Schüler machen ZeitungSchauspieler Christoph Steiner: "Videos und Podcasts sind kein Ersatz für die Bühne"

Schauspieler Christoph Steiner ist am Next Liberty tätig. Der 29-Jährige im Gespräch über seine Arbeit in der Pandemie.

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Christoph Steiner studierte Schauspiel in Ludwigsburg und Graz © L. Rothhardt
 

Wie war es für dich am Anfang der Corona-Zeit und wie habt ihr gehandelt?
Christoph Steiner: Dieses Virus, zuerst ganz weit weg, hat uns auf einmal auch betroffen und von einem Tag auf den anderen mussten wir unsere Sachen packen und ins Homeoffice wechseln. Dort aber haben wir relativ schnell ein Alternativprogramm gefunden und Maßnahmen ergriffen. Theater fand ab diesem Zeitpunkt sozusagen in den Wohnzimmern statt, Videoaufnahmen von älteren Stücken wurden online freigegeben, wir nahmen Podcasts zu zukünftigen Stücken auf und auch Hörspiele. Das alles ist aber leider kein Ersatz für die Bühne. Ich, wir alle, freuen uns, wenn es Mitte Mai endlich wieder losgeht.

Verständlich, wir auch! Das ist aber eine Menge an Alternativprogramm, Schauspieler zu sein ist scheinbar ein sehr umfangreicher Beruf, richtig?
Auf jeden Fall, in diesem Job muss man beinahe schon ein Tausendsassa sein und sich manchmal fast zerreißen können. Wenn ein Stück aufgeführt wird, gilt es wochenlang, täglich intensiv zu proben, dazu muss man meist seitenweise Text auswendig lernen. Gleichzeitig stehen auch Workshops und Kostümanproben am Programm. Bei Musicals gilt es natürlich zusätzlich auch noch den Gesang und Tanz zu proben.

Wow, das ist wirklich eine Menge! Von den Dingen, die ihr nun in der Corona- Zeit gemacht habt, oder die Mitte Mai anstehen, gibt es Werke, die du empfehlen würdest?
Aber sicher, wenn die Türen wieder offenstehen, möchte ich mir gerne das Stück „Hexe Hillary geht in die Oper“ ansehen. Für mich als Schauspieler ist es fast schon ungewohnt, einmal als Zuschauer ein Stück bewundern zu dürfen. Im Next Liberty werden wir am 19. Mai mit den Vorführungen von „Wolf oder Rotkäppchens Entscheidung aus dem Bauch heraus“ starten, das ich allen Kindern, Eltern und Großeltern von 6 bis 99 Jahren empfehle.

Das klingt sehr vielversprechend, gibt es noch etwas, was du den Leuten sagen möchtest?
Kommt ins Theater! Zusammen in ein Stück einzutauchen ist so eine tolle Möglichkeit, endlich wieder rauszukommen und neue, spannende Welten zu erkunden.

Schüler machen Zeitung

Dieser Artikel wurden im Zuge des Projektes "Schüler machen Zeitung" geschrieben. Vier Schülerinnen und Schüler der Modeschule Graz nahmen daran teil. Mehr Informationen unter www.kleinezeitung.at/schule.

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