht glauben, welche Hochkaräter versiebt wurden. Hochegger etwa fasste sich ein Herz, schoss aber drüber. Danach scheiterten er und Marcel Witting an Fehervar-Keeper Tirronen aus kurzer Distanz, Vallant verzog beim Nachschuss. Wie später auch Stefan Geier. Manuel Ganahl wurde ebenfalls im Alleingang von Tirronen gestoppt und neuerlich vergab Geier, dieses Mal den Rebound. Beinahe schlug es im Gegenzug ein. Nach einem Colin Jacobs-Schuss rettete für Dahm die Stange.

Überlegter Schachzug

Das erlösende 1:0 erzielte schließlich Witting, der die Scheibe millimetergenau ins kurze Kreuzeck versenken konnte. Die nicht minder wichtige Vorarbeit leisteten Hochegger sowie Obersteiner mit ihrer Zweikampfstärke tief in der ungarischen Zone. Vor der 2. Pause wurde es nochmals eng. Und hier zeigte sich eine Stärke des umsichtigen Trainerteams. Aus Sorge vor einem Set-play wurden Vallant/Maier vom Eis geholt. Aber bereits beim nächsten Bully in der Angriffszone wieder hinausgeschickt, als Vertrauensbeweis.

Mit etwas Pech mussten die Rotjacken zwar den 1:1-Ausgleichstreffer hinnehmen. Dahm wurde dabei komplett die Sicht genommen. Allerdings wurde dieser kleine Rückschlag schnell weggesteckt. Nach einem Haudum-Schuss staubte vor dem Tor Matt Fraser eiskalt zur neuerlichen Führung ab. Der stürmische Jubel seiner Teamkollegen unterstrich, wie sehr ihn die Torflaute offenbar beschäftigt hatte. Der KAC ließ in der Folge nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Thomas Koch schupfte kurz vor dem Ende und nach Ticars Puckeroberung die Scheibe ins verwaiste Tor.

Bewegung bei Umicevic?

Bis 30. Dezember um 18 Uhr dürfen Transferkarten-Spieler ligaintern wechseln. Dieser Regelbuch-Passus soll in den nächsten Tagen ausgerechnet bei Dragan Umicevic schlagend werden. Der von Linz entlassene Stürmer könnte in den nächsten Tagen bei einem ICE-Klub aufschlagen. Möglicherweise ja bei den Salzburger Bullen, die in der Offensive mit Verletzungssorgen zu kämpfen haben.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!